Fränkische Schweiz

Tropfsteinhöhle, Fränkische Schweiz

Als Fränkische Schweiz bezeichnet man die Gegend östlich von Forchheim, "das Tor zur Fränkischen Schweiz", bis etwa Bayreuth im Osten und Nürnberg im Süden; Bamberg bildet das nordwestliche Eck des Dreiecks. Die Fränkische  Schweiz ist gewissermaßen das Herz Frankens.

Seit mehr als zweihundert Jahren zieht dieses kleinräumige, aber dennoch abwechslungsreiche Gebiet mit seinen zahlreichen Naturschönheiten nun schon Wanderer und Reisende an. Noch zu Beginn des 20. Jhdts. hieß die Gegend "Muggendorfer Gebürg". Bekannt wurde sie durch die beiden Studenten, die späteren Schriftsteller Ludwig Tieck und W. H. Wackenroder. Ihr Bericht aus dem Jahre 1793 begeisterte die Zeitgenossen, aber richtig benutzt hat erst der Bamberger Schriftsteller Josef Heller den Namen in seinem Buch: "Muggendorf und seine Umgebungen oder die Fränkische Schweiz, 1829".

Übrigens: Es gibt noch etwa ein Dutzend anderer "Schweizen" in Deutschland...

Die lieblichen Täler, bizarre Jurafelsen, sich windende Flussläufe und sagenumwobene Wälder; die zahlreichen Höhlen und idyllisch gelegenen Dörfer der Fränkischen Schweiz ziehen seither die Touristen geradezu magisch an.

Die tief eingeschnittenen Täler sind an vielen Stellen von hoch aufragenden Felsen flankiert, deren strategische Lage im Mittelalter den Bau von Burgen anregte. Etwa achtzig Festungen und Schlösser und weit mehr als hundert Ruinen erwarten den Besucher.

Seit vor gut zehn Jahren das "Freiklettern" auch hierzulande seinen Siegeszug angetreten hat, werden die Felswände der Fränkischen Schweiz von seinen Anhängern regelrecht umlagert, denn die Felspartien weisen alle Schwierigkeitsgrade auf. Hier befindet sich das Eldorado der deutschen Kletterer.

Ein weiterer Superlativ ist das größte zusammenhängende Höhlengebiet Deutschlands, denn auf den Hochflächen zwischen den Tälern ist der Untergrund vielerorts verkarstet. Allen voran erfreut sich die "Teufelshöhle" bei Pottenstein mit mehr als 200.000 Besuchern jährlich der größten Beliebtheit, gleich "dahinter" rangieren die "Binghöhle" bei Streitberg und die "Sophienhöhle" im Ailsbachtal.

Die negative Seite war natürlich der stete Wassermangel, viele Menschen konnte das karge Land nicht ernähren.

Es wurde zwar wieder aufgeforstet, aber leider erstreckt sich statt des ursprünglichen Eichen-Buchen-Mischwaldes heute Nadelwald über den Großteil der Fläche.

Ein Tipp:  Durch die "Fränkische" sollte man vor allem wandern. Es lohnt sich zu jeder Jahreszeit - egal, ob für ein paar Stunden oder mehrere Tage.

Von den größeren Ortschaften ist ein beliebtes Ausflugsziel das für seine sehenswerte Trachten bekannte Effeltrich am westlichen Rand der Fränkischen Schweiz. Die Wehrkirche St. Georg zählt mit ihrem mit Holzfiguren geschmückten Eingang zu den schönsten Kirchenburgen Frankens.

Der Nürnberger Mundartdichter "Fitzgerald Kusz" hat das "Walberla", 514 m hoch, als "fränkisches Fudschijama" bezeichnet, zu dem jeder einmal in seinem Leben hinauf pilgern müsse. Schon tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung wurde dieses kahle Hochplateau besiedelt, befestigt und später von Kelten eingenommen.

Bei Ausgrabungen fand man Pfeilspitzen südrussischer Skythen sowie Skelette, die auf kannibalistische Kulthandlungen hinwiesen.

Später entwickelte sich die heidnische Kultstätte zum christlichen Wallfahrtsort: Eine der Heiligen Walburga geweihte Kapelle, die alljährlich seit 1360 zum 1. Mai zum "Walberlafest" lädt und damit Tausende auf den Berg lockt. Seitdem dieses Gebiet als Naturschutzgebiet (1987) ausgewiesen wurde - mit seltenen Pflanzen wie verschiedenen Orchideenarten -, mehren sich die kritischen Stimmen.

Buttenheim, als Heim des Budo, seit dem frühen 11. Jhdts. erwähnt, ist in Franken vor allem übers Bier bekannt. Vier Brauereien sowie die traditionsreichen Bierkeller (St. Georgen-Bräu, Löwenbräu etc.) haben mit ihren würzigen Bieren diesen Ruf gefestigt. Erst vor einiger Zeit fand man heraus, dass der "Erfinder der Jeans", nämlich Levi Strauss, hier geboren wurde als Löb Strauss, bevor dieses Kleidungsstück auf Umwegen über Goldgräber, Siedler und Cowboys seinen Siegeszug um die Welt fortsetzte. 

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Tourist-Information

Tourismuszentrale
Fränkische Schweiz
Oberes Tor 1
91320 Ebermannstadt
Telefon: 09191-86-1054
Telefax: 09191-86-1058

E-Mail: info@fraenkische-schweiz.com
Homepage: www.fraenkische-schweiz.com

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Bayreuth
ohne Gewähr

 

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