Mecklenburgische Ostseeküste

Abends an der Ostseeküste
Abends an der Ostseeküste

Eine Fahrt von Ribnitz-Damgarten über die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und weiter entlang der vorpommerschen Ostseeküste über Stralsund, Rügen, Hiddensee, Greifswald, Anklam und die Insel Usedom führt bis hinunter ins Oderhaff nach Ueckermünde - und damit durch eine grandios abwechslungsreiche Kultur- und Naturlandschaft. An der 340 km langen Ostseeküste wechseln sich Seesandebenen, mit Dünen besetzte Strandwälle und Steilufer miteinander ab, wodurch gemeinsam mit den Buchten, Haffs und Bodden, den Stränden und Küstenwäldern ein abwechslungsreiches Landschaftsbild entsteht.

Die günstige Verbindung von Meeresluft und Klimareizen dieser Region hat heilende Wirkung für viele Krankheiten und einen wirksamen Erholungseffekt für alle, die Entspannung suchen. Aus diesem Grund hat bereits 1793 Franz I., Herzog von Mecklenburg, auf Anraten seines Arztes das erste deutsche Seebad in Heiligendamm gegründet. Von Boltenhagen bis nach Ahlbeck auf Usedom entstanden aus kleinen Fischerdörfern bis zum Anfang des 20. Jhs. 26 Ostseebäder. Die alten See- und Handelsstädte Rostock und Wismar bilden das kulturelle Zentrum dieser Region. Zwischen der Warnowmündung und der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst lädt die ca. 6.000 ha große Rostocker Heide mit ihren Mooren, Wäldern und Torfstichen zu langen Spaziergängen ein. 

Besonders auf den Inseln wechseln sich traumhaft breite Sandstrände mit steilen Felsenkliffs ab. Eine Besonderheit Vorpommerns sind die stark zerklüfteten und zerrissenen Uferlinien, die tief eingeschnitten kleinen und größeren Meeresbodden, die wegen ihrer langen flachen Ufer zum Baden einladen.

Zur Erklärung: "Bodden" (niederdeutsch: Meeresboden) ist an der Ostsee der gebräuchliche Name für vom offenen Meer durch Landzungen abgetrennte Küstengewässer. Der Begriff beschreibt somit große Lagunen, die nur über schmale Flutrinnen mit dem offenen Meer in Verbindung stehen. Die größten Bodden sind der Greifswalder Bodden, das Achterwasser und das Oderhaff.

Nirgendwo sonst liegen Steilufer und Flachküste, Strandseen, Landzungen, Dünen, Wälder, Moore, Salzwiesen und Schilfgürtel so dicht beieinander. Die Boddenlandschaft (Rastplatz der Kraniche) zwischen Rostock und Rügen zählt zu den letzten intakten Großlandschaften Europas. Der Übergangsbereich zwischen Land und Meer ist das reinste Vogelparadies: Kraniche, Seeschwalben, Möwen, Enten und Gänse finden hier wichtige Brut- und Rastgebiete. Im Frühjahr und im Herbst sind Hunderte von Enten, Gänsen, Möwen, Schwänen und Kranichen in riesigen Pulks über der Boddenlandschaft unterwegs.

Im Nationalpark "Vorpommersche Boddenlandschaft" gibt es große Flachwassergebiete, in denen Tiere wie Würmer und Muscheln ihr Zuhause haben. Sie dienen zahlreichen Zugvögeln als Nahrung, so auch den zweimal im Jahr hier rastenden ca. 60.000 Kranichen. In Senken, die das Moor beherrscht, wachsen Erlenwälder, die bevorzugte Laichgebiete für Amphibien sind. Eine weitere bedeutende Landschaftsform sind Röhrichtflächen, die sich aufgereiht die ganze Boddenküste entlang ziehen. An einigen Stellen wird das Röhricht von beweideten und ab und zu überfluteten Salzwiesen unterbrochen. Das meistens unzugängliche Röhricht dient als Lebensraum für sehr scheue Vogelarten wie den Rohrsänger und die Rohrweihe. Rotschenkel, Brachvogel, Kampfläufer (!). Andere Watvogelarten bevorzugen dagegen die bunten Salzwiesen als Rückzugsgebiete.

Hiddensee ist die größte Insel des Nationalparks und beherbergt mit der "Dünenheide" und den "Hutungen" - ein ertragarmes Weideland, meist Schafsweide - alte Kulturlandschaften von einmaliger Schönheit, die als Insekten- und Pflanzenparadies einer regelmäßigen Pflege bedürfen. Die Insel hat einen besonderen Reiz für Erholungssuchende und ist eine Insel für die ganze Jahreszeit. Neben den Stränden und stilvollen Fischerdörfern sind die reetgedeckten Häuser eine Visite wert.

Zum Küstenbild der Ostseeküste gehören auch die bizarren Kiefernwälder, die tagsüber beliebte Motive für Maler und Fotografen sind und bei Nacht und Mondlicht zu unheimlichen Gestalten werden. Ständig zerrt der Westwind mit voller Wucht an den Baumkronen, sodass diese "Windflüchter" genannten Bäume nur zur windabgewandten Seite wachsen. Die mehr als 1.000 km lange Boddenküste bis hinunter zum Stettiner Haff ist ein besonders geschütztes Terrain mit fünf Großschutzgebieten.

Wustrow, die Künstlerkolonie Ahrenshoop, Prerow mit seinen breiten Sandstränden, oder das Ostseebad Zingst - jeder Ort besitzt ein unvergleichliches Flair. Auf der nördlichsten Spitze der Halbinsel, dem Darßer Ort, befindet sich mit dem 35 m hohen Leuchtturm  das älteste noch in Betrieb befindliche Seezeichen in Mecklenburg-Vorpommern.

Zum Schluss etwas zur Geschichte: Die Schwedenzeit begann 1630 inmitten der Wirren des Dreißigjährigen Krieges und endete 1903 (!) mit der Rückgabe Wismars nach 100-jähriger Pfandschaft an Mecklenburg. Die "Schwedenstraße" ist eine etwa 700 km lange Route und verbindet Orte, die in der Geschichte auf unterschiedliche Art und Weise von den Schweden geprägt wurden. Ausgangspunkt war das große Interesse an dieser Zeit und um die Kontakte zwischen Schweden und Meck-Pom zu vertiefen.

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Tourist-Information

Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V.
Uferstraße 2
18211 Ostseebad Nienhagen
Telefon: 038203-77610
Telefax: 038203-776120

E-Mail: info@ostseeferien.de
Homepage: www.ostseeferien.de

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