Känguru

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Körpermerkmale

Die typischsten Körpermerkmale eines Kängurus sind sein runder Hinterleib mit langen, muskulösen Hinterbeinen, kurze Vorderbeine und ein kräftiger, bis zu einem Meter langer Stützschwanz, der als Balancehalter beim Springen dient. Kängurus haben ein graubraunes bis rotbraunes Fell, einen verhältnismäßig kleinen Kopf und lange, große Ohren. Die Rede ist dabei von den typischsten Känguruvertretern, den roten oder grauen Riesenkängurus. Es gibt aber auch Ratten- und Zottel-Hasenkängurus die klein und wendig gebaut sind und nur bis zu 1,8 kg auf die Waage bringen. Eine weitere, ganz anders geartete Känguruart ist das Baumkänguru, das eher einem Bären gleicht. Die Felskängurus sind wesentlich kleiner und leichter, zudem mehrfarbig gemustert.

Die typischen Kängurus bewegen sich hüpfend fort, sie haben einen langen, behaarten Schwanz auf den sie sich stützen können. Die kleinen Vorderpfoten enden in fünf Fingern, die zur Nahrungsaufnahme dienen. Die Hinterfüße besitzen vier Zehen. Kängurus haben 32 bis 34 Zähne. Die Känguruweibchen tragen eine Beuteltasche (Marsupium) vor ihrem Bauch, in der sich vier Zitzen befinden, so dass das Kängurubaby nicht nur gemütlich darin spazieren getragen sondern zeitgleich gesäugt werden kann. Die männlichen Kängurus tragen keinen Beutel.

Kängurus sind dämmerungs- und nachtaktiv, man kann sie aber auch tagsüber bei der Nahrungssuche beobachten. Am Nachmittag nehmen sie gerne ein Sonnenbad, danach suchen sie Schutz vor zu viel Sonneneinstrahlung im Schatten der Bäume, in Felsspalten, Mulden oder Höhlen. Um sich zu kühlen, aber auch wenn sie sich aufregen lecken Kängurus ihre Unterarme und Hände. Sie sind Einzelgänger und leben nur selten in kleinen Gruppen zusammen. Jedes Tier verfügt über individuelle Verhaltensweisen und einen ausgeprägten Charakter, Kängurus sind sehr intelligent.

Die Riesenkänguruarten können kurzzeitig Geschwindigkeiten von 50 km/h erreichen und in Sätzen von 9 bis 13,5 Metern weit springen. Dabei werden die Hinterbeine dank hochelastischer Muskelbänder weit nach vorne geschwungen, sobald sie den Boden berühren werden Schwanz und Vorderpfoten nachgesetzt.  Kängurus können nicht rückwärts gehen. Baumkängurus können überhaupt nicht hüpfen, sind dafür aber behände Kletterer.

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