Westsachsen

Robert-Schumann Denkmal in Zwickau
Robert-Schumann Denkmal in Zwickau

Zwickau, Geburtsort des Komponisten Robert Schumann (1810 bis 1856), liegt rund 40 km südwestlich von Chemnitz an der Mulde. Die Tuchmacherei, der Handel mit dem "Zwickischen Tuch" und vor allem die Beteiligung am erzgebirgischen Silberbergbau begründeten Zwickaus Ansehen und Wohlstand, der im 20. Jahrhundert durch den Automobilbau (Horch, Auto-Union und später Trabant) gemehrt wurde. Zwickau gilt als das "Tor zum westlichen Erzgebirge", beginnt hier doch die Sächsische Silberstraße. Das 1118 erstmals urkundlich erwähnte Zwickau hatte sich bereits um 1200 als Fernhandelstützpunkt an der Handelsstraße Altenburg-Prag eine herausragende Position erworben. Tuchfertigung und Schmiedehandwerk, dazu Gewinnanteile aus dem erzgebirgischen Bergbau führten dann im 15./16. Jh. zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte. Zwickau war zu dieser Zeit die größte Stadt Kursachsen. Wachsende Bedeutung erlangte die Stadt durch den Aufschwung des Steinkohlebergbaus im 19. Jh. und durch das Entstehen zahlreicher Industriebetriebe.

Durch die Vielgestaltigkeit der Landschaft bieten sich im Landkreis Zwickauer Land interessante Erholungsmöglichkeiten. Wasser, Wald, Sport, Kunst, Kultur und Historie erlauben allen Gästen nahezu unbegrenzte Betätigungsmöglichkeiten. Wer auf den Spuren von Goethe und Schiller wandeln möchte, erreicht in kurzer Zeit auch Weimar. 350 km ausgeschilderte Wander-, Rad- sowie Reitwege runden das Bild ab. Das Rennen auf dem Sachsenring sind im Nachbarlandkreis Chemnitzer Land problemlos zu erreichen.

Im Rahmen der Verbesserung des Rad- und Wanderwegenetzausbaus sind insbesondere der Ausbau der vielen Ökostraßen im Landkreis nennenswert, so z. B. Langenbernsdorf und Langenweißbach mit seinen Ortsteilen, die großen Kreisstädte Werdau und Crimmitschau, die Stadt Wildenfels aber auch Neukirchen. Ein Schwerpunkt war dabei der Ausbau des Muldental-Radwanderweges im Gebiet. Für das Wanderwegenetz wurde mit der neuen Beschilderung im gesamten Werdauer Wald eine gute Orientierung für die Erholungssuchenden geschaffen. Der Ausbau des Flößergrabens als Lehrpfad im gleichen Waldgebiet ist ebenfalls eine touristische Sehenswürdigkeit. Reitwege wurden im Werdauer Wald, im Schönfels-Ebersbrunner Wald und im Dänkritz-Oberrothenbacher (Harth) Wald in Ortmannsdorf, Hartenstein und Zschocken angelegt.

Die Stadt Hartenstein besitzt den Status Erholungsort und die Stadt Crimmitschau profiliert sich im Rahmen des Städtetourismus. Museen wie Agrar- und Freilichtmuseum Schloss Blankenhain, Burg Schönfels, Burg Stein, Stadt- und Dampfmaschinenmuseum Werdau wurden neu konzipiert und entsprechende Ausstellungen organisiert.

Da die Textilindustrie stark entwickelt war, existiert in Crimmitschau ein Industriemuseum zur Textilindustrie. Für kulturelle Veranstaltungen stehen ein Theater und mehrere Mehrzweckeinrichtungen zur Verfügung. Tradition und Bräuche werden gepflegt. Traditionelle Veranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Gästen, so besonders der westsächsische Töpfermarkt in Crimmitschau, der Radlersonntag im Mülsengrund, dann das längste Straßenfest Sachsens, das IFA-Oldtimer-Treffen in Werdau, das Burgspektakel auf der Burg Schönfels/Lichtentanne, das Rosenfest in Wildenfels, das Tierparkfest in Hirschfeld, das Dahlienfest in Fraureuth, das Erntedankfest in Blankenhain und die Straßenfeste in den Städten.

Eine Stätte der Erholung und der sportlichen Betätigung ist der Sahnpark in Crimmitschau. Der Park ist mit 40 ha die größte und älteste Parkanlage der Stadt. Hier vermischen sich Leipziger Auenwälder mit Bergwäldern des unteren Erzgebirges und des Vogtlandes. Am Ende des Parks kann der Besucher einen Abstecher in das westsächsische Textilmuseum Crimmitschau machen und sich in die Kunst der textilen Verarbeitung einweihen lassen.

Im Sächsischen Burgen- und Heideland gibt es sämtliche Arten von Befestigungsanlagen, die sich wie eine Perlenschnur an der Mulde entlang ziehen und zu den eindrucksvollsten Europas gehören. Der Besuch beschert eine Kompaktlektion in mittelalterlicher Geschichte, zumal etwa 35 der 140 Burgen, Schlösser und Rittergüter begehbar sind.

Zwei Beispiele: Burg Kriebstein, die besterhaltenste gotische Burganlage Sachsens, eine Ritterburg aus dem 13. Jahrhundert, die topp restaurierte Burg, die wie eine Primadonna auf einem Bergsporn sitzt und mit ihrer wohl gegliederten baulichen Geschlossenheit, mit geheimnisvollen Gängen, kantigen Türmen, luftigen Erkern und bunten Kemenaten der Prototyp des Märchenritterwohnsitzes ist.

Schloss Colditz wurde dagegen als "Colditz Castle" international bekannt, denn ab 1939 diente es als Kriegsgefangenenlager für alliierte Air-Force-Piloten und Offiziere. Bücher und die Verfilmung der "Colditz Story" berichteten nach dem Krieg von abenteuerlichen Fluchtversuchen der Einsitzenden, von denen viele glückten.

So buddelten Franzosen einen 45 Meter langen Tunnel, der heute teilweise freigelegt wurde. Briten seilten sich über Mauern ab oder verschwanden durch Luftschächte, Holländer verkleideten sich als Frauen, um zu entkommen. Obwohl das Schloss in beklagenswertem baulichem Zustand ist, dürfte Colditz, im Volksmund ob der seiner idyllischen Lage als "Klein-Venedig" bezeichnet, einer der Reisehöhepunkte sein.

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Tourist-Information

Kultur, Tourismus und Messebetriebe Zwickau GmbH (Kultour Z.)
Bergmannsstraße 1
08056 Zwickau
Telefon: 0375-2713110
Telefax: 0375-2713120

E-Mail: post@kultour-z.de
Homepage: www.zwickautourist.de

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