Basilikata – der ursprüngliche Rist des italienischen Stiefels

Die Basilikata, eine der natürlichsten Regionen Italiens, liegt im Süden des Landes. Sie wird vom Stiefelabsatz Apulien, von der Stiefelspitze Kalabrien und im Südwesten von Kampanien begrenzt. Sie ist in die beiden Provinzen Matera und Potenza gegliedert, verteilt sich auf einer Fläche von 9.994 Quadratkilometern und verfügt über 571.000 Einwohner. Die Hauptstadt des Landes ist das im Hinterland gelegene Potenza in der gleichnamigen Provinz, mit seinen etwa 68.000 Einwohnern. Rund 47 % der Landesfläche ist von Bergland und Schluchten durchzogen und nahezu noch einmal so viel ist sanfthügeliges Terrain. Die Basilikata war bereits in der Steinzeit besiedelt, was viele Funde und Zeugnisse belegen. Sie ist dünn besiedelt und nennt sich bis heute oft „Lukanien“, da im fünften Jahrhundert v. Chr. das Volk der Lukaner dort siedelte, bevor es aus unerfindlichen Gründen verschwand. Da sich die Basilikata lange Zeit der Moderne und dem Straßenbau wiedersetzte, ist es dort bis heute recht ursprünglich. Der Tourismus begann hier an einigen Orten erst vor ein paar Jahren.

Wo in der Basilikata die Meereswogen an den Strand spülen

Zwischen dem Stiefelabsatz und der Stiefelspitze gibt es in der Provinz einen kleinen Abschnitt, der sich an der tyrrhenischen und ionischen Küste entlang zieht. Der Meeranstoß an die tyrrhenische Küste ist 30 Kilometer lang, hier befinden sich die schönsten Strände der Region mit kleinen Sand- und Felsenbuchten. Am 40 Kilometer langen Küstenabschnitt des Ionischen Meeres liegen die vielbesuchten Strände Marina di Pisticci, Policoro, Metaponto und Scanzano Jonico. 

Anreise in die Basilikata

Von Deutschland aus fahren die Basilikata-Besucher durch das wunderschöne Italien auf rund 1.800 Kilometern. Die Anfahrt erfolgt über die A14 bis nach Taranto in Apulien oder über die A3 ins malerische, mittelalterliche Städtchen Lauria in der Provinz Potenza. Von dort führen diverse Straßen ins Landesinnere der Basilikata, die zum Teil autobahnähnlich ausgebaut sind. Von Mailand aus bestehen tägliche Verbindungen mit der Bahn nach Potenza, Matera und Policoro. Einen eigenen Flughafen besitzt die Basilikata nicht. Über die benachbarten Flughäfen Neapel, Lamezia Terme und Bari ist auszuweichen. Von dort aus nehmen die Besucher der Basilikata am besten einen Mietwagen. Die Straßenverhältnisse sind in der Regel gut, in den Bergregionen geht es ein wenig holpriger zu. 

Sehenswertes in der Basilikata

Die Höhlenwohnungen „Sassi di Matera“ in Matera
Die Höhlenwohnungen „Sassi di Matera“ in Matera

Die Wohnhöhlen von Matera sind aus Tuffstein gebaut und sehr eindrucksvoll anzusehen. Diese Höhlenwohnungen „Sassi di Matera“ genannt, zählen sowohl zum Weltkulturerbe der UNESCO als auch zu den ältesten, menschlichen Siedlungen Italiens. Die in Kalkstein geschlagenen Häuser waren bereits um 7.000 v. Chr. bewohnt. In Matera sollten die Besucher das mächtige Castello Tramontana besuchen, das außerhalb der Stadtmauern hoch über der Altstadt thront. In Metaponto stehen Säulenreste eines Hera-Tempels, der zu einer griechischen Siedlung gehörte. Es befinden sich weitere archäologische Stätten aus römischer und griechischer Zeit in dieser Region. Entlang der Superstrada von Policoro nach Lauria ziehen sich eindrücklich die Lucanischen Dolomiten entlang. Hier liegt die im achten Jahrhundert v.Chr. gegründete Ortschaft Pietrapertosa über deren Dächern sich beeindruckend „gelöcherte Steinformationen“ erheben, was der Ortsname übersetzt bedeutet. Das Fahren auf den hochgelegenen Passstraßen bietet spektakuläre Ausblicke nach allen Seiten und zeigt eindrücklich die naturbelassene Schönheit der Region. Zwischen Pietrapertosa und Castelmezzo verkehrt die Seilbahn „Il Volo dell`Angelo“. Es handelt sich um ein 1,4 Kilometer langes Stahlkabel, an das sich abenteuerlustige Menschen, die den besonderen Nervenkitzel suchen, anhängen lassen. Hoch über der Erde pendeln sie an diesem Seil sicher vertaut von Ortschaft zu Ortschaft und genießen die spektakulären Ausblicke aus der Vogelperspektive. Der Stauferkaiser Friedrich II. ließ das Kastell Lagopesole errichten. Der Pollino-Nationalpark erstreckt sich über die Regionen Basilika und Kalabrien auf einer Fläche von 192.500 Hektar.  Der Nationalpark verfügt über zahlreiche idyllische Orte, Burgen und weitere Sehenswürdigkeiten, die am besten mit einem Auto oder Motorrad zu erreichen sind.  Die trutzige, mittelalterliche Festung Castello di Melfi ist ebenso eindrucksvoll wie die Orte Rivello, Ferrandina und Matera. Ein typisches Bergdorf, das durch zahlreiche Erdrutsche verlassen ist und einer Geisterstadt gleicht, ist das beeindruckende Craco. Es dient heutzutage oftmals als Schauplatz der italienischen Filmindustrie. Maratea mit der weithin sichtbaren, weißen Christusstatue aus Cararra-Marmor ist einen Abstecher wert. Die Statue ist 21 Meter hoch und ihre ausgebreiteten Arme haben eine Spannweite von 19 Metern. Sie schlägt mit einem Gewicht von 400 Tonnen zu Buche.

Beliebte Freizeitaktivitäten

In der Basilikata ist das Wandern und Mountainbiken ebenso beliebt, wie das Baden an den Küstenstreifen und das Skifahren in einem kleinen Skigebiet bei Lauria. Die Strände sind sauber, gepflegt und bewacht. Es ist möglich, sich Jetskis und Boote auszuleihen. Beachvolleyball und Wassergymnastik ist an den Strandabschnitten kostenlos im Angebot. Wegen der warmen Temperaturen im Sommer sind ausgedehnte Wandertouren in die Berge eher im Frühjahr und Herbst zu empfehlen. Es sind zahlreiche Trinkwasserbrunnen vorhanden, dennoch ist es ratsam genügend Wasser bei sich zu tragen. Ebenso ist festes Schuhwerk in den bergigen Regionen der Basilikata angesagt. In den Dörfern halten die Einheimischen mehrmals pro Woche Märkte ab, die sogenannten „Fiere“. Hier verkaufen sie Nahrungsmittel, Kleidung und Souvenirs aller Art. 

Die Küche der Basilikata

Sie besteht vorwiegend aus natürlichen Zutaten des eigenen Anbaus, Fast-Food und Fertiggerichte gibt es kaum. Von Hand hergestellte Nudeln wie Frizulli und Roscadelle sind ebenso beliebt wie gegrilltes Lamm „Crapetone“ und Salami „Salsice arosti“. Zu den meisten Speisen gibt es fruchtige oder scharfe Tomatensoßen in unzähligen Variationen. Rund um den erloschenen Vulkan Monte Vulture bauen die Einheimischen den erstklassigen Rotwein „Aglianico del Vulture“ an.

Über das Leben in der Basilikata

Die Basilicata ist eine ursprünglich gebliebene und sichere Region. Das Nachtleben pulsiert vor allem an den Strandpromenaden der Meeresabschnitte, im Hinterland sind kleine Diskotheken zu finden. In den Küstenorten gibt es riesige Shopping Malls, in denen sich zahlreiche Geschäfte mit breit gefächertem Angebot und gourmetreiche Restaurants befinden. Vielerorts erklären die Bewohner ihre Ortschaften am Abend kurzerhand zu Fußgängerzonen und plaudern vor ihren Häusern und in den Bars sitzend bis spät in die Nacht. Dazu ertönt aus allen Äthern Musik und nicht selten tanzen die Einheimischen dazu auf den Straßen. Diese urige Gemütlichkeit genießt einen besonderen Kultstatus, dem sich die Touristen gerne anschließen dürfen.  

Das Klima der Basilikata

Insbesondere während der Mittagszeit ist es im Hochsommer sehr warm. Jetzt halten die  Einheimischen Siesta oder verbringen die Zeit bei einer erfrischenden Zitronenlimonade in ihren kühlen, begrünten Innenhöfen. Die Winter sind von den Temperaturen her ähnlich kühl wie in deutschen Landen, Schneefälle sind keine Seltenheit. In den bergigen Regionen ist es oftmals kälter als im Tal. 

Videos zur Region


Tourist-Information

Fremdenverkehrsamt der Region Basilicata
VIA ANZIO,44
IT-85100 Potenza
Telefon: (+39) - 97144-8647
Telefax: (+39) - 97144-8630

E-Mail: lisantor@regione.basilicata.it
Homepage: www.regione.basilicata.it

Webcams aus der Region

Sassi di Matera
ohne Gewähr

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