Hohenlohe-Franken

Altstadt von Schwäbisch Hall
Altstadt von Schwäbisch Hall

Die Landschaft im Nordosten des Landes Baden-Württemberg und im Westen des bayerischen Mittelfrankens, allgemein als Hohenlohe-Franken bezeichnet, wird begrenzt durch die Städte Wertheim am Main im Norden, Rothenburg ob der Tauber im Osten, Crailsheim und Schwäbisch-Hall im Süden und die Waldenburger Berge kurz vor Heilbronn im Westen.

Diese Kulturlandschaft hat sich viele ihrer natürlichen Schönheiten bewahrt. Der reizvolle Wechsel zwischen fruchtbarer Hochebene mit wogenden Kornfeldern und großen Waldgebieten, tief eingekerbten Tälern mit den sie in vielen Windungen durchlaufenden Flüssen Kocher, Jagst und Tauber sowie zahlreichen idyllischen Dörfern und kleinen Städten bietet dem Besucher einen unübertroffenen Querschnitt durch eine  einzigartige deutsche Kulturlandschaft.

Es gibt dort aber nicht nur Landschaft, Hohenlohe hat kulturell und touristisch einiges zu bieten und es ist viel zu schade, um es auf der Autobahn an sich vorbeirauschen zu lassen.

In Hohenlohe haben wohl zu allen Zeiten Menschen gelebt. Schon die Steinzeitmenschen haben hier Spuren hinterlassen und nach ihnen die Germanen. Aber so richtig angefangen hat die Geschichte Hohenlohes mit den Römern, die den Limes mitten durch Hohenlohe hindurchbauten und im Vorübergehen auch noch die Stadt Vicus Aurelianus gründeten, das heutige Öhringen. Im dortigen Weygangmuseum sind die ganzen Relikte aus der Römerzeit und davor zusammengetragen.   

Danach kamen natürlich die Erbauer der vielen Schlösser und Burgen, allen voran das Geschlecht derer von und zu Hohenlohe. Dieses Adelshaus war in der deutschen Geschichte nicht unbedeutend. An den Höfen der deutschen Kaiser und Könige haben fast zu allen Zeiten einige Hohenlohes mitgemischt, von Friedrich II. von Hohenstaufen bis zu Friedrich dem Großen. 1806 verloren die Hohenlohes ihre Souveränität an Württemberg, seitdem wird die Landschaft im Nordosten Württembergs Hohenlohe genannt, obwohl der eigentliche Hohenlohekreis nur einen Teil dieses Gebietes umfasst.

Wer sich einen Hohenloher zum Feind machen will, braucht ihn nur als Schwaben zu bezeichnen... Der Hohenloher ist kein Schwabe, sondern zählt sich zu den Franken. Er ist eher verschlossen, wägt sein Gegenüber erst mal ab, um dann umso herzlicher aufzutreten, dazu kommt eine gehörige Portion Bauernschläue.

Er sollt mich hinden lekhen, das sagte ein berühmter Hohenloher  nämlich Götz von Berlichingen oder so wie wir es kennen: LMAA. Dieses Zitat wurde ursprünglich in der hohenlohischen Jagsttalgemeinde Krautheim gesprochen.

Die uralte Kulturlandschaft Hohenlohe-Frankens hat ihre Schönheit bis heute erhalten. Es fehlt nichts zum Bilderbuchpanorama: Wälder und Felder, Obststreuwiesen, Bächlein und Flüsse, kleine Dörfer, verwinkelte Städtchen, romantische Ruinen, stolze Burgen und wunderschöne Schlösser. Manche Straßen sind so schmal, dass keine zwei Autos aneinander vorbeipassen, in einigen Städtchen fühlt man sich, als könnte gleich Götz von Berlichingen um die Ecke geritten kommen.

Die Hohenloher können vielleicht etwas derb sein, aber sie feiern gern. Vor allem Hocketsen, das kommt von do hocket se, die Hohenloher nämlich, und trinken Verrenberger Riesling z. B., oder Michelbacher Schwobajörgle. Sie essen Bounzelich, Zwiwwelblootz, Käsfiesslich, Grombieresupp... Dazu spielt meistens die Stadtkapelle oder es singt der Gesangsverein, den es auch noch im kleinsten Dorf gibt. Und wenn sich Fremde dazusetzten wollen  gerne. Als heer miid! der Dialekt ist ganz eigen, nicht schwäbisch, nicht fränkisch, nicht einmal die Grammatik ist wirklich deutsch.

Für Familien mit Kindern ist Hohenlohe als Urlaubsland besonders gut geeignet. Ferien auf dem Bauernhof, Reiterferien, Kindertage in Wackershofen, Ted Moré und das Marionettentheater, dazu jede Menge Ruinen zum Entdecken, Seen und Bäche zum drin Plantschen...

Weinberglandschaft bei Heilbronn
Weinberglandschaft bei Heilbronn

Das Herz des württembergischen Weinbaus schlägt im Unterland: Auf rund 10.000 ha wächst Württemberger, mehr als die Hälfte davon reift im Stadt- und Landkreis Heilbronn. Die Stadt Heilbronn selbst zählt mit 500 ha Anbaufläche zu den wichtigsten Weinbaugemeinden im Lande.

Von der besonderen Weinkultur zeugen heute die oft aufwändig gebauten Wengerthäusle (teilweise alte Hütten und Materiallager der Weinbauarbeiter) mitten in den Rebhängen. Der 6 km lange Weinpanoramaweg mit vielen historischen Exponaten am Hang des Warbergs vermittelt einen Eindruck von der Vielfalt des Weinanbaus. Getrunken wird dabei der Wein in einer der typischen Weinstuben, der Besenwirtschaft. Nur ein Beispiel für die zahlreichen Veranstaltungen ist das jährlich in Heilbronn stattfindende Weindorf, das Hunderttausende in die Metropole der Region Franken zieht.

Schwäbisch-Hall ist die Kulturmetropole der Region Hohenlohe. Natur hat diese Stadt gewiegt  Kunst hat sie gebildet schrieb die Dichterin Ricarda Huch. Vom Fluss Kocher durchflossen, bietet die alte Salzsiederstadt mit ihrer herrlichen Altstadt, den überdachten Holzbrücken, einer Vielzahl von Treppen und Stäffele und nahezu unveränderten mittelalterlichen Gassen ein eindrucksvoll geschlossenes intaktes Stadtbild.

Videos zur Region


Tourist-Information

Hohenlohe + Schwäbisch Hall
Tourismus e.V.
Münzstraße 1
74523 Schwäbisch Hall
Telefon: 0791-755-74 44
Telefax: 0791-755-74 47

E-Mail: info@hs-tourismus.de
Homepage: www.hs-tourismus.de

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Kaisersbach
ohne Gewähr

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