Oma Karlas TippsDie kleinen Kräuterwürfel

Am späten Nachmittag lag ein feiner Duft in der Luft – nach Schnittlauch, Petersilie und Basilikum.

Bäuerin Christa stand in der Küche des Bauernhofs zum Glück, rührte in einem Topf Tomatensoße und summte leise.

Lena und Lukas saßen am Tisch und zupften die letzten Blätter vom Basilikum.

„Oh je, so viele Kräuter bleiben übrig“, sagte Lena, als sie auf das kleine Häufchen schaute.

„Ja“, seufzte Christa, „die werden morgen bestimmt welk. Was machen wir nur damit?“

Da kam Oma Karla durch die Tür, den Korb voller Äpfel, den Hut leicht schief. „Hab ich da was von ‚wegwerfen‘ gehört?“ fragte sie mit gespieltem Entsetzen.

„Ach nein, Oma“, rief Lena schnell, „aber die Kräuter sind zu schade!“

„Eben drum“, lächelte Oma Karla und stellte ihren Korb ab. „Wisst ihr was? Ich verrate euch einen Trick, den ich in einem Hotel gelernt habe, wo ich früher gearbeitet habe.“

Sie nahm eine Eiswürfelform, hackte die restlichen Kräuter fein und füllte sie in die kleinen Fächer.

„Jetzt kommt ein bisschen Wasser drauf – oder Olivenöl, wenn man’s mag“, erklärte sie.

Dann stellte sie die Form in das Gefrierfach. „Und morgen haben wir kleine grüne Zauberwürfel – voller Sommer!“

Lukas lachte. „Zauberwürfel, die nach Petersilie schmecken?“

„Ganz genau“, sagte Oma Karla. „Die machen jede Soße glücklich.“

Am nächsten Tag, als Bauer Hans seine Suppe probierte, lächelte er und fragte:

„Was schmeckt denn da so frisch?“

„Omas Kräuterwürfel“, antwortete Christa stolz.

„Na also“, sagte Hans, „auf diesem Hof geht nichts verloren – nicht mal der Geschmack.“

Tipp für Bäuerin Christa

Übriggebliebene Kräuter müssen nicht weggeworfen werden.

Einfach klein hacken und in eine Eiswürfelform füllen.

Dann mit Wasser oder Olivenöl übergießen und einfrieren.

So hat man beim Kochen einzeln entnehmbare Kräuterwürfel, die jedem Gericht den letzten Pfiff verleihen.

Und wie Oma Karla immer sagt: „Wer nichts verschwendet, hat immer Geschmack im Haus.“