Havelland

Havelland © Tourismusverband  Havelland e. V.
Havelland © Tourismusverband Havelland e. V.

Als Havelland wird das Gebiet nordwestlich von Potsdam und Brandenburg bezeichnet, begrenzt wird es im Westen von der Elbe, im Norden reicht es etwa bis Neuruppin. Das Landschaftsbild ist bestimmt von ausgedehnten moorigen Niederungen, flachwelligen Dünengebieten mit vereinzelten Kiefern- und Mischwäldchen und einem dichten Netz miteinander verbundener Seen. Im Havelland wird Obst angebaut - Zentrum ist die Inselstadt Werder - und Ackerbau betrieben. Die mehr als 300 km lange, auf mehr als 200 km schiffbare Havel ist eine vielbefahrene Wasserstraße; zahlreiche Kanäle verkürzen den gewundenen natürlichen Flusslauf. Über das Kanalsystem ist die Havel nach Westen mit der Elbe und nach Osten mit der Oder verbunden.

Reizvoll ist vor allem der mittlere Abschnitt der Havel zwischen Potsdam und Brandenburg, wo sich der Fluss zu zahlreichen langgestreckten, gewundenen Seen erweitert. Zu den bekanntesten und beliebtesten zählen der Schwielowsee südlich von Potsdam, der Trebelsee zwischen Potsdam und Brandenburg bei Ketzin, der Beetzsee bei Ketzür nördlich von Brandenburg und der Plauer See im Süden Brandenburgs. Alle bieten Möglichkeiten zum Baden, Wandern und Action für Wassersportler. Die Regattastrecke auf dem Beetzsee ist eine international bekannte Wassersportstätte. Die Städte Werder, Ketzür, Rathenow und Havelberg sind neben Potsdam, Brandenburg und Neuruppin die interessantesten im Havelland.

Bockwindmühle in Werder (Havel)
Bockwindmühle in Werder (Havel)

Das Westhavelland, das sich als Naturpark von Neustadt/Dosse bis Pritzerbe, von Parey bis Friesack erstreckt, ist das größte Großschutzgebiet des Landes Brandenburg. Doch das ist nicht der einzige Superlativ, denn es ist mit 1.315 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropa und gehört zudem zu den gewässerreichsten Regionen Deutschlands. Damit ist es wie geschaffen für Erkundungen aller Art: zu Fuß, mit dem Rad, hoch zu Ross und natürlich für umweltgerechten Wassertourismus. Der Anblick von Seerosen, Kiebitzen, Wildgänsen, Kranichen, Störchen und Bibern wird so manchen Ausflug zum Erlebnis machen.

In Stölln, inmitten des Westhavellandes, ist der älteste Flugplatz der Welt zu entdecken. Gleich daneben, auf dem Gollenberg, markiert ein Denkmal die Absturzstelle Otto Lilienthals. Entschieden mehr Starts und Landungen sind im weiteren Umkreis vor allem im Frühjahr und Herbst zu beobachten. Dann rasten riesige Vogelschwärme auf ihrem Zug über den Kontinent im Westhavelland. Die Kraniche bevorzugen Rastplätze zwischen Rathenow, Strodehne und Havelberg, Rhinow und Neustadt/Dosse. Am Gülper See fallen die Wildgänse ein, bis zu 100.000 auf einmal. Und im Naturschutzgebiet  "Havelländisches Luch" treffen sich die Großtrappen zu ihrer unvergleichlichen Balz.

Turmreich ist die Silhouette des malerischen, von vier Havelseen umgebenen Inselortes Werder. Atmosphäre strahlt die historische Altstadt (Stadtrecht seit 1459) mit ihren engen Gassen aus. Der Ort war ursprünglich im Besitz des Klosters Lehnin, dessen Mönche hier schon im Mittelalter Weinbau betrieben. Im 18. Jh. lösten Obstplantagen die Weingärten ab. Halb Berlin, so erzählt man, sei aus Ziegeln erbaut, die aus Glindow kamen (2 km südwestlich von Werder), denn Ende des 19. Jh. existierten hier nämlich mehr als 50 Brennöfen. Das "Märkische Ziegeleimuseum" informiert hierüber genauestens.

Nördlich von Werder liegt das kleine Dörfchen Paretz, der sommerliche Lieblingssitz von König Friedrich Wilhelm III. und dessen Gemahlin Luise. Hier hatten sie ihr "Schlösschen still im Land".

Keine andere Stadt in der Umgebung Berlins besitzt auch nur annähernd so viel Sehenswürdigkeiten aus dem Mittelalter wie das uralte Brandenburg, das der ganzen Mark seinen Namen gab. Seine Hauptstadtfunktion hatte Brandenburg bereits im 17. Jh. verloren, als Potsdam zur fürstlichen Residenz aufgestiegen war. In der NS-Zeit wurden im Zuchthaus Brandenburg-Görden etwa 2.000 Menschen aus 19 Ländern umgebracht. Auch E. Honecker saß hier ein, was ihn aber nicht daran hinderte, später SED-Kritiker hier einzusperren.

Das Gesicht der ländlich geprägten Stadt Nauen bestimmen viele kleine Fachwerkhäuser sowie Straßen und Gassen mit Kopfsteinpflaster. Sehenswert ist das in der Backsteingotik erbaute Rathaus und die Jacobikirche. Der im 18. Jh. gegrabene "Große Havelländische Hauptkanal" wurde 1916 erweitert.

Nur einen Katzensprung entfernt liegt das Dorf Ribbeck (8 km entfernt), das durch Theodor Fontanes Gedicht vom "Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" weithin bekannt wurde.

Einen Abstecher wert ist auch Rathenow an der Havel (50 km westlich) mit dem prachtvollen barocken "Denkmal des Großen Kurfürsten" am zentralen Schleusenplatz. Es erinnert an die Vertreibung der Schweden aus der Stadt durch Friedrich Wilhelm im Jahr 1675. Als eine der schönsten Anlagen seiner Art gilt der Südwestfriedhof von Stahnsdorf. Garten- und Friedhofskunst, Architektur und Plastik vereinen sich auf dem 200 ha großen Gelände, auf dem mehr als 100.000 (!) Bestattungen erfolgten, darunter der Regisseur F. W. Murnau, der Maler L. Corinth und der Industrielle Werner von Siemens.

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Tourist-Information

Tourismusverband Havelland e. V.
Theodor-Fontane Straße 10
14641 Nauen / OT Ribbeck
Telefon: 033237-859030
Telefax: 033237-859040

E-Mail: brueckner@havelland-tourismus.de
Homepage: www.havelland-tourismus.de

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