Emsland

Emsland Kanal

Das weithin flache und von Mooren durchsetzte Emsland erstreckt sich zu beiden Seiten der mittleren Ems, die hier im wesentlichen parallel zur deutsch-niederländischen Grenze verläuft. Der Fluss entspringt in der Senne, fließt durch das Münsterland und anschließend durch das Norddeutsche Tiefland. Dollart und Außenems bilden den Mündungsbereich. Die Ems ist als Teilstück des Dortmund-Ems-Kanals ab Meppen schiffbar.

Bedeutende Unternehmen und Einrichtungen sind die Meyer-Werft - eine der größten und modernsten der Welt mit ca. 2.100 Beschäftigten, Nordlandpapier, die PKW-Teststrecke von Mercedes-Benz und die Transrapid-Versuchsstrecke. Nach dem II. Weltkrieg nutzte man verstärkt die Erdöl- und Erdgaslager, die seit 1942 hier erschlossen wurden.

Die Kreisstadt Meppen liegt an der Mündung der Hase in die Ems und am Dortmund-Ems-Kanal. Beachtung verdienen das Rathaus mit offener Vorhalle und Treppengiebel sowie die Propsteikirche, zu deren Ausstattung ein überlebensgroßer "Schmerzensmann" aus Bamberger Sandstein gehört.

In Groß Hesepe, 15 km südwestlich von Meppen, lädt das Moor-Museum zu einem Besuch ein. Es informiert über das Moor, die Geschichte, die Entstehung, die Zusammensetzung und Kultivierung. Auf einem Lehrpfad kann man die Pflanzen des Hochmoors kennen lernen.

Der Name "Fehn" wurde aus dem Holländischen übernommen und bedeutet Moor. Orte mit der Endung "fehn" deuten auf eine genau festgelegte Kultivierungsart hin, nach der die Moore seit dem 17. Jh. urbar gemacht wurden. Bei der Fehnkultur wurden zunächst schiffbare Kanäle, häufig auch noch Seitenkanäle (Wieken) angelegt. Die angrenzenden Moorflächen konnten dadurch teilentwässert werden. Die Siedler hatten den tiefer gelegenen sogenannten "Schwarztorf" gestochen bzw. ausgegraben, getrocknet und mit Segelschiffen namens "Muttschiff", "Tjalk" oder "Pogge" abtransportiert und als Brennmaterial verkauft. Auf dem Rückweg wurde aus dem Flusslauf Schlick mitgebracht.

Dieser konnte mit dem unter dem Torf gelegenen Mineralboden und den höher befindlichen "Weißtorf" vermischt und dadurch landwirtschaftlich genutzt werden. Beidseitig der Kanäle und Wieken entstanden nach und nach die typischen "Fehnsiedlungshäuser", die sich wie an einer Perlenkette aufgezogen, ausbreiteten.

Geblieben aus dieser Zeit sind viele Zeugen dieser Vergangenheit: Fehnkanäle, funktionstüchtige Schleusen, Klappbrücken und Windmühlen sowie romanische und gotische Backsteinkirchen.

In mehreren Museen, z. B. in Elisbethfehn, Geeste-Groß Hesepe, Westrhauderfehn oder auch in Papenburg kann der Urlauber die Moorkultivierung vor über 200 Jahren genauestens verfolgen.

Das Emssperrwerk sorgt für jede Menge Wasser unter dem Kiel... Heute ist die Überführung eines fertiggestellten Kreuzfahrtschiffes bis zur Nordsee ein Ereignis mit Volksfestcharakter. Tausende von Menschen versammeln sich in der Region, wenn die Ozeanriesen der Meyer-Werft in Papenburg auf der Ems scheinbar mühelos durch die Wiesen Richtung Emden pflügen.

Diese Fahrt wird nur durch ein gigantisches Bauwerk ermöglicht: Durch das Emssperrwerk kann der Wasserspiegel des Flusses um 2,70 m angehoben werden. Auf der anderen Seite dient das 2002 fertiggestellte Sperrwerk vor allem als Sturmflutschutz der Region.

Für einen Urlaub hoch zu Ross ist das Emsland äußerst attraktiv, denn ein neues Radwegenetz erschließt die gesamte Landschaft. Die neuen Emsland-Reitwege führen zu stillen Flussauen, über die weiten Heideflächen der Moore und durch die Wälder des Hümmlings. Es sind insgesamt sage und schreibe 1.100 km Reitwege. Unterwegs finden die Reiter immer wieder eine von insgesamt 110 Stationen, wo sie ihr Tier und sich selbst versorgen können. Sämtliche Reitwege verlaufen, soweit möglich, abseits der Rad- und Wanderwege.

Moor- und Heideflächen, hügelige Geestrücken, Wälder, Wiesen und natürlich viel Wasser: Das Emsland ist eine landschaftlich sehr abwechslungsreiche Region. Wer sie genauer kennenlernen will, macht das am besten auf einer kombinierten Rad-Kanu-Entdeckungsreise. 440 Wasser- bzw. Wander-Kilometer gibt es entlang der Flüsse Hase und Ems, dementsprechend groß und vielfältig ist die Auswahl der Routen. Urlauber können Touren entweder selbsttätig oder organisiert unternehmen. Vorteil einer geführten Tour ist der problemlose An- und Abtransport der Fahrräder bei einem Umstieg aufs Boot.

Nahe der deutschen Grenze liegt in der herrlichen Groninger Landschaft eine einzigartige Sehenswürdigkeit: Die Festung Bourtange. Die Geschichte dieser Festung reicht bis ins Jahr 1580 zurück. Prinz Wilhelm von Oranien gab den Auftrag zum Bau dieses Fünfecks nahe der deutschen Grenze. Hier war der Verbindungsweg zwischen Groningen und Meppen bzw. Westfalen. Ein Besuch vermittelt einen lebendigen Eindruck vergangener Tage. In diesem wunderschönen Dorf wird viel geboten: Ein Spaziergang auf dem Wall oder eine Kanufahrt im Kanal und man fühlt sich ins 18. Jh. versetzt. Es gibt sehr viele Gebäude wie die Kapitänswohnung, die Mühlenbastion und die protestantische Kirche aus dem Jahre 1607 - Mittelalter pur. Die Festung ist übrigens kostenlos zu besichtigen.

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Tourist-Information

Emsland Touristik GmbH
Ordeniederung 1
49716 Meppen
Telefon: 05931-442266
Telefax: 05931-443644

E-Mail: info@emsland.com
Homepage: www.emsland.com

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ohne Gewähr

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