Südlicher Schwarzwald

Titisee im Südlichen Schwarzwald
Titisee im Südlichen Schwarzwald

Der Südschwarzwald, wohl der landschaftlich großartigste Teil des gesamten Mittelgebirges - die Römer nannten es mit Respekt Silva nigra (von niger = schwarz) - war lange Zeit ein Begriff für unwegsames, urwaltartiges Gelände, bevölkert mit Dieben, Wegelagerern, Gaunern und wilden Tieren.

Heute wird man über diese ehemaligen Ängste vor der unwirtsamen Natur nur schmunzeln, die früher gemiedene Einsamkeit und Stille zieht heute vielerlei Menschen an, die im Einklang mit dieser herrlichen Naturlandschaft - Gebirgsbäche, Moore, stille Täler mit ihren Bergwiesen - auf etlichen Fernwanderwegen wandern und sich erholen wollen.

Der (Süd-)Schwarzwald ist eine der beliebtesten Wander- und Urlaubsregionen Deutschlands, die ganze Welt kennt ihn. Eine Industrie kam erst spät mit der Glasbläserei (viel Holzbedarf! - dadurch Weide- und Rodungsflächen) und der Uhrenindustrie, die mit dem verbundenen Handel für regen Aufschwung sorgte.

Die Dorotheenhütte in Wolfach führt dem Besucher die Kunst der Glasbläserei vor, das Uhrenmuseum in Furtwangen zeigt die in aller Welt bekannten Schwarzwälder Uhren sowie "Schottenuhren" aus Neustadt und "Jockelesuhren" aus Hinterzarten, die Sammler sehr schätzen.

Ebenfalls stehen für den Schwarzwald die noch bestehenden Mühlen, die Holz verarbeitet, Getreide gemahlen, Öl gepresst aber auch Löffel geschmiedet haben. Diese Bauernmühlen waren noch vor hundertfünfzig Jahren mit ca. 1.500 Gebäuden zahlreich vertreten, heute sind es gerade noch etwa dreihundert, die aber meist verfallen sind. Einige wurden vom Schwarzwaldverein wieder hergerichtet und können besichtigt werden. Der Mühlenweg in Ottenhöfen und der Heimat- und Lehrpfad in Hinterzarten-Breitnau zeigen, wie es in der Müllerei so zugeht.

Besonders bemerkenswert  sind im Südschwarzwald Weiden mit Flügelginster auf sogenannten "Allmenden" - quasi Gemeindegut für jedermann. Es gibt vielerlei selten gewordene Pflanzen- und Tierarten wie Haselhühner, Wasserpieper, Dreizehspecht sowie Pestwurz, Gelber Enzian und Arnika, um nur einige zu nennen.

Beherrscht wird der Schwarzwald von dem 1.493 Meter hohen Feldberg. Belchen, Blauen, Herzogen- und Hasenhorn sind neben dem Feldberg die schönsten Aussichtsberge im südlichen Hochschwarzwald, der nach Südosten in den von Sonnenterrassen und tiefen Waldschluchten geprägten Hotzenwald übergeht.

Besonders schön sind Titisee und Schluchsee sowie die vom Feldberg ausgehenden Täler: Das wildromantische Höllental, das Wiesental und das einzigartige Wutachtal, das sich in den vergangenen ca. 70.000 Jahren bis zu zweihundert Meter tief und ca. dreißig Kilometer lang  in den Südschwarzwald gefressen hat.

Es ist ein streng behütetes Wildflusstal, ungebändigte Wassermassen rauschen hinab, es kann nicht befahren sondern muss erwandert werden. Für den Hobbybotaniker ist es ein absolutes Eldorado: Hier gibt es noch ca. 1.200 von den ehemals 2.500 in Mitteleuropa vorkommenden Pflanzenarten mit Raritäten wie Hirschzunge, Türkenbund, Mondviolen. Über fünfhundert verschiedene Schmetterlingsarten bereichern die dortige Natur wie der äußerst seltene Apollofalter; dazu kommen Vogelarten wie Gänsesäger, Wespenbussard und der scheue Eisvogel, die dem Wanderer noch begegnen können.

Natürlich wurde auch ein Naturpark mit 333.000 ha eingerichtet, er ist der größte dieser Art Deutschlands.

Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach an der Schwarzwaldbahn gibt Einblicke in das bäuerliche Leben des 16. und 17. Jh. mit seinen originalgetreu rekonstruierten Schwarzwaldhäusern.

Vielerlei Ausflüge bieten sich an wie die Universitätsstadt Freiburg, die Perle des Oberrheins, mit seinen altehrwürdigen Palästen und Kirchen. Die Umgebung mit dem "Hausberg" Schauinsland und dem nahegelegenen Kaiserstuhl, eine herrliche Weingegend.

Nördlich gelegen ist die Ortenau, bekannt für frische Erdbeeren, Kirschen und Wein. Sie breitet sich mit ihren schönen Weindörfern und lebhaften Städten zu Füßen der raueren Schwarzwaldhöhen  aus und reicht hinunter bis zum Oberrhein.

Das Markgräflerland, das Paradiesgärtlein, liegt im südwestlichen Zipfel zwischen Hochschwarzwald und Oberrhein. In der Umgebung berühmter Kurorte wie Badenweiler, Bad Krozingen und Bad Bellingen gibt es z.B. im späten Frühjahr Spargel satt und natürlich ebenfalls vorzüglichen Wein, der hier im Überfluss wächst.

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