Aktualisiert am 4. Mai 2026 von Bauernhofurlaub.de
Manchmal beginnt ein guter Arbeitstag nicht am Schreibtisch, sondern draußen, mit einem Spaten in der Hand. Und manchmal merkt man schon nach den ersten Minuten: Heute wird niemand mit sauberen Schuhen nach Hause gehen.
In der vergangenen Woche haben wir bei Bauernhofurlaub.de gemeinsam Apfelbäume gepflanzt. Mit dabei war das ganze Team, begleitet von Stefanie und Stefan Boos, die Bauernhofurlaub.de als Geschäftsführer führen und selbst Landwirte sind. Aus einer Idee wurde ein Tag mit viel Erde, frischer Luft und ziemlich vielen Händen, die wussten, was zu tun war: Bäume ausrichten, Erde schaufeln, Pfähle setzen, angießen, noch einmal nachjustieren, kurz lachen, weitermachen. Am Ende standen 17 junge Apfelbäume dort, wo vorher freie Fläche war. Noch klein, noch empfindlich, aber gut versorgt und bereit, anzuwachsen.
© Bauernhofurlaub.deWas beim Pflanzen eigentlich beginnt
Einen Baum zu pflanzen klingt erst einmal nach einer einfachen Sache: Loch graben, Baum einsetzen, Erde zurück, Wasser dazu. Wer aber selbst einmal mit beiden Händen in der Erde gearbeitet hat, merkt schnell, dass es ganz so nebenbei nicht passiert. Ein junger Baum braucht den richtigen Platz. Er muss gerade stehen, aber nicht steif. Die Erde darf nicht zu locker und nicht zu fest sein. Am Anfang ist Wasser besonders wichtig. Danach beginnt der Teil, bei dem niemand hetzen kann.
Man kann vorbereiten. Man kann pflegen. Wachsen muss der Baum selbst.
Dieser Gedanke passt gut zu dem, was uns als Team beschäftigt. Viele Dinge, die bleiben sollen, entstehen nicht sofort. Vertrauen wächst langsam. Zusammenarbeit wird mit der Zeit leichter. Gute Beziehungen zu Gastgebern, Partnerhöfen und Gästen brauchen Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit und Geduld.
© Bauernhofurlaub.deUnsere Pflanzaktion: 17 Apfelbäume, ein Team und viel Wasser
Bei unserer Pflanzaktion ging es um Teamarbeit, aber ohne Flipchart und Gruppenübung. Einer hält den Baum, zwei schaufeln Erde, jemand prüft, ob alles gerade steht, andere holen Wasser oder Werkzeug. Zwischendurch wird gelacht, korrigiert, weitergemacht.
Für die erste große Wasserrunde kam besondere Unterstützung dazu: Das Gießfahrzeug der Feuerwehr half dabei, die jungen Bäume ordentlich zu versorgen. Ein schöner Moment, weil auf einmal klar war: Diese kleinen Bäume bekommen heute wirklich alles, was sie für den Start brauchen.
Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat außerdem eine eigene Baumpatenschaft übernommen. Dadurch bleibt die Aktion nicht bei einem schönen gemeinsamen Tag stehen. Die Bäume werden uns weiter begleiten. Man wird sehen, welcher Baum zuerst kräftiger austreibt, welcher mehr Pflege braucht und wann die ersten eigenen Äpfel daran hängen. Aus „wir haben Bäume gepflanzt“ wird dann etwas Persönlicheres: „Das ist mein Baum, um den ich mich kümmere.“
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© Bauernhofurlaub.deWarum gerade ein Apfelbaum?
Der Apfelbaum ist für uns kein zufälliges Bild. Er gehört zu vielen Höfen, Gärten und ländlichen Landschaften. Er ist vertraut, bodenständig und nützlich. Im Frühjahr trägt er Blüten, später Früchte, dazwischen spendet er Schatten und bietet Lebensraum für Insekten und Vögel. Er erinnert daran, dass Natur in Kreisläufen arbeitet: pflanzen, pflegen, warten, zurückschneiden, wieder austreiben lassen.
Auch in unserer Arbeit passt dieses Bild erstaunlich gut. Sichtbarkeit für Ferienhöfe entsteht nicht an einem Tag. Gute Beziehungen zu Gastgebern und Gästen brauchen Verlässlichkeit, Aufmerksamkeit und Zeit. Deshalb begleitet uns der Apfelbaum schon länger als Symbol für gemeinsames Wachsen. In der Vergangenheit haben wir im Rahmen einzelner Aktionen auch Bio-Apfelbäume an Partnerhöfe weitergegeben, damit auf Höfen, in Gärten oder auf freien Flächen neue kleine Lebensräume entstehen können.
Im Mittelpunkt steht dabei kein großes Versprechen, sondern ein einfacher Gedanke: Was man gemeinsam pflanzt und gut pflegt, kann irgendwann Früchte tragen.
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„Für uns steht der Apfelbaum für das, was gute Zusammenarbeit ausmacht: Vertrauen, Geduld und Verlässlichkeit. Man pflanzt etwas gemeinsam, kümmert sich darum und freut sich irgendwann über das, was daraus entsteht.“
— Stefanie und Stefan Boos, gemeinsame Geschäftsführer von Bauernhofurlaub.de
© Bauernhofurlaub.de25. April – Der Tag des Baumes als guter Anlass
Unsere Pflanzaktion stand auch im Zeichen des Tag des Baumes. Der internationale Tag des Baumes geht auf eine Tradition aus Nebraska im 19. Jahrhundert zurück; in Deutschland wurde er erstmals am 25. April 1952 zelebriert. Damals pflanzten Bundespräsident Theodor Heuss und Robert Lehr, Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, im Bonner Hofgarten einen Ahorn.
Solche Aktionstage lösen keine Umweltfragen allein. Aber sie können den Blick schärfen. Ein Baum ist schnell gepflanzt, wenn viele Hände helfen. Ihn über Jahre gut zu begleiten, ist die eigentliche Aufgabe. Darin liegt der Wert dieses Tages: Er erinnert daran, dass Natur Zeit braucht und dass Verantwortung oft dort beginnt, wo man selbst etwas tun kann.
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© Bauernhofurlaub.deNachhaltigkeit braucht keine großen Worte
Nachhaltigkeit wird oft groß formuliert. Im Alltag zeigt sie sich kleiner. In der Entscheidung, etwas zu pflanzen. In der Bereitschaft, sich darum zu kümmern. In der Frage, wie man mit Flächen, Wasser, Boden und Ressourcen umgeht. Und auch dort, wo man im Urlaub regionale Produkte kauft, statt nur an ihnen vorbeizugehen. Warum solche kleinen Entscheidungen für Höfe und Regionen wichtig sind, haben wir in unserem Beitrag über Bauernhofurlaub und regionales Einkaufen ausführlicher beschrieben.
Ein einzelner Apfelbaum verändert nicht die Welt. Aber er verändert einen konkreten Ort. Er schafft Schatten. Er blüht. Er zieht Bienen und andere Insekten an. Er kann über viele Jahre Früchte tragen. Und irgendwann steht jemand darunter, pflückt einen Apfel und denkt gar nicht mehr daran, wie klein dieser Baum einmal war.
Für uns war wichtig, dass diese Aktion greifbar bleibt. Wir wollten über Natur und Verantwortung nicht nur sprechen. Wir wollten etwas tun, das man anfassen, riechen und später hoffentlich schmecken kann.
© Bauernhofurlaub.deWas ein Baum mit Zusammenarbeit zu tun hat
Wer einen Baum pflanzt, denkt automatisch weiter als bis zum nächsten Arbeitstag. Wird er gut anwachsen? Wie sieht er im nächsten Frühjahr aus? Wer gießt, wenn es länger trocken bleibt? Und welcher Baum wird am Ende wohl der erste sein, der wirklich Äpfel trägt?
Diese Fragen haben viel mit Zusammenarbeit zu tun. Auch ein Team wächst nicht, weil man es einmal zusammensetzt. Es braucht gemeinsame Aufgaben, Vertrauen und Momente, in denen man sich anders erlebt als im normalen Arbeitsalltag. Beim Pflanzen war niemand nur in seiner üblichen Rolle. Es ging nicht um Zuständigkeiten auf dem Papier, sondern um praktische Hilfe. Wer gerade freie Hände hatte, hat angepackt.
Solche Momente bleiben hängen, gerade weil sie so einfach sind.
© Bauernhofurlaub.deWas bleibt, wenn der Spaten wieder sauber ist
Nach der Pflanzaktion waren die Schuhe dreckig, die Hände müde und die Bäume gut gewässert. Ein gemeinsamer Tag war vorbei. Für die Apfelbäume ging er erst richtig los. Jetzt beginnt der ruhigere Teil: beobachten, gießen, pflegen, Geduld haben.
In einigen Jahren werden hoffentlich die ersten eigenen Äpfel daran hängen. Dann wird dieser Pflanztag wieder präsent sein: die Erde an den Händen, das gemeinsame Anpacken, die erste große Wasserrunde mit Unterstützung der Feuerwehr. Bis dahin stehen die jungen Bäume da. Als kleines Zeichen für Nachhaltigkeit. Als Erinnerung an Teamarbeit. Und als Einladung, nicht alles sofort messen zu wollen.
Manche Dinge brauchen Zeit, bevor sie Früchte tragen.
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