Molise garantiert Kultur, Bade- und Wandervergnügen pur!

Diese zweitkleinste, italienische Region liegt direkt oberhalb des Stiefelsporns und hat im Osten Anteil an der Adriaküste. Auf einer Fläche von 4.438 Quadratkilometern leben rund 311.000 Menschen. Die Hauptstadt von Molise ist Campobasso mit seinen rund 50.000 Einwohnern. Das Land besteht aus den beiden Provinzen Isernia und Campobasso und gilt erst seit dem Jahre 1963 als eigenständige Region. Zuvor gehörte Molise zu den Abruzzen. Es handelt sich um die unbekannteste Region Italiens, deshalb sind die Strände sehr sauber und nie überfüllt, ein echter Geheimtipp! Von der Adria bis nach Campobasso im Landesinneren schließt sich ein sanftes Hügelland an, das immer weiter ansteigt und im Neapolitanischen Apennin mündet. Molise besteht vorwiegend aus Berg- und Hügelland, welches sich bis zur Meeresküste hin erstreckt. Die Moliser Amtssprache ist italienisch, es gibt jedoch auch albanische und kroatische Minderheiten in Molise, die ihre eigenen Dialekte sprechen. 

Die top Sehenswürdigkeiten der „schönen Unbekannten“

In Campobasso, der Regionshauptstadt von Molise, gibt es viel Sehenswertes. Sie liegt inmitten des Gebirgszuges Apennin auf einer Höhenlage von 780 Metern. Gegründet von den Langobarden im achten Jahrhundert, erstreckt sie sich am Fuße des Burgberges. Sehenswert sind der Glockenturm S. Bartolomeo, die Palazzi Municipale und del Centro Murattiano, das Stadtzentrum und die Grünanlage Parco di Villa de Capoa. Auf der Piazza Preffetura lässt es sich herrlich bummeln, schlendern und in zahlreichen Cafés und Restaurants verweilen. Das mächtige und hoch aufragende Castello Monforte aus grauem Granitstein erbaut, dominiert trutzig die historische Altstadt.

Campobasso, die Regionshauptstadt von Molise
Campobasso, die Regionshauptstadt von Molise

Die Langobarden errichteten im zehnten Jahrhundert im Ort Venafro das Castello Pandone, welches bis heute majestätisch über der Altstadt thront. Venafro liegt im Tal des Volturno und rund 20 Kilometer südwestlich von der Provinzhauptstadt Isernia entfernt. Das Innere des Renaissance-Schlosses Pandone zieren ungewöhnliche Motive von 26 lebensgroßen Pferden. Weiterhin ist das Museo Nazionale del Molise in den Räumlichkeiten des Castello untergebracht.

Rund zehn Kilometer von Isernia entfernt liegt die kleine Gemeinde Castelpetroso, die seit 1888 über eine monumentale Kirche verfügt. Sie wurde deshalb errichtet, weil sich an der Stelle des heutigen Kirchenbaus zahlreiche Wunderheilungen abgespielt haben sollen. Das Santuario dell´Addolorata weist viele gezackte Spitzen, Giebel und Türmchen in seiner herrlichen Fassade auf. Es besitzt zwei schlanke, hohe Kirchtürme und eine große, runde Domkuppel.

In der Gemeinde Castel San Vincenzo steht eines der schönsten Klöster der Region Molise. Errichtet in der Mitte des fünften Jahrhunderts und nahe dem Fluss Volturno  beheimatet das Kloster heutzutage einen amerikanischen Benediktinerinnen Orden aus Connecticut. Rund um das Castel San Vincenzo verstreut befinden sich diverse Ruinen von Vorgängerbauten des Klosters. Das ganze Areal ist im Laufe der Zeit zu einer gigantischen, archäologischen Ausgrabungs- und Ruinenstätte avanciert.

Der bekannteste Badeort an der adriatischen Küste ist Termoli mit rund 34.000 Einwohnern. Auf einer ins Meer hineinragenden Landzunge liegt die Altstadt „Borgo Vecchio“, über der das mächtige Stauferkastell „Castello Svevo“ aus dem 13. Jahrhundert thront. Es besitzt einen hohen, quadratischen Turm mit geböschtem Vorbau und außergewöhnlichen Rondellen in Miniaturform. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit im Altstadtviertel ist der romanische Dom mit seinen vielen Rundbögen, Säulen, Figuren und einer bis ins sechsten Jahrhundert zurückreichenden Geschichte. Das Innere der Kathedrale ist eher schlicht und besticht durch seine klaren Linien, klassisch und faszinierend zugleich.

Isernia nennt sich die Hauptstadt der Provinz mit demselben Namen und sie besitzt rund 22.000 Einwohner. Isernia ist ein Bischofssitz und die drittgrößte Stadt von Molise. Überregional bekannt ist Isernia für seine kunsthandwerklichen Spitzenarbeiten. Sehenswert ist der aus romanischen und römischen Steinresten erbaute Brunnen „Fontana Fraterna“ in seiner außergewöhnlichen Bauweise unterstützt von Arkadengängen. Sechs Wasserfontänen befinden sich rings um den Brunnen und heben seine Attraktivität hervor. Bereits im Jahre 1835 unterzogen die Einheimischen den Brunnen einer Generalsanierung.  

Die Kleingemeinde Pietrabbondante liegt rund 21 Kilometer in nordöstlicher Richtung von Isernia entfernt. Sie besticht durch ihre Überreste einer Kultstätte der Samniten aus dem zweiten Jahrhundert v.Chr. Dieses antike Theater, von dem heute noch weitläufige und gut erhaltene Ruinenreste zu sehen sind, galt einst als Versammlungsort der Samniten, die aus allen Landesteilen dorthin strömten. Die Theaterränge mitsamt Auditorium boten in jener Zeit bis zu 2.500 Menschen Platz. Pietrabbondante wurde zu keiner Zeit von den Römern urbanisiert, weshalb bis heute diverse Zeugnisse dieses vernichteten Volkes zu bestaunen sind. 

Zauberhafte Naturspektakel der Region Molise

Die Organisation World Wildlife, kurz WWF genannt, eröffnete im Jahre 1997 ein 3.135 Hektar großes Naturreservat rund um das prachtvolle Naturgebiet Guradiaregia-Compochiaro. Dieses Naturreservat soll die natürliche Vielfalt von Flora und Fauna dieser Region schützen und erhalten. Hier leben unzählige Steinbockarten, Wölfe wurden erneut heimisch und vor allem der Brillensalamander gilt als Wahrzeichen des Reservates. Hier ist das Wandern auf dem ausgeschilderten Wanderweg „San Nicola“ zu empfehlen. Dieser aussichtsreiche Wanderpfad führt in rund eineinhalb Stunden durch Berg und Tal. Vorbei an Klippen und Schluchten und begleitet von Greifvögeln, die majestätisch ihre Kreise über den Köpfen der Wanderer ziehen.

Wanderfreunde genießen ebenso den wunderschönen Parco delle Morge Cenozoiche, der sich bereits vor 66 Millionen Jahren durch das Auffalten der Alpen bildete. In jener Zeit entstanden diese gewaltigen Gesteins- und Bergformationen, die inmitten des sanften Hügellandes mächtig emporragen. Dieses Naturphänomen ist beispielsweise beim geführten Wandern ein besonderes Highlight, da die Führer währenddessen Spannendes über die Entstehungsgeschichte berichten. Es sind Kultstätten und Höhlensiedlungen zu besichtigen, die zum Einen als Schutz und zum Anderen als spiritueller Rückzugsort dienten. Neben dem Wandern sind Klettern, Biken oder Trekking angesagte Sportarten.  

Ein Ortsteil von San Massimo in der Provinz Campobasso gelegen, nennt sich Campitello Matese. Dieser Teilort hat Anteil an einem 1.450 Meter hoch gelegenen Skiresort, welches  mehrmals ein Etappenziel der bekannten „Giro d´Italia“ darstellte. Skiabfahrten sowie Snowboarden sind hier zu Trendsportarten avanciert. Während der Sommermonate sollten die Besucher im Apennin traumhaft schöne Kletter- und Wandertouren unternehmen.

Videos zur Region

Die Moliser Spezialitätenküche

In Molise gibt es eine besondere Nudelspezialität, die außerhalb der Region selten zu finden ist. Diese Pastasorte nennt sich „Cavatelli“ und es handelt sich um Nudelwürfel, die im Inneren eine Vertiefung besitzen. Darin sammelt sich die Soße, die man zu den Nudelgerichten reicht, was den Cavatellis einen herzhaften Geschmack verleiht. Eine weitere Pastaspezialität sind die „Crejuoli“ in Form von Makkaronis und die rautenförmig geformten „Taccozze“ Nudeln. 


Tourist-Information

Molise Region
Via Genova 11
IT-86100 Campobasso
Telefon: (+39) - 0874-4291

E-Mail: regionemolise@cert.regione.molise.it
Homepage: www3.regione.molise.it

 

Weitere Informationen: 
Molise Turismo
E-Mail: info@moliseturismo.net
Homepage: www.moliseturismo.net

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