Nachhaltig leben – Tipps für die ganze Familie

Früher waren Umweltschutz und der reflektierte Umgang mit Ressourcen gesellschaftliche Randthemen, mittlerweile hat ein Umdenken stattgefunden: Jeder Einzelne kann etwas beitragen. Studien zeigen, dass sich ein beträchtlicher Teil der Gesellschaft für einen nachhaltigen Lebensstil interessiert, die Umsetzung jedoch wie so oft an den eigenen Gewohnheiten scheitert.

Bewusster Konsum

Es ist kein Geheimnis, dass wir in einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft leben. Wohlstand und Konsum gehen Hand in Hand – je höher der Wohlstand, desto höher der Lebensstandard und umgekehrt.
Wer seinen Alltag bewusster gestalten möchte, der fängt am besten bei seinen Kaufentscheidungen an, denn Konsum ist allgegenwärtig:

Lebensmittel:

Lange Transportwege, unfaire Arbeitsbedingungen, bedenkliche Produktionsketten – all diese Überlegungen spielen eine Rolle beim Einkauf im Supermarkt. ExpertInnen empfehlen den Konsum von saisonalen, biologischen und regionalen Lebensmitteln. Obst, Gemüse, Brot, Fleisch und Fisch werden häufig auch von Händlern aus der Region oder in Hofläden auf Bauernhöfen angeboten. In Ballungszentren sind so genannte Verkaufsgemeinschaften zu finden. Davon spricht man, wenn Bauern und kleine Hersteller sich zusammenschließen und ihre Ware zur Abholung oder inklusive Zustellung (Stichwort Obst- und Gemüsekiste) anbieten.

Tipp für Familien: Der wöchentliche Ausflug zum Bio- oder Bauernmarkt ist ein wunderbares Ritual für Groß und Klein. Kinder lernen Lebensmittel und Vermarkter kennen, die Wertschöpfung bleibt in der Region.

Kleidung:

Kinder wachsen schnell und manchmal auch in unregelmäßigen Abständen. Shirts, die im Frühling noch gepasst haben, sind im Herbst schon zu klein, Hosen zu kurz und Schuhe zu eng. Die Textilindustrie, als eine der größten Branchen weltweit, stolpert von einem Problem zum anderen: Arbeits- und Menschenrechte sind hier ebenso Thema wie Umweltverschmutzung und der bedenkliche Abbau von Rohstoffen. KonsumentInnen haben jedoch die Möglichkeit, die Nachhaltigkeit der Industrie zu fördern, indem sie bewusste Entscheidungen treffen, denn: Billige Kleidung wird zumeist auch billig produziert. Bei der Orientierung helfen zahlreiche Gütesiegel, die faire Produktion sowie ökologische Nachhaltigkeit garantieren.

Tipp für Familien: Qualitativ hochwertige Kleidung, möglichst in Bio-Qualität, ist zwar hochpreisiger in der Anschaffung, jedoch langlebiger und sanfter zur Haut. Gerade wenn es um die Ausstattung von Babys und Kleinkindern geht, hat sich auch Second-Hand-Mode bewährt. Viele Kleidungsstücke werden nur kurz getragen und können problemlos von mehreren Kindern genutzt werden.

Haushalt & Wohnen:

Auch in diesen Bereichen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Alltag nachhaltig zu gestalten. Bei der (Neu-) Anschaffung von Möbeln sollte man beispielsweise darauf achten, dass die Grundmaterialien möglichst naturbelassen verarbeitet wurden. Meistens ist dies bei Vollholzmöbeln der Fall. Mitwachsende Möbel sind jenen vorzuziehen, die nur einmalig zu gebrauchen sind. Ebenfalls empfehlenswert: Möbelstücke, die umfunktioniert werden können, z.B. eine Wickelkommode, die später ohne Wickelaufsatz als Kommode genutzt wird. Im Haushalt spielt natürlich auch der Energieverbrauch eine große Rolle. Wer nachhaltig wohnen möchte, sollte am Haus für eine gute Dämmung sorgen sowie sich für umweltbewusstes Heizen entscheiden. Zeitschaltuhren und moderne Elektrogeräte helfen bei der effizienten Nutzung von Strom.

Tipp für Familien: Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, die so genannten Ökostrom, also Strom aus erneuerbaren Energien liefern. Ökostrom ist nicht nur „sauberer“ als herkömmlicher Strom, zum Teil ist er auch günstiger.

Mobilität:

Ein PKW ist nicht nur praktisch, sondern vor allem in entlegenen Regionen notwendig, um sich entsprechend fortbewegen zu können. Dennoch lohnt es sich, gewisse Strecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Das schont die Umwelt und wirkt sich nebenbei positiv auf die Gesundheit aus.

Tipp für Familien: Für den Weg zum Kindergarten oder in die Schule kann man Fahrgemeinschaften mit anderen Eltern bilden oder sich mit den Fahrdiensten abwechseln. In manchen Betreuungseinrichtungen gibt es entsprechende Initiativen, die vom Elternverein oder Elternrat koordiniert werden.

Lebensmittelverwertung

Untersuchungen zeigen, dass EuropäerInnen jedes Jahr rund 179 kg Lebensmittel (pro Person) wegwerfen. Dieser Lebensmittelverschwendung liegt ein Überkonsum zugrunde. In den Haushalten befinden sich mehr Nahrungsmittel als benötigt werden, auch Zwischenhändler und Händler stimmen sich nicht ausreichend über den tatsächlichen Konsumbedarf ab. Produkte aus der Landwirtschaft wandern teilweise direkt in den Müll, da sie in Form, Farbe und Aussehen nicht den gültigen Verordnungen entsprechen. Auch in Gastronomie- und Industriebetrieben werden überflüssige Lebensmittel, die zumeist noch essbar sind, am Ende des Tages entsorgt.

Tipp für Familien: Ein intelligenter Wochenplan spart Geld und beugt Verschwendung vor. Zu Beginn jeder Woche werden die Gerichte festgelegt und eine Einkaufsliste erstellt. Idealerweise plant man die Speisen so, dass mögliche Reste oder jene Lebensmittel, die nur in Großpackungen erhältlich sind, sinnvoll verwertet werden. Wer möchte, vermeidet dabei auch Verpackungsmüll. Die Plastiktüten vom Gemüseregal werden durch selbst mitgebrachte Obstnetze oder Stoffsäcke ersetzt, Obst- und Gemüsesorten, die mehrfach in Plastik verpackt sind, gar nicht erst gekauft. In vielen Städten gibt es mittlerweile auch so genannte „Verpackungsfreie“ Läden: KonsumentInnen bringen Schraubgläser und Gebinde selbst mit, die gewünschte Menge, an z.B. Linsen oder Mehl, wird vor Ort direkt abgefüllt.

Nachhaltigkeit auf Reisen

Ein bewusster Umgang mit unseren Ressourcen ist auch im Urlaub möglich. Fernreisen mit dem Flugzeug sollten auf ein Minimum reduziert oder überhaupt aus der Reiseplanung gestrichen werden. Bewährt haben sich hingegen jene Reiseziele, die in wenigen Stunden Fahrtzeit mit dem Auto oder mit der Bahn erreichbar sind. Auch Car-Sharing und Fahrgemeinschaften sind für den Urlaub denkbar.

Tipp für Familien: Das Gute liegt manchmal näher als man denkt. Urlaube am Bauernhof oder in regionalen Unterkünften sind eine gute Alternative zur Fernreise. Kinder haben die Möglichkeit, das Leben am Hof, die Arbeit mit den Tieren sowie die Natur hautnah mitzuerleben. Je nach Region und Unterkunft gibt es unterschiedliche Schwerpunkte beim Urlaubsangebot. Vom einfachen Reiten bis zu gemeinsamen Wanderungen und Grillabenden ist alles mit dabei. Wer Städtereisen bevorzugt, der sollte bei der Wahl des Unterkünfte auf entsprechende Kennzeichnungen achten. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich gibt es bestimmte Gütesiegel, die darüber Auskunft geben, wie nachhaltig und umweltbewusst der jeweilige Betrieb wirtschaftet.

Empfehlung:

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