Weserbergland

Kaiser-Wilhelm-Denkmal (Porta Westfalica)
Porta Westfalica

Die Weser ist nach dem Main der zweitlängste Fluss, der nur durch deutsches Gebiet fließt. Die längeren Flüsse wie Donau, Rhein, Elbe, Mosel oder auch die Oder haben entweder ihre Quelle bzw. Mündung oder auch beides außerhalb Deutschlands.

Die Weser beginnt als Oberweser in Hann. Münden. Dort entsteht sie aus dem Zusammenfluss von Werra und Fulda und fließt durch das Weserbergland bis zur Stadt Porta Westfalica.

Der "Weserstein" an der Weserspitze der Insel Tanzwerder in Hann. Münden berichtet: "Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihre Namen büßen müssen, und hier entsteht durch diesen Kuss deutsch bis zum Meer der Weser Fluss - Hann. Münden, den 31. Juli 1899". Die offizielle Einweihung dieses Gedenksteines erfolgte am 2.9.1899, dem "Sedanstag",  damals Nationalfeiertag des Deutschen Kaiserreiches.

Direkt nach dem Zusammenfluss der beiden Quellflüsse beginnt bei Hann. Münden das recht langgestreckte Oberweser-Durchbruchstal, das sich bis zum Weserknie westlich von Bad Karlshafen hinaufzieht. Dort wird die Weser als "Grenzfluss" zwischen Hessen und Niedersachsen von recht steilen Berghängen aus Buntsandstein eingerahmt, in die sich die Weser bis zu 300 m tief eingegraben hat.

Nach dem Weserknie ist sie wie gesagt vor allem Grenzfluss von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, wobei bis zur Porta Westfalica weitere enge Talbereiche folgen, die meist von steilen, waldbedeckten Hängen gesäumt werden. Von der Porta Westfalica aus, einem nur kurzem Durchbruchstal bei der gleichnamigen Stadt, fließt die Weser dann durch die Norddeutsche Tiefebene.

Von Kassel her windet sich die Fulda in schönen Schleifen zwischen dem Naturpark Kaufunger Wald und dem Reinhardswald auf Hann. Münden zu. Die untere Diemel entspringt im Rothaargebirge und durchquert im Weserbergland zwischen Kassel und Paderborn die "Warburger Börde". Sie schlängelt sich dort vorbei an Burgen und Schlössern, bis sie bei Bad Karlshafen in die Weser mündet. Insgesamt ist die Diemel ein leichter aber nicht langweiliger "Wiesenbach", der auch für Ausflugsfahrten und für Fahrten mit Kinder gut geeignet ist.

Entlang dieser drei Flüsse, mit über 120 km Ufer, sind drei vorzüglich ausgeschilderte Radwanderwege fertiggestellt worden; mit hervorragenden Möglichkeiten zum Angeln, zu Kanu- und Motorsportfahrten sowie erholsamen Ausflügen mit den Weser- und Fuldaschiffen.

Zum Wandern gibt es jede Menge Gelegenheiten: im 25.000 ha großen Reinhardtswald mit dem Grimmschen Märchenschloss Dornröschens - der "Sababurg" - und dem 130 ha großen angeschlossenen "Mauerpark", ein Freitiergehege mit 80 verschiedenen Tierarten und insgesamt 550 Tieren.

In dieser historischen Gartenanlage, vor über 430 Jahren vom Landgrafen Hessens errichtet, tummeln sich Wisente, Uren (Wildrinder), Urwildpferde, Damwild, Wölfe, Luchse. Dazu gibt es ein Wassergeflügelgehege sowie einen Kinderzoo in der Anlage mit über 200jährigen Eichenalleen - den berühmten "Huteeichen".

Hann. Münden, die Stadt am Zusammenfluss von Werra und Fulda, wurde 1170 auf einer Landzunge zwischen den beiden Flüssen von Heinrich dem Löwen gegründet. Das mittelalterliche Stadtbild ist geprägt von 475 (!) Fachwerkhäusern im Stil der Weserrenaissance, Kirchen und Resten einer alten Befestigungsanlage. Nahe der Werra, in der Nähe der alten Werrabrücke, steht das ehemalige Welfenschloss aus dem 16. Jh., heute Sitz des Städtischen Museums. Von der Tillyschanze (Heerführer im 30jährigen Krieg) hat man einen herrlichen Blick auf die Altstadt.

In Veckerhagen bei Reinhardshagen ist noch eine der alten Weserfähren in Betrieb. Das Schiff wird von Drahtseilen gehalten, die über Rollen mit einem über den Fluss gespannten Kabel verbunden sind. Auf diese Weise drückt die Strömung das Schiff von Ufer zu Ufer.

Die nächste Station entlang des Flusses ist der Ort Bursfelde im Bramwald mit den sehenswerten Überresten eines ehemaligen Benediktinerklosters aus dem 11./12. Jh. Von dort geht es weiter nach Gieselwerder, einem Luftkurort mit schönen Fachwerkhäusern und der Ruine einer alten Wasserburg.

Jetzt kommen wir zur "Grenzstadt" Hessens gen Niedersachsen, nämlich Bad Karlshafen, eine Gründung hugenottischer Flüchtlinge 1699 an der Mündung der Diemel in die Weser. Davon zeugen noch heute schöne Barockhäuser, das Hugenottenmuseum und das symmetrisch angelegte Straßennetz. Seinen Namen verdankt das Städtchen einer 1730 entdeckten Solequelle und einem damals angelegten Hafenbecken.

Von hier aus lohnt sich - ca. 12 km - entlang der Diemel ein Abstecher zum Fachwerkstädtchen Trendelburg, welches von der gleichnamigen Burg überragt wird.

Ein Stück weiter die Weser hinauf ins Niedersächsische bietet sich ein Besuch der gleichnamigen Porzellanmanufaktur Fürstenberg, 1747 gegründet, an.

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