Nordeifel

Rursee
Rursee © Eifel Tourismus (ET) GmbH

Die Eifel ist ein Mittelgebirge und erstreckt sich über die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie den Osten von Belgien. Sie ist ein bewaldetes "Rumpfhochland" mit 400-600 Metern Höhe.

Die höchste Erhebung der Eifel ist die "Hohe Acht" mit 747 Metern. Geologisch ist die Eifel ein Teil des linksrheinischen Schiefergebirges und damit der östliche Teil des Mittelgebirges Eifel-Ardennen nördlich der Mosel und westlich des Rheins.

Im Tertiär gab es in der Eifel eine starke vulkanische Aktivität, daher auch der Name Vulkaneifel für den Südosten.

Die Krater, die bei der Explosion vulkanischer Gase entstanden und sich dabei mit Grundwasser füllten, werden "Maare" genannt. Seinen Namen erhielt die Eifel vom Karolingischen Eifelgau her, der in etwa dem Gebiet um die Quellen der Flüsse Ahr, Kyll, Urft und Erft entsprach.

Geografisch gliedert sich die Nordeifel in insgesamt sechs Teilregionen: das "Hohe Venn", das "Vennvorland", die "Rur- und die Kalkeifel", das "Ourtal" und schließlich die "Hocheifel". Alle Landschaftsteile sind dem jüngsten Nationalpark Deutschlands, der Nordeifel, zugeordnet, zu dem länderübergreifend die ostbelgische, nordrhein-westfälische und rheinland-pfälzische Eifel gehören.

Bereits vor mehr als 100.000 Jahren streiften Neandertaler durch die Region der heutigen Eifel und archäologische Funde belegen, dass vor ca. 30.000 Jahren Cro-Magnon-Menschen dort ebenfalls siedelten und lebten.

Die klimatischen Bedingungen sind in der Eifel sehr günstig, da allzu hohe Temperaturen und Schwüle im Sommer nur selten vorkommen. Dazu ist die Luft allgemein kaum schadstoffbelastet, es herrscht ein Reizklima vor.

Der "Nationalpark Eifel" befindet sich im Mittelgebirge der Nordeifel und wird durchquert von den Bächen Urft und Rur, die zu Talsperren aufgestaut sind.

Auf einer Fläche von 110 qkm werden imposante Buchenwälder auf sanft geschwungenen Berghöhen geschützt, dazu kommen Eichenwälder an felsigen Südhängen mit großen Flecken von "Wachtelweizen" - (eigentlich) ein Schmarotzer, da er die Wurzeln von Bäumen und Sträuchern befällt, ihnen Nährstoffe und Wasser entzieht.

Eifel Ardennen Radweg
Eifel Ardennen Radweg © Eifel Tourismus (ET) GmbH

Im Naturpark gibt es ca. 240 bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Allein 1.300 verschiedene Käferarten (!) wurden in den Wäldern entdeckt. Hier leben Biber, Schwarzstorch, Rothirsch, Wildkatze, Uhu und die hier sehr seltene Mauer-Eidechse. Dazu kommt als eine der pflanzlichen Besonderheiten die als giftige Wildpflanze auftretende "Gelbe Narzisse", die nur an der westlichen Landesgrenze vorkommt.

Die Nordeifel ist ebenfalls das Gebiet der Talsperren, die für den Urlauber jede Menge Wassersportmöglichkeiten bieten, wobei besonders die Gegend um den Rursee zu nennen wäre und den größten Eifler Stausee der Eifler Seenplatte mit der zweitgrößten Talsperre Deutschlands.

Großflächige Wald-Naturschutzgebiete wie der "Kermeter" - 3.500 ha großes geschlossenes über 200 Jahre altes Buchen-Urwaldgebiet - laden zum Wandern ein, wobei es im gesamten Naturpark ca. 3.000 km gut beschilderte Wege und Pfade gibt.

Von Sinzig nach Monschau führt ein wunderschöner Wanderweg, der den Rhein und das Ahrtal mit dem Erfttal, den Kermeter und dem Rurtal verbindet. Er führt über die Ahrberge nach Altenahr, weiter nach Bad Münstereifel, über den gesamten Kermeter und schließlich das obere Rurtal hinauf bis nach Monschau. Es ist der Eifelhauptwanderweg Nr. 11.

Monschau selbst hat für den Besucher zwei großartige Sehenswürdigkeiten. Da wäre die Burg Monschau aus dem 13. Jh. mit mächtigen Ringmauern und Wehrgängen. Karl V. eroberte die Burg, die Franzosen zogen die Burg später als Nationalgut ein und verkauften sie. Der Besitzer ließ 1836 die Dächer abtragen, um von der Gebäudesteuer befreit zu werden... Anfang des 19. Jhs. wurde sie im Auftrage der Provinz renoviert, später zog eine Jugendherberge ein und heute wird der Innenhof für Klassik-Darbietungen namhafter Künstler im Sommer genutzt.

Das "Rote Haus" wurde 1752 vom Tuchmacher und Kaufmann H. Scheibler als Wohn- und Geschäftshaus erbaut. Bemerkenswert ist, daß die komplette Einrichtung in den Stilen Rokoko, Louis XI. und dem Empire heute noch den Glanz großbürgerlicher Wohnkultur geschlossen aufzeigt.

Weltberühmt ist die über drei Stockwerke hin freitragende Wendeltreppe aus Eichenholz, in der 21 kleine Puttenszenen die Entwicklung der Tuchherstellung darstellen. In alten Kontoren befinden sich u.a. zwei original erhaltene Stoffmusterbücher mit insgesamt 6.000 (!) Entwürfen, welche die Vielfalt und hochwertige Qualität der damals europaweit gehandelten Tuche belegen.

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Tourist-Information

Eifel Touristik GmbH
Kalvarienbergstr. 1
54595 Prüm
Telefon: 06551-965620
Telefax: 06551-965696

E-Mail: info@eifel.info
Homepage: www.eifel.info

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