Steckbrief
Lateinischer Name: Ovis ammon f. aries
Tierart: Pflanzenfressendes Säugetier
Name des Geschlechts: Bock oder Widder (männlich), Mutterschaf oder Aue (weiblich)
Name des Jungtieres: Lamm
Größe: Schulterhöhe 50 bis 60 cm, Körperlänge ca. 150 cm
Gewicht: zwischen 45 kg und 60 kg
Alter: bis 15 Jahre
Aussehen: weißes oder silber- bis dunkelgraues, langes grobwolliges Fell, meist Hornträger, harte Klauen
Nahrung: Gras, Heidekräuter, Wollgras – in der Winterstall-Offenhaltung auch Heu und Stroh
Geschlechtsreife: zwischen dem 7. und dem 12. Lebensmonat
Paarungszeit: Herbst
Abstammung
Körpermerkmale
Kommunikation
Nachwuchs
Ernährung
Häufige Fragen (FAQs)
Ist die Heidschnucke ein Schaf?
Ja, die Heidschnucke ist ein Schaf. Genauer gesagt gehört sie zu den Grobwollschafen und zu den Nordischen Kurzschwanzschafen. Sie ist also keine Ziege und auch kein Mufflon, sondern eine eigene alte Schafrasse. Typisch sind das zottelige Fell, die harten Klauen und die Hörner.
Warum heißen Heidschnucken so?
Der Name passt zu ihrem Lebensraum und ihrer Art zu fressen. Heidschnucken leben besonders bekannt in der Lüneburger Heide und knabbern dort Heidekraut, Gräser, junge Triebe und Zweige. Das alte Wort „Schnucke“ hängt mit Naschen oder Knabbern zusammen. Man kann sich den Namen also gut merken: Heidschnucken sind die knabbernden Schafe der Heide.
Was ist der Unterschied zwischen Schaf und Heidschnucke?
ine Heidschnucke ist ein Schaf, aber nicht jedes Schaf ist eine Heidschnucke. Sie ist robuster, genügsamer und stärker an karge Landschaften angepasst als viele andere Schafrassen. Ihr Fell ist grob und zottelig, die Beine und der Kopf sind dunkel, und viele Tiere tragen Hörner. In der Heide helfen sie, junge Bäume kleinzuhalten und die Landschaft offen zu halten.
Was frisst eine Heidschnucke?
Heidschnucken fressen Gras, Heidekraut, Wollgras, junge Triebe, Zweige, Eicheln und Bucheckern. Sie sind Wiederkäuer und kommen auch mit mageren Flächen gut zurecht. Im Winter bekommen sie bei Bedarf Heu und Stroh dazu. Wichtig sind außerdem frisches Wasser und Salzlecksteine.
Wann werden Heidschnucken geschoren?
Heidschnucken werden einmal im Jahr geschoren, meistens im Sommer. Dann ist es warm genug, und die Tiere brauchen ihr dickes Wollkleid nicht mehr so stark. Ihre grobe Wolle wird zum Beispiel für Teppiche, Decken oder Kleidung verwendet. Unter dem zotteligen Fell liegt feines Unterhaar, das sie gut schützt.
Wie werden die Kinder der Heidschnucke genannt?
Die Kinder der Heidschnucke heißen Lämmer. Sie kommen meist im April zur Welt, oft ein oder zwei Jungtiere auf einmal. Nach der Geburt versuchen sie schnell aufzustehen und Milch bei der Mutter zu trinken. Junge Heidschnucken haben anfangs schwarzes, gelocktes Fell, das sich im ersten Lebensjahr verändert.
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