Wie kommt die Gülle auf die Felder?

Derzeit liegt vielerorts wieder ein herrlicher Landduft in der Luft – denn jetzt ist genau die richtige Zeit, die Gülle auf den Feldern zu verteilen. Aber wie kommt die Gülle auf die Felder? Der Landwirt Stefan Maier aus dem Allgäu erklärt in dem Video von all-in.de alle Zusammenhänge in diesem Kreislauf.

Fangen wir mal ganz von vorne an: Zuerst frisst die Kuh das Gras, anschließend wird es durch das Wiederkäuen von der Kuh verdaut. Der ausgeschiedene Kot und Harn wird noch im Stall über eine sogenannte Entmistungsanlage abgeschoben. Von dort geht es weiter damit in die Güllegrube zur Lagerung, denn es kann nicht immer der gesamte Inhalt der Grube auf den Feldern ausgebracht werden. Die Lagerzeit des „braunen Düngegolds“ beträgt im Sommer circa 4-6 Woche und im Winter ungefähr ein halbes Jahr. Im Winter ist es bei gefrorenem Boden verboten, Dünger auf dem Feld auszubringen.

Und ab damit auf’s Feld!

Nach dem Befüllen des Gülle- oder Jauchefasses passiert das, was sicher jeder schon einmal beobachtet hat. Der Bauer fährt damit auf die Wiese und los geht’s. Wirklich erstaunlich, dass pro Kuh ca 30.000 Liter Jauche anfallen. Der Dünger wird in der kompletten Vegetationszeit auf dem Feld verteilt, d.h. von März bis Ende Oktober. So lange dürfen wir den Duft der frisch gedüngten Felder genießen. Nach dem Mähen wird meist wieder gedüngt, damit das Gras besser einwachsen kann und der kommende Aufwuchs besser gedeiht.

Weitere Infos zum Thema Gülle auf www.all-in.de.

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