Mittelrhein

Panorama Ausblick am Rhein
Panorama Ausblick am Rhein

Die geografische Bezeichnung Mittelrhein bezieht sich auf die klassische Rheinlandschaft zwischen Bingen und Bonn. Im Jahre 2002 wurde das Mittelrheintal zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Es verläuft fast auf ganzer Länge, bis Rolandseck und Rheinbreitbach auf dem Gebiet von Rheinland-Pfalz.

Das Rheintal zwischen Bingen und Koblenz ist ein enges Durchbruchstal, in dem der Rhein keine Möglichkeit zum Mäandrieren (wellenförmiges Schlängeln) hatte. Felsen gaben dem Strom ein enges Bett, kaum ein Weg hatte Platz zwischen dem Fluss und den steilen Hängen. Schon im Mittelalter erhielten deshalb die durch ihre Lage besonders exponiertesten Felsen mächtige Schutz- und Trutzburgen.

Das Mittelrheintal ist weithin berühmt für seine einzigartige Burgendichte. Von fast jedem Ort aus ist zumindest eine Burg zu sehen. Jede dieser Burgen ist auf ihre Weise einzigartig, auch wenn der Besucher meint, dass sie alle gleich aussehen. Meistens wurden sie im 12. und 13. Jh. errichtet. Einige wurden gleich wieder zerstört durch die Herren Raubritter, die sich dort breit machten. Im Hochmittelalter waren sie ein kulturelles und politisches Zentrum für Handel und Verkehr. Der Dreißigjährige Krieg und das Heer des Sonnenkönigs Ludwig XIV. im 17. Jh. sowie die Streiter der jeweiligen Revolutionsarmeen Ende des 18. Jhs. gaben fast allen mittelrheinischen Burgen den Rest, sie wurden verwüstet, gebrandschatzt. In der Folgezeit wurden die Ruinen von der Natur in Besitz genommen. Als im 19. Jh. die "Rheinromantik" ausbrach, Adlige und reiche Industrielle glaubten, die Ruinen wieder aufbauen zu müssen, errichteten sie Burgen und Schlösser im Stile der englischen Neuromantik. Heutzutage werden die meisten dieser Bauten als Hotels, Restaurants, Museen oder zu Wohn- und Tagungszwecken genutzt. Genau vier Ruinen von ehemals 28 im Mittelalter erbauten Burgen blieben auch Ruinen, unberührt...

Bingen ist das Tor zum Mittelrheintal. Hier fängt der "Romantische Rhein" mit seinen historischen Städtchen und Burgen, den Weinbergen und spektakulären Landschaftsbildern an. Herauszuheben wäre das alte Winzerstädtchen Lorch, welches schon 1274 einen eigenen Weinmarkt hatte.

Das malerische Städtchen Bacharach besitzt noch seine wehrhafte Ringmauer aus dem 14.-16. Jh. Die besterhaltene Stadtbefestigung am Mittelrhein wird überragt von der Ruine der Burg Stahleck. Das Dorf Kaab duckt sich innerhalb seiner gut erhaltenen Stadtmauer.

Die Burg Pfalzgrafenstein, die auf einem Felsen im Rhein vor Kaub von König Ludwig dem Bayern 1326 zur Sicherung des Rheinzolls errichtet wurde, ist eines der schönsten Fotomotive des Mittelrheins. Immerhin 16 von ursprünglich 21 Wehrtürmen der Ringmauer der Stadt Oberwesel sind erhalten geblieben. Das reizvolle Städtchen besitzt in der Frauenkirche ein Kleinod mit ihrer Ausstattung. Die riesige Schönburg oberhalb der Stadt ist das Paradebeispiel einer sogenannten Ganerbenburg mit ihren drei Bergfrieden und drei Wohnbereichen, was bedeutet, dass drei Zweige der Familie jeweils ihr eigenes Reich hatten. Nur die Burgkapelle wurde gemeinsam genutzt.

Der tückische Felsen der "Loreley" ragt 132 Meter hoch über dem Strom auf und verengt ihn auf nur noch 114 Meter Breite. Berühmt wurde der Felsen durch die Sage von der goldlockigen Jungfrau Loreley, die mit ihren Lockgesängen vorbeifahrende Schiffer ins Verderben stürzte. Die Ruine Rheinfels war einst die mächtigste Festung am Mittelrhein. Sie wurde 1797 von den Franzosen gebrochen, die die Trümmer zum Bau der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz verwendeten. Die einzig unzerstörte Höhenburg am Rhein, die Marksburg, thront in prächtiger Aussichtslage auf einem steil abfallenden Felskegel. Heute befindet sich ein Museum dort. An der Mündung der Mosel in den Rhein gründeten die Römer im Jahre 9 v. Chr. ihr "Castrum ad confluentes", Koblenz, zur Sicherung des Moselüberganges. Die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt sind das klassizistische Schloss, die romanische Kirche St. Castor, das "Deutsche Eck" an der Mündung der Mosel und die bis 1832 errichtete, mächtige Festungsanlage Ehrenbreitstein auf der gegenüberliegenden Rheinseite.

Naturlich kann der Urlauber viel wandern und auch Rad fahren, aber am schönsten ist es, diese einmalige Gegend mit dem Schiff langsam und bedächtig zu erkunden.

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Tourist-Information

Mittelrhein-Lahn Tourismus GmbH
Bahnhofplatz 7
56068 Koblenz
Telefon: 0261-3038834
Telefax: 0261-3038899

E-Mail: info@mittelrhein-lahn.de
Homepage: www.welterbe-mittelrheintal.de

 

 

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