Thüringer Wald

Trusetaler Wasserfall
Trusetaler Wasserfall

"So schön wie der Thüringer Wald ist wohl kein anderer auf dieser Welt" schrieb der Dichter Martin Andersen Nexö während seines Aufenthaltes im grünen Herzens Deutschlands.

Diese attraktive Ferienregion, inmitten romantischer Natur gelegen, hat ihr besonderes Antlitz. Das Thüringer Gebirge durchzieht von Nordwest nach Südost-Thüringen auf ca. 35 km Breite.

Es erstreckt sich südlich von Eisenach und Gotha über Waltershausen und Oberhof (Wintersportzentrum) nach Ludwigstadt in Bayern. Die außerordentliche landschaftliche Vielfalt gliedert sich in drei Teile: Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge und das Vorland.

Es ist ein Mittelgebirge im Freistaat Thüringen und zu einem kleinen Teil auch in Bayern.

Auf dem Kamm des Thüringer Waldes verläuft der Wanderweg "Rennsteig". Der höchste Berg ist der Große Beerberg (982 m) bei der Stadt Suhl.

Von Gotha über Waltershausen nach Tabarz fährt die Überlandbahn "Thüringerwaldbahn", eine Straßenbahn, die am Nordrand des Thüringer Waldes unterwegs ist.

Es gibt große geschlossene Waldgebiete. Im Bereich der Täler findet man kleine Ackerflächen und Wiesen.

Bei Schönbrunn und Luisenthal wurden tiefe Täler zum Bau großer Trinkwassertalsperren genutzt.

Vom Mittellauf der Werra bis zum Oberlauf der Saale zieht sich der Rennsteig als Höhenweg über den Kamm des Thüringer Waldes und des angrenzenden Schiefergebirges bis in den nördlichen Frankenwald. Er ist mit seiner Länge von 168 km nicht nur erwanderbar, sondern auch als Radwanderweg zu entdecken.

Ganz gleich in welcher Richtung auch immer, per Pedes oder mit dem Drahtesel, alleine oder mit der Gruppe, man wird von der Schönheit der Landschaft und der Gastfreundschaft der Menschen einfach überrascht.

Der Rennsteigwanderer begegnet an vielen Stellen seiner Wanderung der Geschichte dieser Landschaft.

Er lernt Flur- und Forstorte mit ihren überlieferten Namen, Grenzsteine mit den Hoheitszeichen vergangener Herrscher, historische Schauplätze und bauliche Denkmale aller Zeiten kennen.

Wenn sie sich auf den Weg machen, um in Etappen diese Landschaft zu erwandern, so ist zu erinnern:

Jeder, der sich auf die Rennsteigtour begibt, sollte daran denken:

Dieser Bergpfad ist nicht nur ein von alten Markierungszeichen begrenztes Zeugnis deutscher Geschichte - ist nicht nur ein Wanderweg, wie man ihn so ursprünglich und verschiedenartig sonst kaum findet - er ist wild, mit tief in den Stein gefressenen Pfaden.

Er ist beschwerlich im Anstieg, still, mitten im einsamen Wald, gezähmt, kaum Straße; er ist ein Pfad, der Unbekanntes und längst vergessen Geglaubtes dem Auge des Wanderers zuführt.

Viele Jahrhunderte lang sind Kelten, Franken und Thüringer; Soldaten, Kaufleute, Pferdehirten; Puppenmacher, Holzschnitzer; Maler, Dichter und schließlich Touristen diesen Wanderweg entlanggeschritten - aus kriegerischen oder wirtschaftlichen Gründen.

Ausflugsziele gibt es reichlich:

Zuallererst Eisenach, am Schnittpunkt bedeutender Handelswege gelegen, wuchs im Schutze der Wartburg zur heutigen Stadt heran. Im Mittelalter erfolgte die Prägung der Stadt durch die Kirche:

Allein sieben Klöster gab es, wohl ein Grund für Martin Luther, die Stadt als "Pfaffennest" zu bezeichnen. 1521-22 war Luther auf der Wartburg als "Junker Jörg" in Schutzhaft. In dieser Zeit übersetzte er das Neue Testament aus dem griechischen Urtext ins Mittelhochdeutsche. 1865 wurde J.S. Bach in Eisenach geboren, im "Bachhaus" befindet sich eine interessante Ausstellung über ihn, die Familie und seine Wirkung.

Schmalkalden liegt am Südwesthang des Thüringer Waldes, zählt mit ihrer über 1.125jährigen Geschichte zu den ältesten Städten. Reiche Erzvorkommen, Bergbau und verarbeitendes Handwerk ließen Werkzeuge und Kleineisenwaren entstehen (seit 1322), die als "Schmalkaldener Artikel" in alle Welt exportiert wurden und der Stadt Wohlstand brachten. In den Mittelpunkt europäischer Geschichte geriet Schmalkalden im 16 Jh., als sich die protestantischen Stände zum "Schmalkaldischen Bund" gegen Kaiser Karl V. und die Reichsfürsten zusammenschlossen.

1537 legte Martin Luther zum Bundestag seine "Schmalkaldischen Artikel" vor, die dann 1580 als Bekenntnisschrift der evangelisch-lutherischen Kirche anerkannt wurden. Die von Wäldern und Bergwiesen umgebene Stadt besitzt einen mittelalterlichen, denkmalgeschützten Altstadtkern, fast alles sind Fachwerkbauten, sowie eine fast vollständig erhaltene Schlossanlage aus der deutschen Spätrenaissance.

Das kleine Städtchen Ruhla liegt ca. 15 km von Eisenach und 2 km südlich des Rennsteiges. Im 18. Jh. entwickelte sich die Pfeifenkopfherstellung, speziell aus Meerschaum, zu einer komfortablen Einnahmequelle. Als das Pfeiferauchen durch die Zigaretten verdrängt wurde, begann die Zeit der Ruhlaer Uhren. 1862 wurde die erste Uhrenfabrik gegründet, sie galten bald als die "richtig gehendsten" der Welt. Heute ist Ruhla ein Ferienort, der besonders bei Wanderern, Radfahrern und Wintersportlern beliebt ist.

Das von den höchsten Bergen des Thüringer Waldes umsäumte Suhl wurde zuerst durch den Erzabbau bekannt. Seine Schmiedeerzeugnisse waren im ganzen Land bekannt und verhalfen Suhl zu beträchtlichen Einnahmen. Zu Beginn des 16. Jhs. kamen Büchsenmacher aus Augsburg und Nürnberg und machten die Stadt zu einem der bekanntesten Waffenproduktionsorte. Man nannte sie auch "Waffenschmiede Europas". Während des I. Weltkrieges z.B. wurden in Suhl pro Jahr 500.000 Gewehre hergestellt (Waffenmuseum).

Die Stadt Meiningen hat einen großen Ruf als Theaterstadt . Der "Theaterherzog" Georg II. von Sachsen-Meiningen, der selbst künstlerisch tätig war, entwickelte die Stadt zu einem der wichtigsten kulturellen Zentren in Deutschland. Im Schloss Elisabethenburg kann der Besucher Bühnenbilder aus jener Zeit betrachten. Neben dem Theater brachte es die "Meininger Hofkapelle" zu hohem künstlerischen Ansehen, sie hatte in ihren Reihen so berühmte Musiker wie Hans von Bülow, Johannes Brahms und Max Reger. Eine weitere Attraktion ist das Dampflokwerk, einzigartig in Deutschland, natürlich zu besichtigen.

Weitere Sehenswürdigkeiten bieten Saalfeld mit den "Feengrotten", farbenreiche Schaugrotten, die alljährlich 200.000 Besucher anlocken.

Und dann Erfurt: Einfach eine faszinierende Stadt, über 1.250 Jahre alt, ein Bilderbuch der Geschichte. Das monumentale Ensemble von Dom und Severikirche mit der über 500 Jahre alten weltberühmten Glocke "Gloriosa", die reichen Patrizier- und reizvollen Fachwerkhäuser, sowie die vielen Kirchen, die der Stadt den Beinamen des "thüringischen Roms" gaben. Ein gemütlicher Rundgang mit dem Erfurter Nachtwächter in den späten Abendstunden durch die reizvolle Altstadt, das Universitätsviertel und "Klein-Venedig" macht viel Spaß. In den Schenken gibt es noch "Bierausrufer", die das wohlschmeckende, uralte einheimische Bier der Tradition nach lautstark anpreisen. Nicht versäumen sollte der Besucher einen Aufstieg zur Citadelle Petersberg. Sie ist die einzig noch erhaltene barocke Stadtfestung Mitteleuropas, angelegt von 1664-1707. Noch heute ist sie beeindruckend in ihren Ausmaßen, ein Spiegelbild europäischer Festungskunst, wobei die alten unterirdischen Minengänge zu besichtigen sind sowie die Ausstellung über das Alltagsleben der Soldaten seinerzeit.

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Tourist-Information

Tourismusverband
Thüringer Wald-Gothaer Land e.V.

Hauptmarkt 33
99867 Gotha
Telefon: 03621-363111
Telefax: 03621-363113

E-Mail: info@tourismus-thueringer-wald.de
Homepage: www.tourismus-thueringer-wald.de

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