Taunus / Rheingau

Schloss bei Bad Homburg
Schloss bei Bad Homburg

Der Taunus ist ein etwa 70 km langer Höhenrücken zwischen Rhein, Main, Lahn und Wetterau. Er gipfelt im "Großen Feldberg" bei Königstein, 881 m hoch, in dem das Rheinische Schiefergebirge seine höchste Erhebung erreicht. Weitere Erhebungen sind der "Kleine Feldberg" und der "Altkönig" mit zwei kolossalen Steinringwällen. Überall, wo der Boden dies zulässt, ist das Gebirge gut ausgebaut, an den südlichen Abhängen finden sich herrliche Weinpflanzungen, Obsthaine, Kastanienwäldchen und selbst Mandelbäume.

Die höheren Lagen sind von Buchen- und Eichenwäldern sowie Nadelwald bedeckt. Der vor rauen Nordwinden geschützte Südhang ist klimatisch sehr begünstigt und zählt zu den mildesten Gegenden Deutschlands.

Darüber hinaus ist der Taunus mit ca. 40 Mineralquellen das reichste Gebiet dieser Art in ganz Deutschland. An seinen Quellen, die vornehmlich am Südrand zu Tage treten, sind viele bekannte Kurorte entstanden wie Bad Schwalbach, Selters, Bad Homburg, Schlangenbad, Bad Soden, Bad Ems und natürlich auch Wiesbaden - das Nizza des Nordens.

Im nordwestlichen Teil des Taunus liegen unweit von der hessischen Hauptstadt die ansehnlichen Kurorte Bad Schwalbach und Schlangenbad, von denen die Bäderstraße (Bundesstraße 260) über die nordwestlichen Ausläufer des Gebirges zum Lahntal in den traditionsreichen Kurort Bad Ems führt.

Ungefähr zwanzig Kilometer östlich liegt das Städtchen Idstein mit seinen hübschen Fachwerkhäusern im Stadtkern (ältestes Wohnhaus von 1410) und der beeindruckenden Unionskirche. Sehenswert sind die ehemalige Burg (12. Jh.) und das Wahrzeichen der Stadt: Der Hexenturm aus dem 14. Jh.

Zu den landschaftlich schönsten Gegenden des Taunus gehört das Städtchen Königstein, zwanzig Kilometer nordwestlich von Frankfurt gelegen. Hier residierten schon Goethe und die Rothschilds, der Maler Ernst Ludwig Kirchner kam oft, um zu kuren.

Der Rheingau ist das rechtsrheinische, zwischen Wiesbaden und Rüdesheim vom westlichen Taunus zum Rhein abfallende dicht besiedelte Hügelland. Es ist ein herrliches, 22 km langes, ziemlich breites Tal mit der alten Hauptstadt  Eltville, oft Residenz der Mainzer Erzbischöfe, denen der Rheingau früher gehörte.

Vom 11. Jh. an war der ganze Rheingau auf der Landseite von dem sogen. "Gebück" (Verhau, Befestigung) umgeben, worunter man einen breiten Graben sowie einen sechs Meter breiten, aus verschlungenen Bäumen gebildeten Verhau mit Türmen und Bollwerken verstand.

Ein besonderes "Haingericht" (Gericht für die Angelegenheiten eines Dorfes und seines Gebietes) wachte über die Erhaltung des Gebücks, es war bei Todesstrafe verboten, einen heimlichen Weg durch ersteres anzulegen. Nachdem dann Herzog Bernhard von Weimar es 1631 durchbrochen und den Rheingau erobert hatte, wurde es nach und nach gerodet.

Ein weiteres Kuriosum war der "Freistaat Flaschenhals". Was sich heute wie ein launiger Scherz anhören mag, war vor 80 Jahren noch ein einzigartiger Kleinstaat.

Das Gebiet am rechten Rheinufer, zwischen Kaub und Lorch, war nach dem ersten Weltkrieg nicht besetzt.

Die Bewohner riefen eine eigene Republik aus: den "Freistaat Flaschenhals". Der Namen ergibt sich daraus, dass der Freistaat sich wie ein Flaschenhals in den Untertaunus hineinbohrte. Ob absichtliche Pufferzone oder weinseliger Vermessungsfehler, er existierte vier Jahre, von 1919-1923.

Die klimatischen Bedingungen begünstigen den Weinbau, der schon seit der Zeit Karls des Großen hier betrieben wird. Rheingauer Weine, insbesondere der Riesling, genießen einen Spitzenruf in aller Welt. Viele bekannte Lagen und Weine haben hier ihre Heimat: Rüdesheim, Eltville, Geisenheim, Hattenheim und Assmannshausen sind weithin bekannt.

Weinkeller Kloster Eberbach
Weinkeller Kloster Eberbach

Sehenswertes gibt es viel zu sehen im Rheingau: Von weltbekannten Denkmälern wie die Germania in Rüdesheim, über Burgen und Schlösser bis hin zu uralten Klöstern wie Kloster Eberbach (mit Weinauktionen). Nicht umsonst zählt auch diese schöne deutsche Region inzwischen zum Weltkulturerbe.

Wandern und Radfahren kann man fast überall - z. B. auf den "Sehnsuchtspfaden" der Romantik - auf Goethes, Brentanos, Arnims und Günderodes Spuren...

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Tourist-Information

Rheingau - Taunus
Kultur und Tourismus GmbH
Pfortenhaus Kloster Eberbach
65346 Eltville am Rhein
Telefon: 06723-99550
Telefax: 06723-995555

E-Mail: tourist@kulturland-rheingau.de
Homepage: www.kulturland-rheingau.de

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