Maultier

MaultierSteckbriefAbstammungKörpermerkmaleKommunikationNachwuchsErnährung
Körpermerkmale

Das bemerkenswerteste Kriterium an den Maultieren ist, dass sie sich selbst in der Regel nicht mehr fortpflanzen können. Maultierhengste sind immer fortpflanzungsunfähig, ab und zu kommt es vor, dass Maultierstuten trächtig werden können, das ist jedoch äußerst selten. Man sollte die Hengste dennoch kastrieren, da ihr Verhalten sich geschlechtstypisch auswirkt und sie trotzdem versuchen, die ebenfalls rossig werdenden Stuten zu decken. Bis heute gibt es weltweit nur 60 Maultierfohlen, das letzte kam 1988 in China zur Welt.

Maultiere sind einfach zu züchten, bei Mauleseln wird das schon schwieriger. Sie sind für ihre große Ausdauer, Gelenkigkeit und Unempfindlichkeit bekannt, sie eignen sich hervorragend als Zug-, Reit- und Tragtiere bis 150 kg. Von großen Entfernungen und Lasten erholen sie sich erstaunlich schnell, können auch große Temperaturunterschiede, Hunger und Durst wesentlich besser ertragen als Pferde. Sie sind widerstandsfähig, genügsam, robust und sie werden selten krank. Maultiere sind entschlossene, fleißige und mutige Tiere mit großem Selbsterhaltungstrieb und sehr gut ausgeprägten Sinnen. Sie sind auch sehr intelligent, was ihnen oft zu Unrecht den Ruf einbringt, eigenwillig und stur zu sein.

Maultiere sind meist kleiner als ihre Pferdemutter aber größer als ihr Eselvater. Oftmals sehen sie einem Pferd ähnlicher als einem Esel, schon wegen ihres großen, langgestreckten Kopfes und ihres oft eher glatten Fells. Eine Eigenschaft der Esel haben sie allerdings mitbekommen, ihre langen, flauschigen Ohren. Sie haben einen etwas spärlicher behaarten Schweif wie die Pferde, das Schwanzende zeigt sich ohne die eseltypische Quaste. Ihre Fellfarben sind meist braun, schwarzbraun oder schwarz. Selten kommen auch Färbungen in weiß oder grau vor und es gibt sogar gescheckte Maultiere. Insbesondere wenn es sich um dunkle Felltiere handelt, haben sie meist ein weißliches Maul, das man in der Fachsprache „Mehlmaul“ nennt. Sie haben eine kurze und lichtere Mähne als Pferde. Maultiere gelten als geradlinig, besonnen, duldsam, ausdauernd und gutmütig sie sind aber auch sehr sensibel. Ihre Hufe sind schmal und sehr hart, so dass sie auch auf Geröll und felsigem Untergrund noch trittsicher in großen Höhen laufen können. Sie erreichen auf kurze Distanzen bis zu 60 km/h. Maultiere sind auch sehr verträglich mit anderen Tierarten und nicht so scheu wie Pferde.
Wegen ihrer Gutmütigkeit werden sie zudem für therapeutische Reitzwecke eingesetzt.

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