Die Internationale Grüne Woche 2015 ist zu Ende gegangen

Internationale Grüne Woche 2015
Wie in jedem Jahr, so war aus auch diesmal wieder ein buntes Angebot, das sich den Besuchern auf der jetzt gerade zu Ende gegangenen 80. Internationalen Grüne Woche 2015 in Berlin präsentierte – wenn man denn genug Geduld und Zeit aufbrachte, das Programm der „größten Agrarmesse der Welt“ durchzuforsten und dann das für einen Passende herauszusuchen aus einer inzwischen schier unübersehbaren Fülle verschiedenster Veranstaltungen, Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen, Ausstellungständen, Sonderschauen, Vorführungen, Pressekonferenzen und nicht zuletzt den vielen Probierstationen.

Immerhin warteten genau 1.658 Aussteller aus 68 Ländern auf über 400.000 Besucher, was in etwa den Zahlen des vergangenen Jahres entspricht. Und dann muss das alles, wofür man sich entschieden hat, auch noch „abgearbeitet“ werden“ – keine leichte Sache, wenn man bedenkt, dass im Durchschnitt jeder Besucher etwa 116 EUR auf der Messe ausgegeben hat. Vielleicht ist ein Teil davon auch bei den Ständen des diesjährigen „Partnerlandes“ Lettland geblieben mit seinem vielfältigen kulinarischen Angebot. Da hatten es die Gäste der ersten Grünen Woche noch wesentlich einfacher, die 1926 als kleine lokale Warenbörse begann.

„Realität ist Trumpf“ – diese Parole hatte Bauernpräsident Joachim Ruckwied ausgegeben. Zwar hatte er speziell das Bild von Landwirtschaft im Auge, wie es heute in der Schule vermittelt oder eben nicht vermittelt wird, wenn es um die harten Realitäten geht. Aber eigentlich gilt diese Parole für die ganze Grüne Woche.

Wer nur gekommen ist, um etwa bei den verschiedensten Probierständen einzukehren und zu kosten und gelegentlich ein paar Volkstänzen zuzuschauen, der wird nicht bemerkt haben, unter welch starkem Veränderungsdruck gerade die bäuerliche Landwirtschaft und damit eben auch die Anbieter von Ferien auf dem Bauernhof seit Jahren stehen. Aus dem, was der Nicht-Fachmann und die Nicht-Fachfrau, die ja sehr zahlreich die Grüne Woche besuchen, in erster Linie als neu, interessant, idyllisch, schmackhaft oder sonst wie empfinden, ergeben sich für den professionellen Blick einer Bäuerin mit ihren zwei, drei oder mehr Ferienwohnungen zwar oft wichtige Anregungen. Zugleich sind es aber immer auch Herausforderungen, auf die sie reagieren muss – ob sie will oder nicht – weil sie sonst vielleicht den Anschluss an die Mitbewerber verliert.

Natur purAus der Masse der Angebote hier nur einige wenige Highlights: Für Haus- und Gartenfreunde gab es in den beiden Gartenhallen das „volle Programm“: Von Sämereien, Gartenscheren und allen Farben und Formen über Teleskopleitern und Hydropressen bis hin zu Industrieklebern und sogar rauchfreien Holzkohlegrills für die nächste Grill-Saison, nicht nur um die Qualität der gegrillten Steaks zu verbessern, sondern auch zur Entschärfung von drohendem Ärger mit dem Nachbarn. Auch wer seinen Garten neu möblieren wollte, kam auf seine Kosten: Gartenmöbel, Wintergärten, Gewächshäuser, Sicht- und Sonnenschutzanlagen, Whirlpools und komplette Schwimmanlagen warn zu besichtigen und kritisch zu bewerten. In der benachbarten Blumenhalle war der Frühling schon ausgebrochen. Mit über 37.000 Blumen wurde der Winter ausgetrickst und Frühlingsatmosphäre verbreitet.

Auf dem „ErlebnisBauernhof“ gab es nicht nur die neueste Landtechnik zu sehen, man konnte auch den Weg eines Getreidekorns von der Aussaat bis zum fertigen Brot verfolgen und sich dazu dann auch noch die Butter selbst herstellen. In einer Schaufleischerei und einer gläsernen Bäckerei wurde die Verarbeitung von Rohwaren anschaulich demonstriert und erklärt und Currywurst, Brötchen und Brezel zum Verzehr angeboten. Und wer wollte, konnte sich dann auch noch einen Einblick in die artgerechte Haltung, Züchtung, Fütterung und Gesundheit der Tiere auf einem Bauernhof verschaffen.

Gegen Ende der Grünen Woche gab es noch zwei Sondermessen. Die eine dieser Sondermessen „Vdelicious“ (V steht für vegetarisch oder vegan) wendete sich an Menschen, die den Anteil tierischer Produkte an ihrem Konsum reduzieren oder ganz auf Null setzen wollen, wobei es keineswegs nur um die Nahrung ging, sondern zum Beispiel auch um Kleidung. Und bei der anderen Sonderschau, der „Allergy & Free From Show“, stand die Anfälligkeit gegenüber Allergien oder Unverträglichkeiten im Mittelpunkt und was man dagegen tun kann. Beides Themen, die auch für Vermieter von Ferienwohnungen deswegen immer interessanter werden, weil es immer mehr Menschen gibt, für die diese Themen wichtig sind.

 

Weitere Informationen zur Internationalen Grünen Woche:

Messe Berlin
Tel.: +49 30 / 3038-0
Fax: +49 30 / 3038-2019
igw@messe-berlin.de
www.gruenewoche.de