Aktualisiert am 31. Dezember 2025 von Bauernhofurlaub.de
Der Serchio ist oft das Erste, was man wahrnimmt, noch bevor Stimmen oder Schritte den Tag füllen. Das Wasser fließt ruhig am Gelände entlang, gleichmäßig, ohne Aufmerksamkeit zu fordern, und bleibt präsent, während langsam Licht durch die Bäume fällt.
Rancone Lodges liegen etwas außerhalb von Camporgiano bei Lucca, in der Garfagnana, direkt am Fluss. Es ist ein Agriturismo, nicht als Etikett, sondern als Haltung. Landwirtschaft und Gastsein greifen hier ineinander, ohne erklärt werden zu müssen.
Mit der Zeit verlieren die Tage ihre festen Konturen. Wege sind kurz, vieles spielt sich draußen ab, und man bewegt sich zu Fuß, bleibt stehen, geht weiter, ohne ein Ziel im Blick zu haben.
© Rancone LodgesTage am Fluss
Der Serchio führt das ganze Jahr Wasser, auch im Sommer. Kinder verbringen hier Stunden damit, Steine zu sammeln, kleine Dämme zu bauen, sie wieder einzureißen und neu zu beginnen, während das Wasser seinen Lauf fortsetzt. Es gibt tiefere Stellen zum Schwimmen und flachere Abschnitte, an denen man einfach die Füße ins Wasser hält und sitzen bleibt.
Oft bleibt man stehen und schaut zu. Erwachsene reden wenig, beobachten, lassen den Moment wirken. Der Fluss gibt den Rhythmus vor, nicht der Tagesplan.
Das Gelände zieht sich entlang des Ufers, mit Wiesen, Bäumen und kleinen Wegen, dazwischen Lodges, Glamping-Zelte und einige Stellplätze, alles mit Abstand zueinander. Nichts wirkt gedrängt, nichts eilig.
Schlafen, mit offenem Fenster
Die Unterkünfte sind komplett eingerichtet und bewusst zurückhaltend gestaltet. Fenster bleiben offen, wenn es das Wetter erlaubt, und nachts ist der Fluss zu hören, während am Morgen Vögel den Tag ankündigen.
Wer campt, schläft näher am Wasser, wer in einer Lodge wohnt, etwas erhöht. Der Unterschied ist spürbar, aber nicht entscheidend, denn drinnen und draußen gehen ohnehin ineinander über.
© Rancone LodgesSpäter am Vormittag
Der Pool liegt oberhalb des Flusses. Salzwasser, 14 mal 8 Meter, groß genug, um zu schwimmen, ruhig genug, um einfach liegen zu bleiben. Liegen stehen im Schatten und in der Sonne, und wer möchte, bekommt Getränke oder kleine Speisen direkt an den Pool gebracht.
Essen, ohne viel Aufhebens
Im Restaurant gibt es Frühstück, Mittagessen und am Nachmittag einen Aperitivo, abends steht Pizza auf der Karte. Gekocht wird mit lokalen und toskanischen Produkten, wie es für einen Agriturismo typisch ist, vieles stammt direkt vom Gelände, aus dem Gemüsegarten, dem Kräuterbeet oder von den Hühnern.
Die Loungebar ist ein Ort, an dem man immer wieder landet. Morgens für einen Cappuccino, mittags für etwas Leichtes, am späten Nachmittag für einen Drink. Abends läuft Musik, manchmal brennt ein Feuer, und während der Happy Hour wird es lebendiger, ohne dass der Fluss in den Hintergrund rückt.
© Rancone LodgesGemeinsames Kochen
Für Gäste steht eine Außenküche zur Verfügung, ausgestattet mit Gasherden, Grill, Spülbecken, Töpfen, Küchenutensilien und einem Kräutergarten. Auf Geschirr und scharfe Messer wird bewusst verzichtet, auch mit Blick auf die vielen Kinder, die sich auf dem Gelände bewegen.
Oft wird gemeinsam gekocht, manchmal einfach nebeneinander, ohne Plan. Gespräche entstehen beiläufig… oder auch gar nicht.
© Rancone LodgesBewegung und Pausen
Yoga und Wellness
Am frühen Morgen finden mehrmals pro Woche Yogastunden direkt am Fluss statt, geleitet von Marzia während der gesamten Saison. Danach bleibt man oft noch eine Weile sitzen, trinkt Kaffee, sagt wenig und lässt den Tag beginnen.
Auch Massagen sind möglich, ebenso Zeit in der kleinen Wellness-Oase. Kein großes Spa, eher ein ruhiger Ort zum Innehalten.
© Rancone LodgesKinder, Tiere, Alltag
Für Kinder gibt es einen Spielplatz, eine Tischtennisplatte und ein Fußballfeld nahe der Lounge. In den Ferien werden gelegentlich Aktivitäten organisiert, etwa Basteln, eine Seifenrutsche oder das Schwimmen mit den Pferden im Fluss.
Die Pferde gehören fest zum Hof. Für erfahrene Reiter werden Ausritte organisiert, durch den Fluss und durch kleine Orte, und im Sommer gehen Pferde und Kinder mehrmals pro Woche gemeinsam ins Wasser. Es wirkt selbstverständlich, fast alltäglich.
Auch Hunde finden ihren Platz
Hunde sind willkommen und bewegen sich frei auf dem Gelände, besonders gern am Fluss. Solange sie in der Nähe bleiben und andere Tiere respektieren, ist Freilauf kein Problem, und für Tage ohne Hund steht sogar eine Betreuung zur Verfügung.
© Rancone LodgesUnterwegs in der Garfagnana
Camporgiano erreicht man zu Fuß in etwa 15 Minuten. Dort gibt es einen Supermarkt, eine Bäckerei, eine Apotheke und einige Restaurants. Für weitere Ausflüge bietet sich der Zug an, mit dem Lucca, Pisa und Florenz gut erreichbar sind.
In den Bergen liegen die „Grotta del Vento“ und die „Marmorbrüche“. Der Weg zum Meer führt über Bergstraßen und Tunnel, vorbei an Ausblicken auf die Landschaft, bis man in Forte dei Marmi oder Marina di Pietrasanta ankommt. Auf dem Rückweg bleibt man oft noch in Pietrasanta auf einen Aperitivo.
Nicky und der Hof
Rancone Lodges werden von Nicky geführt. Nach einem agrarwissenschaftlichen Studium und mehreren Jahren Arbeit im internationalen Tiertransport zog sie 2019 nach Italien, um diesen Agriturismo aufzubauen.
Neben Glamping, Lodges und Camping gehört auch die Landwirtschaft zum Alltag: Schafe, Pferde, Hühner, Bienen, ein Gemüsegarten und Obstbäume. Kein Großbetrieb, sondern vieles in kleiner Form, so wie es hier passt.
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Nicky Kuijlenburg
Località Rancone 1
55031 Camporgiano (Lucca)
Tel: +39 333 337 6377
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