Erzgebirge

Burg Scharfenstein
Burg Scharfenstein

Vom Auersberg nahe dem Vogtland bis zum Geisingerberg erstreckt sich 130 km lang und 40 km breit das Erzgebirge von Südwesten nach Nordosten. Der höchste Berg des Erzgebirges, der Klínovec (Keilberg 1244 m hoch), liegt auf tschechischem Gebiet; der ihm benachbarte Fichtelberg ist mit seinen 1214 m Höhe der höchste Gipfel im deutschen Teil, immerhin 1019 m erreicht der Auersberg bei Johanngeorgenstadt. Trotz saurem Regen und Abraumhalden gehört das Erzgebirge zu den schönsten deutschen Mittelgebirgen, wo sich romantische Ritterburgen mit lieblichen Tälern und tiefen Wäldern abwechseln.

Die rauen Berge an der Grenze zu Böhmen (Tschechien) findet man im Südosten der Neuen Bundesländer, in Sachsen. Im Westen grenzt die Region an das Vogtland mit seinem "zänkischen" Bergvolk, im Osten liegt die Landeshauptstadt Dresden. Bekannte Städte im Vorland sind Zwickau und Chemnitz, in den Bergen selbst Aue, Annaberg, Schwarzenberg, Marienberg und Freiberg. Den einfachen Menschen ging es hier schon immer schlecht. Der Erzgebirgler ist ein genügsamer, ehrlicher, aber meistens auch immer fröhlicher Mensch. Ein Verzagen kennt er nicht, er ist bodenständig, geschäftig und besitzt einen eigenen lustigen Dialekt. Zu "Auswärtigen" ist er freundlich und hilfsbereit.

Wenn in anderen Regionen schon die Baumblüte im vollen Gange ist, dann ist hier manchmal noch alles grau. Jedoch später findet man hier bunte und satte Bergwiesen und immergrüne Wälder.

Das Straßennetz ist hervorragend ausgebaut, lockt zu Fahrten ins Grüne, ob mit PKW, Motor- oder Fahrrad. Die Städte und Gemeinden besitzen eine Vielzahl guter  Ausfluglokale, Gaststätten und Volksfeste. Das Erzgebirge war schon immer ein Skigebiet, eines der ältesten in Deutschland. Im alpinen Bereich kann es sich jedoch nicht mit den Alpen messen, jedoch gibt es allerorts funktionierende und auch beleuchtete Pisten und Lifte.

Das Erzgebirge ist eine Region des Skiwanderns. Hunderte Kilometer von gespurten Loipen warten auf die Skisportler. Es ist eine ziemlich schneesichere Region und bis März ist in den Kammlagen immer noch Schnee zu finden. Die Weihnachtszeit ist die eigentliche Hauptsaison im Erzgebirge. Die alten historischen Bergbaustädte bieten an den Adventswochenenden Bergaufzüge (Musikmärsche) der alten Knappschaften an. Die Dörfer und Städte liegen festlich beleuchtet im Schnee und vermitteln dem Besucher Romantik und Zeit zum Träumen. Das Erzgebirge ist eine der ältesten Industrielandschaften in Mitteleuropa. Vor 500 Jahren begannen Venezianer mit der Gold- und Silbersuche. Nach ertragreichen Funden in den Bächen und Flüssen begann in den darauffolgenden Jahrhunderten der Bergbau im großen Stil. Silber, Zinn, Zink, Uran und vieles mehr führten zur Gründung der Städte und zu einem hohen Reichtum, der bis heute an den prachtvollen Gebäuden der Altstädte zu erkennen ist.

Mit einer Höhenlage von 600 bis 900 Metern zieht sich das Gebirge bis an den südlichen Rand der sächsischen Stadt Dresden. Mit seinen rund 400 qkm bietet das große Landschaftsschutzgebiet den Gästen unberührte Natur und ursprüngliche Architektur.

Es war vor allem der Abbau von Silbererz, der diesem Gebirgszug seinen Namen gab: Erzgebirge. Ein Urlaubssommer im Osterzgebirge mit viel Wandern kann durchaus einen ordentlichen Muskelkater bedeuten. Denn rund 600 km markierte Wanderwege durch romantische Wälder lassen Sie die Natur erleben. Radwanderwege, vielseitige Sportstätten, Veranstaltungen und Schwimmbäder lassen keine Wünsche offen. An Sehenswürdigkeiten ist unbedingt zu empfehlen: Galgenteiche, ein Tagestrip nach Dresden, Freital, oder Zinnwald mit seinem Bergbaumuseum sowie die Sommerrodelbahn in Altenberg.

Die romantisch im Tal der Zschopau gelegene "Erlebnisburg" Scharfenstein, auf einem Felsen hoch über dem Fluss, diente zum Schutz des Zinn- und Silberbergbaus. Sie wurde Mitte des 13. Jhs. erbaut. Aus dieser Zeit stammt der heute noch vorhandene 17 Meter hohe und 3 Meter dicke Bergfried - er ist begehbar und von seiner Plattform aus hat man eine herrliche Sicht ins Tal. Am Renaissanceportal erkennt man das Wappen der Herrschaft von Einsiedel. 1492 übernahmen die Herren von Einsiedel die Burg und besaßen sie bis 1931 ununterbrochen als Familienbesitz. Karl Stülpner, der "Sohn der Wälder", hat sie am 12. Oktober 1795 belagert und den damaligen Besitzern einen gehörigen Schrecken eingejagt.

Weithin sichtbar krönt die Augustusburg das Erzgebirge. Die Augustusburg - eine der bedeutendsten Renaissanceanlagen Deutschlands - liegt auf dem Schellenberg 516 m hoch. Von außen - weithin sichtbar als die "Krone des Erzgebirges" - fasziniert sie durch ihre Monumentalität und architektonische Schönheit. Vor mehr als 400 Jahren ließ der sächsische Kurfürst August (1526-1586) anstelle der abgebrannten Burg Schellenberg die Augustusburg als Jagd- und Lustschloss erbauen. Baumeister war der Leipziger Bau- und Bürgermeister Hieronymus Lotter. In nur vier Jahren wurde dieses imposante Bauwerk geschaffen.

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Tourist-Information

Tourismusverband
Erzgebirge e.V.
Adam-Ries-Str. 16
09456 Annaberg-Buchholz
Telefon: 03733-188000
Telefax: 03733-1880020

E-Mail: info@erzgebirge-tourismus.de
Homepage: www.erzgebirge-tourismus.de

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