Oberlausitz

Klosterruine Oybin
Klosterruine Oybin

Die Lausitz wird in die brandenburgische Niederlausitz und die sächsische Oberlausitz unterteilt. Die Lausitz grenzt im Osten an Polen und im Süden an Tschechien.

Rein geographisch umfasst die Oberlausitz heute die Fläche der Landkreise Bautzen, Kamenz, Niederschlesische Oberlausitz, Löbau-Zittau sowie der kreisfreien Städte Görlitz und Hoyerswerda. In manchen Gegenden der Oberlausitz gibt es eine historisch bedingte Zweisprachigkeit, die mit der ursprünglichen slawischen Besiedlung des Gebietes im Zusammenhang steht. Neben der deutschen Sprache wird die slawische Sprache der Sorben gesprochen. Als Reisender erkennt man dies an der zweisprachigen Orts- und Straßenbeschilderung.

Insgesamt leben etwa 60.000 Angehörige dieses slawischen Volkes in der Nieder- und Oberlausitz. Der Name "Lausitz" ist slawischen Ursprungs und bedeutet so viel wie Wasserloch oder Wasserpfütze.

Die Muskauer Heide befindet sich im Norden der Oberlausitz und ist das größte Binnendünengebiet Deutschlands. Sie ist eine flachwellige Talsandfläche, die nur wenige Meter höher als das sich südlich anschließende Teichgebiet ist. Es handelt sich um Dünen mit einer Höhe von bis zu 25 m. Zwischen der Muskauer Heide und dem Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet gibt es keine scharfe Grenze. Neben Siedlungen und Agrarflächen sind hier ausgedehnte Teich- und Waldflächen vorzufinden.

Das Oberlausitzer Bergland ist ein kleines Mittelgebirge, das vorwiegend aus Granit besteht und Höhen bis 580 m erreicht. Charakteristisch sind die langen von West nach Ost verlaufenden hintereinanderliegenden Bergrücken, die im Westen und Osten sich zu einzelnen Bergkuppen auflockern. Zwischen den Bergrücken liegen in breiten muldenartigen Tälern einige größere Ortschaften.

Im westlichen Teil der Oberlausitz erstreckt sich ein Hügelgebiet mit ähnlichem Charakter zwischen Pulsnitz, Burkau, Elstra und Kamenz.

Das Zittauer Gebirge hebt sich deutlich vom übrigen Gebiet der Oberlausitz ab. In allen Teilen reich bewaldet, ist es gekennzeichnet durch steilwandige, zerklüftete Sandsteinfelsen. Die höchsten Gipfel erreichen mit Lausche 793 m und Hochwald 749 m.

In der Oberlausitz herrschte in der Vergangenheit eine in Heimarbeit betriebene Leinenweberei vor. Davon beeinflusst wurde das auch Siedlungsbild mit den typischen Umgebindehäusern. In diese Häuser ist der Webstuhl fest im Erdgeschoss eingebaut, während eine kastenartige Ständerkonstruktion das Obergeschoss mit der Wohnstube trägt.

Ein Besuch in der ehemaligen Kreisstadt Löbau (sorb. Lubij) lohnt wegen seiner schönen Bauten und der typischen Lausitzer Dörfer in der Umgebung. Auf Löbaus Frühzeit geht das barocke Rathaus (1711) zurück; Turm und Kellergewölbe sind spätgotisch. Stattlichstes Bürgerhaus ist das links daneben stehende "Goldene Schiff". Östlich vom Rathaus steht die frühgotische Johanniskirche, ein Teil des Franziskanerklosters, in dessen Refektorium im 14. und 15. Jh. die Tagung des Sechsstädtebundes stattfand.

Die Oberlausitz hat kulturell viel zu bieten. Ein altes Handwerk ist dort die Pfefferkuchenherstellung. Ein kleines, aber sehr interessantes Museum in der Nähe von Bautzen ist das Museum "Alte Pfefferküchlerei" in Weißenberg. Es ist das einzige technische Museum des Pfefferkuchenhandwerks in Europa. Die denkmalgeschützte "Alte Pfefferküchlerei" wurde bereits im 17. Jh. erbaut. Im 18. Jh. wurde sie bei einem Stadtbrand beschädigt und wieder aufgebaut. Von 1684 bis 1938 war sie im Besitz der Familie Bräuer-Opitz.

Im Museum werden die historische Entwicklung der Herstellung des Pfefferkuchens und der Pfefferküchlerei gezeigt. Der Besucher lernt die Zutaten und die Herstellung der Pfefferkuchen sowie die dazu benötigten Gerätschaften kennen. Auch der historische altdeutsche Backofen und die Knüppel- oder Riegelesse sind noch erhalten. Besonders interessant sind die Pfefferkuchenformen und die kunstvoll verzierten Pfefferkuchen. Das Pfefferkuchenhandwerk wird heute noch in der Oberlausitz, besonders in Pulsnitz, gepflegt.

Erkunden Sie die wunderschöne Landschaft mit dem Rad, hoch zu Pferde oder zu Fuß. Ausgebaute Wander- und Fahrradwege halten für jeden Anspruch das passende Angebot bereit. Angebote wie die zahlreichen Erlebnisbäder, Tierparks, der Saurierpark und der "Irrgarten" in Kleinwelka, die Kulturinsel Einsiedel, die Sommerrodelbahn Oberoderwitz, halten für Jung und Alt das Passende bereit.

Altes Handwerk wie Blaudrucker, Steinmetz, Korbmacher sind hier noch zu erleben. Der Neukircher Töpfermarkt und der Obercunnersdorfer Handwerkermarkt locken jährlich viele Interessenten an. Die original Herrnhuter Sterne sind weit über die Grenzen der Stadt bekannt.

Das Ostersaatreiten eröffnet eine Reihe von traditionellen Festen der Oberlausitz: Walpurgisfeuer, historischer Mönchszug, Mühlenfest und Sonnenwendfeier folgen. Der Eibauer Bierzug geht auf einen Bierstreit zwischen Zittau und Löbau im 17. Jh. zurück. Weitere Höhepunkte sind der Jakobimarkt Neugersdorf und die Spreequellfeste.

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Tourist-Information

Fremdenverkehrsverein
Schlesische Oberlausitz e. V.

Buchholzer Str. 15
02906 Hohendubrau / OT Thräna
Telefon: 035876-42838
Telefax: 035876-42838

E-Mail: freizeitcamp-thraena@t-online.de
Homepage: www.fremdenverkehr-schlesische-lausitz.de

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