Frau arbeitet mit Laptop an einem Holztisch im Grünen auf einem Bauernhof, umgeben von Pflanzen und natürlichem Licht.

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Workation & Coworking auf dem Bauernhof

Eine Workation verbindet Arbeit und Urlaub an einem Ort – der Begriff setzt sich aus "work" und "vacation" zusammen. Im Bauernhof-Kontext heißt das: Du wohnst vor Ort und arbeitest dort, wo Ruhe, Platz und verlässliche Abläufe den Tag bestimmen. Manche Höfe gehen noch einen Schritt weiter und stellen eigene Arbeitsbereiche oder gemeinschaftlich nutzbare Räume bereit – für alle, die nicht allein arbeiten möchten. So entstehen Orte, an denen Workation und Coworking nicht als Trend gedacht sind, sondern als funktionierende Lösung für konzentriertes Arbeiten auf Zeit.

Ausgewählte Höfe für Workation & Coworking

Nicht jeder Hof ist für Arbeiten geeignet – einige aber schon. Hier findest du Höfe, die Ruhe, verlässliches Internet und Platz für konzentrierte Tage bieten. Für alle, die Arbeit und Aufenthalt bewusst verbinden möchten.
 

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Was bedeutet Workation auf dem Bauernhof konkret?

Workation heißt: Du arbeitest vorübergehend von einem anderen Ort als üblich und kombinierst das mit einem Aufenthaltsort, der sich "wie rauskommen“ anfühlt. 

Auf dem Bauernhof ist das meist keine "Laptop-auf-der-Wiese“-Nummer, sondern ziemlich bodenständig: ein stabiler Tisch, WLAN, gutes Licht, genug Steckdosen, ein Platz für Calls, und danach wieder raus aus dem Arbeitsmodus. Viele suchen genau diese Mischung: tagsüber konzentriert arbeiten, danach nicht noch durch die Stadt hetzen – sondern einfach: Tür auf, frische Luft, kurzer Weg.

Wichtig (DACH Regionen): Für Workation gibt es in Deutschland keine eigene Sonder-Regel im Arbeitsrecht; relevant ist, was Arbeitgeber und Beschäftigte vereinbaren. Ein rechtlicher Anspruch auf Workation besteht in der Regel nicht; es braucht eine Absprache/Regelung mit dem Arbeitgeber.

Coworking am Hof: Wann passt der Begriff?

Coworking beschreibt gemeinsames Arbeiten in geteilten Arbeitsräumen (oft als "dritter Ort" zwischen Büro und Zuhause). Klassische Coworking-Spaces sind meist eigene Einrichtungen mit mehreren Arbeitsplätzen, Infrastruktur und flexibler Buchung. 

Auf dem Bauernhof sieht das oft anders aus: Manche Höfe haben einen separaten Arbeitsraum, eine ruhige Ecke zum Telefonieren oder einen kleinen Bereich, der sich für mehrere Personen eignet. Das ist nicht automatisch ein "Coworking Space" im strengen Sinn – aber für viele genau das, was sie brauchen: arbeiten, ohne im eigenen Zimmer festzuhängen.

<p>Person arbeitet mit Laptop und Kopfhörern in einem modernen Coworking-Bereich auf dem Bauernhof, umgeben von Pflanzen und natürlichem Licht. Foto: © PintoArt - stock.adobe.com</p>

Person arbeitet mit Laptop und Kopfhörern in einem modernen Coworking-Bereich auf dem Bauernhof, umgeben von Pflanzen und natürlichem Licht. Foto: © PintoArt - stock.adobe.com

Checkliste vor der Buchung

Was du für Workation & Arbeiten am Hof vorher klären solltest

Arbeitsplatz & Ruhe

  • Gibt es einen festen Tisch oder einen separaten Arbeitsraum?
  • Lässt sich die Tür schließen, wenn Calls anstehen?
  • Wie ruhig ist es tagsüber – auch wenn auf dem Hof Betrieb ist?

Internet & Technik

  • Wie stabil ist das WLAN im Arbeitsbereich?
  • Reicht der Upload für Video-Calls?
  • Gibt es Mobilfunkempfang als Backup?

Arbeiten im Alltag

  • Gibt es Zeiten, in denen es bewusst ruhiger ist?
  • Wo telefonieren andere Gäste, ohne sich zu stören?
  • Ist Arbeiten auch bei schlechtem Wetter angenehm möglich?

Wohnen & Arbeiten trennen

  • Liegt der Arbeitsplatz im Wohnbereich oder getrennt davon?
  • Fällt es leicht, nach Feierabend wirklich abzuschalten?
  • Gibt es Rückzugsorte außerhalb der Wohnung?

Kinder & Familie

  • Können Kinder sich auf dem Hof frei bewegen, während gearbeitet wird?
  • Gibt es Spielräume, Spielscheunen oder sichere Außenbereiche?
  • Sind Arbeitszeiten und Hofalltag gut miteinander vereinbar?

Verpflegung & Alltag

  • Gibt es Einkaufsmöglichkeiten oder Hofprodukte vor Ort?
  • Wie weit ist der nächste Ort für Besorgungen?
  • Sind Küche und Essbereich so angelegt, dass Pausen unkompliziert sind?

Aufenthalt & Dauer

  • Ist der Hof auch für längere Aufenthalte eingerichtet?
  • Gibt es flexible An- und Abreisetage?
  • Wie offen sind Gastgeber für individuelle Absprachen?

Unser Tipp: Die meisten dieser Punkte lassen sich in einem kurzen Gespräch klären. Gerade bei Workation ist die Abstimmung wichtiger als perfekte Ausstattung.

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<p>Person sitzt entspannt auf einem Balkon mit Laptop. Füße hochgelegt. Blick ins Grüne. Workation auf dem Bauernhof in ruhiger Umgebung. Foto: © D.aniel - stock.adobe.com</p>

Person sitzt entspannt auf einem Balkon mit Laptop. Füße hochgelegt. Blick ins Grüne. Workation auf dem Bauernhof in ruhiger Umgebung. Foto: © D.aniel - stock.adobe.com

Für wen Workation & Coworking auf dem Bauernhof gut passt

Allein arbeitend: Fokus ohne Großstadtmodus

Wenn du konzentriert arbeiten willst, aber nach Feierabend nicht noch "Programm" brauchst, passt der Bauernhof oft erstaunlich gut. Ein ruhiger Arbeitsplatz, klare Tagesstruktur, kurze Wege. Und ja: zwischendurch mal kurz raus, Kopf lüften – das ist hier kein Event, sondern normal.

Paare: einer arbeitet, einer hat frei – ohne Reibung

Auf dem Hof funktioniert das, wenn es Rückzugsorte gibt. Ein separater Arbeitsbereich oder zumindest ein Platz, an dem Calls nicht das ganze Zimmer blockieren. So kann eine Person arbeiten, während die andere den Tag frei gestaltet – ohne dass man sich permanent im Weg steht.

Kleine Teams: produktiv, aber ohne Tagungshotel-Vibe

Für Teams kann ein Hof spannend sein, wenn es einen gemeinsamen Tisch, stabile Abläufe und genug Ruhe gibt. Nicht jeder Hof ist dafür gemacht, und das ist auch okay. Wenn es passt, entstehen gute Gespräche – nicht im Konferenzraum, sondern beim Kaffee zwischendurch oder beim Spaziergang nach dem letzten Call.

Familien: Workation, wenn der Hof Alltag mitträgt

Familien profitieren, wenn Kinder Platz haben und nicht "still sein müssen". Tiere, sichere Außenbereiche, manchmal Spielräume oder Spielscheunen – das nimmt Druck raus. Wichtig ist, dass Arbeitszeiten realistisch geplant werden. Zwei Stunden konzentriert arbeiten sind oft mehr wert als acht Stunden "irgendwie nebenbei".

Menschen, die Nähe und Ruhe schätzen

Der Bauernhof ist kein Coworking-Loft mit Glaswänden und Barista. Wer das sucht, wird eher in der Stadt glücklich. Wer dagegen Ruhe, Natur und persönliche Gastgeber mag, findet hier oft den besseren Rahmen – besonders, wenn Arbeit und Erholung nicht getrennte Welten sein sollen.

<p>Workation auf dem Bauernhof verbindet konzentriertes Arbeiten mit Natur, Weite und Entschleunigung.&nbsp;<br>Foto: © dvulikaia - stock.adobe.com</p>

Workation auf dem Bauernhof verbindet konzentriertes Arbeiten mit Natur, Weite und Entschleunigung. 
Foto: © dvulikaia - stock.adobe.com

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Regeln & Abstimmung (DACH Regionen) – damit aus "Workation" kein Papierkrieg wird

Wenn du außerhalb deines normalen Arbeitsorts arbeitest, brauchst du fast immer ein klares Go vom Arbeitgeber – und je nach Land/Zeitraum auch Dokumente (z. B. A1 für Sozialversicherung). Quelle
Klingt trocken, ist aber der Teil, der dir später Stress spart. Lieber einmal sauber klären, als zwei Wochen lang "geht schon irgendwie" zu hoffen.

1) Erstmal das Einfachste: Zustimmung + schriftlich festhalten

  • Kein Automatismus: Workation ist kein "Recht, das man einfach nimmt“ – ohne Zustimmung geht’s nicht.
  • Kurz schriftlich regeln: Zeitraum, Arbeitsort(e), Arbeitszeiten/Erreichbarkeit, Technik/Datenschutz, Kosten. (Ein 1-Pager reicht oft – Hauptsache klar.)

2) Urlaub ist Urlaub... Arbeiten "nebenbei" ist heikel

  • Urlaubstage sind zur Erholung da: "Vormittags kurz arbeiten und nachmittags Urlaub" kann arbeits-/urlaubsrechtlich kollidieren.
  • Saubere Lösung: Entweder echte Arbeitstage (remote) oder echte Urlaubstage – notfalls mischen, aber sauber getrennt im Kalender.

3) Arbeitszeit bleibt Arbeitszeit, auch mit Meerblick

  • Grenzen, Pausen, Dokumentation gelten weiter. Wenn dein Vertrag deutschem Recht folgt, hängt da u. a. auch das ArbZG dran.
  • Praxis-Hack: Zeitzone + "Kernzeiten" festlegen, damit nicht jeder plötzlich nachts Antworten erwartet. (Ja, passiert schneller als man denkt!)

4) Sozialversicherung: A1 kann Pflicht sein (EU/EWR/CH)

  • A1 als Nachweis, dass du weiterhin im heimischen System versichert bist – bei grenzüberschreitender Arbeit wird das teils verstärkt kontrolliert.
  • Auch bei Telearbeit/Homeoffice über Grenzen kann A1 erforderlich werden. Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Hinweise DACH Regionen: 

  • Deutschland: DRV erklärt A1/Telearbeit und Antragstellung. Quelle
  • Österreich: Infos zur grenzüberschreitenden Telearbeit via Sozialversicherung.at. Quelle 
  • Schweiz: BSV beschreibt Telearbeit/A1 über ALPS. Quelle

5) Steuern & "Betriebsstätte": nicht dramatisieren, aber prüfen lassen

  • Wenn du länger/regelmäßig aus dem Ausland arbeitest, können steuerliche Themen aufpoppen (Stichwort: Risiko einer Betriebsstätte/Registrierungen – je nach Setup).
  • Empfehlung: Ab X Tagen/bei wiederkehrenden Workations einmal kurz mit HR/Tax sprechen. Kein Heldentum.

6) Datenschutz & Sicherheit: Laptop am Küchentisch ist okay aber offene WLANs eher nicht

  • Besser: VPN, Bildschirmsperre, keine vertraulichen Calls im Frühstücksraum, Dokumente nicht im Auto liegen lassen (ja, banal – genau deshalb geht’s schief).
  • Wenn dein Arbeitgeber dazu Regeln hat: einhalten. (Und nicht "nur kurz" im Café ohne Headset Kundendaten besprechen.)

So fragst du einen Hof an, ohne hin- und herzuschreiben

Eine gute Anfrage spart Zeit, für dich und für die Gastgeber. Je klarer du von Anfang an bist, desto schneller weißt du, ob der Hof zu deiner Workation oder zu eurem Arbeiten passt.

Das gehört in die erste Anfrage:

  • Zeitraum: An- und Abreise, Anzahl der Arbeitstage
  • Personen: Wie viele arbeiten, wie viele reisen mit?
  • Arbeitsbedarf: Fester Tisch, separater Raum, Calls ja/nein
  • Internet: Wichtig für Video-Calls oder eher für konzentriertes Arbeiten?
  • Alltag: Allein arbeitend, als Paar, mit Kindern oder als kleines Team

So vermeidest du Rückfragen und bekommst schneller eine ehrliche Einschätzung, ob der Hof das leisten kann, was du brauchst.

Bauernhofurlaub.de-Tipp: Eine kurze, konkrete Anfrage wirkt besser als eine lange Erklärung. Details lassen sich im zweiten Schritt klären.

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FAQ: Workation & Coworking auf dem Bauernhof

Arbeiten von einem anderen Ort aus – zeitlich begrenzt. Bei einer Workation bleibst du im Arbeitsmodus, nutzt aber einen Ort, der Abstand vom Alltag bietet. Auf dem Bauernhof heißt das meist: wohnen und arbeiten an einem ruhigen Platz, mit klarer Trennung von Arbeits- und Freizeit.

Workation beschreibt die Art zu arbeiten, Coworking den Ort. Workation meint das Arbeiten außerhalb des gewohnten Arbeitsplatzes. Coworking bezieht sich auf geteilte Arbeitsbereiche. Auf dem Bauernhof gibt es oft keinen klassischen Coworking Space, sondern Arbeitsräume oder -bereiche, die gemeinsames Arbeiten ermöglichen.

Ja, in der Regel schon. Workation gilt als Arbeitszeit. Ort, Zeitraum und Erreichbarkeit sollten vorher abgestimmt werden, damit es später keine Missverständnisse gibt.

Ja, wenn der Hof den Alltag mitträgt. Platz, sichere Außenbereiche und kurze Wege helfen, Arbeit und Familie zu verbinden. Wichtig ist eine realistische Planung der Arbeitszeiten.

Nein. Entscheidend sind Internet, Ruhe und geeignete Arbeitsplätze. Manche Höfe sind darauf vorbereitet, andere bewusst nicht. Eine offene Anfrage klärt schnell, ob es passt.

Das hängt von Absprache und Rahmenbedingungen ab. Manche bleiben ein paar Tage, andere mehrere Wochen. Wichtig ist, dass Dauer und Arbeitsumfang für alle Seiten praktikabel bleiben.

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Fazit
Workation und Arbeiten auf dem Bauernhof funktionieren dann gut, wenn Erwartungen und Rahmen klar sind. Wer Ruhe, Platz und eine persönliche Umgebung sucht – und bereit ist, Arbeit bewusst zu strukturieren – findet auf manchen Höfen genau den richtigen Ort dafür. Nicht als Trend, sondern als funktionierender Alltag auf Zeit.

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