Hunsrück

Mosel mit Reichsburg
©Tourist-Information Ferienland Cochem

Der Hunsrück ist ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges in Rheinland-Pfalz und zu geringen Teilen im Saarland. Begrenzt wird er durch den Mittelrhein im Osten, die Mosel im Norden, die Nahe im Süden und die Saar im Westen. Ein bekannter Merksatz lautet: "Mosel, Nahe, Saar und Rhein - schließen rings den Hunsrück ein". Vom Klima sagt man, dass es rau und regnerisch sei, wobei diese Aussage nur ein Vorurteil bedient. Tatsächlich ist das Klima durch die Höhenlage zwar etwas kühler und rauer als die benachbarten Rhein- und Moseltäler, aber im gesamtdeutschen Vergleich eher angenehmer und wärmer als der Großteil Deutschlands. Den Hunsrück durchzieht nicht umsonst Deutschlands älteste Weinbauregion, nämlich "Mosel-Saar-Ruwer".

Der Hunsrück hat die niedrigste Bevölkerungsdichte Deutschlands; im 18. und 19. Jahrhundert wanderten Hundertausende aus wirtschaftlicher Not aus. Das durchschnittlich 400 - 500 m hohe Bergland des Hunsrücks, teilweise von schluchtartigen Tälern durchzogen, gipfelt im 816 m hohen Erbeskopf, dem höchsten Berg des linksrheinischen Schiefergebirges. Während die flachwellige Hochfläche landschaftlich genutzt wird und reich an kleinen Ortschaften ist, bildet der Höhenrücken eines der größten deutschen Waldgebiete. Geologisch interessant sind die Edelstein- und Schiefervorkommen in den Ausläufern des Idarwaldes. 

In west-östlicher Richtung von Saarburg nach Koblenz verläuft die Hunsrückhöhenstraße. Von Nordwest nach Südost durchzog einst eine römische Heeresstraße, die sogenannte "Ausoniusstraße" dieses Mittelgebirge (Ausonius war ein röm. Dichter und Prinzenerzieher des 4. Jhs. n. Chr., er beschrieb in seinen "Mosella" die Kaiserstadt Trier sowie die Heerestraße von Bingen nach Trier).

Der Hunsrück ist als besonders romantische Landschaft bekannt. Viele seltene Pflanzenarten wie Gelbe Narzisse, Mondraute, Waldhyazinthe und andere Orchideenarten, aber auch Quellmoore, Hangbrücher genannt, machen ihn zu einem wirklichen Naturwunder. Für Mineraliensammler und geologisch Interessierte bietet die weltweit bekannte Edelsteinstadt Idar-Oberstein mit ihrer weithin sichtbaren sagenumwobenen 500 Jahre alten Felsenkirche eine sehenswerte Attraktion: das Deutsche Edelsteinmuseum und Edelsteinminen mit Besichtigungs- und Schürfstollen. Dazu kommt die "Historische Weiherschleife", eine wasserradangetriebene Edelsteinschleiferei aus dem 17. Jh.

Die Natur im Hunsrück fasziniert den Besucher mit zahlreichen Mooren, Magerrasen (nährstoffarme trockene Grünflächen) und Feuchtwiesen (Seggenrieder = Feuchtbiotope). In den Wäldern leben Rot- Reh- und Schwarzwild sowie Marder, Füchse und Dachse. Von den zahlreichen hier heimischen Vogelarten sind Stein- und Rauhfußkauz, Tannenhäher, Braunkehlchen, Bekassine und Haselhuhn von besonderer Bedeutung.

Der Hunsrück ist fast zur Hälfte mit Buchen, Eichen und Fichten bewaldet. Man findet die schönen Hirschzungenfarne und sogar Wildgladiolen. Diese Wälder, vor allem der Soonwald (im südöstlichen Hunsrück) waren Ende des 18. Jhs. weniger beliebt als berüchtigt; damals hauste dort der Schinderhannes, ein Räuberhauptmann - 1803 wurde er mit 19 Genossen in Mainz geköpft. Johannes Bückler, wie der Schinderhannes mit bürgerlichem Namen hieß, war aber wahrscheinlich nur allein für die zahlreichen Verbrechen verantwortlich, die der Bande zu Last gelegt wurde...weitere Informationen auf: Wikipedia.de

Die 116 km lange Nahe entspringt bei Selbach im südlichen Hunsrück: Wiesen und Wälder, Rebhänge, aber auch steile Felswände säumen den windungsreichen Fluss, an dem sich malerische Orte aneinander reihen. Die schönsten Strecken des Hunsrücks werden durch die Hunsrück-Höhenstraße erschlossen. An ihr liegen das auch als Luftkurort besuchte Städtchen Kastellaun, der Hauptort des Vorderen Hunsrück, mit einer Burgruine, ferner die Luftkurorte Morbach, Thalfang und Hermeskeil.

Die Menschen im Hunsrück waren arm und der Boden gab nicht viel her. Niemand dachte daran, irgendwie raffiniert zu kochen. Man war froh, wenn alle Mäuler genug Kartoffeln und Brot hatten. Nur an Festtagen gab es was Besonderes - aber auch Deftiges, z.B. geräuchertes Schweinefleisch mit "handehochem" Speck, Meerettich und Sauerkraut, dazu weiße Bohnen oder Erbsen.

Am Schlachttag wird noch heute Hunsrücker Schlachtplatte aufgetischt: Wellfleisch mit Sauerkraut, hausgemachte Leber- und Blutwurst. Dazu trank man früher den (sauren) Viez, einen Apfelmost. Hervorragend schmeckt der Hunsrücker Schaukel- oder Schwenkbraten, der über einem offenen Buchenholzfeuer auf einem locker aufgehängtem Rost hin und her geschaukelt wird. Na denn... so entsteht der "Schaukelbroore".

Der Regisseur Edgar Reitz drehte auf dem Hunsrück Anfang der 1980er Jahre den ersten Teil seiner Filmtrilogie "Heimat". In der Zeit des kalten Krieges bis Anfang der 1990er Jahre lagerten die Amerikaner in der Raketenstation Pydna Cruise Missiles; heute findet hier jährlich eine der größten Rave-Dance-Veranstaltungen statt.

Nicht vergessen darf man den seit 1990 genutzten ehemaligen Militärflughafen (heute Frankfurt-) Hahn-Airport, der stetig weiter ausgebaut wird und sich ständig wachsender Beliebtheit erfreut.

Videos zur Region


Tourist-Information

Hunsrück-Touristik GmbH
Gebäude 663
55483 Hahn Flughafen
Telefon: 06543-507700
Telefax: 06543-507709

E-Mail: info@hunsruecktouristik.de
Homepage: www.hunsruecktouristik.de

Weitere beliebte Urlaubsregionen in der Nähe

Naturpark Homert

Hermeskeil

Gräfensteiner Land

Webcams aus der Region

Erbeskopf
ohne Gewähr

Das könnte Sie auch interessieren:
Verschenken Sie einen Bauernhofurlaub
Die beliebte Urlaubsbörse
Magazin mit Themen rund um Urlaub auf dem Bauernhof
Raten, Basteln und Lernen auf der Bauernhofurlaub.de-Kinderseite
  Service-Telefon 08362-9303622 |   Erlebnis-Shop |  Urlaubsbörse |  Partnerlogin |  Bauernhof eintragen