Hofarteninfo - Bio-Bauernhof

Allgemeines und Wissenswertes über

Bio-Bauernhöfe

Gesundheitsbewusste Menschen mit einem feinen Gespür für die Natur und die Tierwelt, mit Umweltbewusstsein und großer Tierliebe, machen bevorzugt Urlaub auf einem Bio-Bauernhof.

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Alle Info´s zu Bio-Bauernhöfen

Was macht einen waschechten Biohof aus?

Auf Biohöfen kann man davon ausgehen, dass sie in ihrer Zielsetzung verankert haben, im harmonischen Einklang mit der Natur anzubauen, zu produzieren und zu ernten. Die Tiere werden ihrer Art und Neigung entsprechend gehalten, genießen besonders viel Auslauf und leben meist in Offenställen mit weicher Einstreu, damit sie sich auch mal zur Ruhe legen können. Ihre Gatter und Boxen sind großzügig geschnitten und während der warmen Monate leben sie vorwiegend draußen auf den Wiesen, Weiden und Koppeln und erfreuen sich an den frischen, saftigen Kräutern. 

Buntes Hofleben und gesunde Bio-Produkte

Die Kinder dürfen vielerorts schon früh am Morgen dem Bauern beim Melken über die Schulter schauen und von der köstlichen, frischen Bio-Milch probieren. Auf manchen Höfen zaubert die Bäuerin daraus leckeren Käse, Joghurt, Frischkäse oder Quark und da darf man gerne nach Absprache mit dabei sein. Auch gibt es dort dann nicht selten einen Hofladen, wo man die köstlichen und gesunden Bioprodukte käuflich erwerben kann, auch als begehrte Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Die Kräuter aus dem Bauerngarten duften ebenso herrlich wie die Blumen. Die Bäume und Sträucher hängen schwer von Früchten aller Art. In den Beeten wachsen die unterschiedlichsten Gemüsearten und auf den Feldern gedeihen Korn und Mais.

Bei der Einbringung der Ernte kann auf Wunsch nicht selten tatkräftig mit angepackt werden und sicherlich nimmt der Bauer, wenn es seine Zeit erlaubt, die Feriengäste auch mal auf dem Traktor mit aufs Feld hinaus.

Bei der Pflege und Fütterung der Tiere darf man meist mithelfen und auch der Stall muss hin und wieder ausgemistet werden. Nach der Ernte der Feld- und Gartenfrüchte werden diese sofort weiterverarbeitet, die Biohofbauern lagern sie ein, verkaufen sie auf dem Markt, verschicken bunte Abo-Kisten an Biofreunde, legen und kochen ein und kreieren aus dem leckeren Obst die köstlichsten Fruchtaufstriche. Dabei helfen die Feriengäste immer besonders gerne mit und natürlich auch beim Brotbacken im historischen Steinofen.

Der Bauer übernimmt ab und zu gerne mal eine interessante Hofführung um seine Feriengäste in das Leben und Arbeiten der Biobauernfamilie einzuführen und um ihnen zu erklären, was im Einzelnen den kleinen aber feinen Unterschied zwischen einem konventionell geführten und einem Bio-Bauernhof ausmacht. Die Bäuerin veranstaltet vielleicht Kräuterwanderungen und lädt anschließend zu spannenden Kräuterseminaren ein, wo man lernt, wie man die heilenden Salben, Öle, Tinkturen und Cremes daraus selber herstellen kann. Jung und Alt sind auf Bio-Bauernhöfen gleichermaßen in den Hofalltag mit eingebunden und machen hier lehrreiche, spannende und unvergessliche Erfahrungen.

Biologisch angebautes Tierfutter

Auf Bio-Bauernhöfen wird das Tierfutter zum Zufüttern oder für die kalten Wintermonate, in denen die Tiere in den Stallungen gehalten werden, meist selbst angebaut. So kann man sicher sein, das die Tiere nur kraftvolles, natürliches Futter erhalten. Zur Produktion dieser Futtermittel werden immer öfter Biogasanlagen eingesetzt. 

Der Biohof im Vergleich zum konventionellen Bauernhof

Für Bio-Bauernhöfe gibt es strenge Kriterien, die einzuhalten sind und die auch immer wieder von den entsprechenden Stellen kontrolliert werden. Biobauern verzichten gänzlich auf den Einsatz von chemischen Spritz- und Düngemitteln aber auch auf Wachstumsbeschleuniger und chemische Schädlingsbekämpfungsmittel. Die Bio-Siegel müssen ständig erneuert und zertifiziert werden. Durch all diese Auflagen, die den Bio-Bauern viel Zeit und Geld kosten sind die Bio-Produkte natürlich auch etwas teurer als konservativ angebaute Erzeugnisse. Zudem tut man etwas für den Natur- und Umweltschutz sowie für den Schutz der Tiere. In biologisch angebauten Lebensmitteln dürfen zudem keinerlei künstliche Aromen, Geschmacksverstärker, Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten sein. 

Bio Siegel

Biologisch erzeugte Produkte sind durch aufgedruckte Siegel gekennzeichnet. Neben dem EU weit gültigen Bio-Siegel für den ökologischen Landbau existieren zahlreiche weitere Siegel. Für jedes Siegel gilt ein eigener Kriterienkatalog, welcher von der verantwortlichen Stelle definiert wird. Einige der bekanntesten Biosiegel möchten wir vorstellen.

Bio-Siegel für den ökologischen Landbau

Seit Mitte des Jahres 2010 ist dieses neue EU-Bio-Siegel verpflichtend für alle verpackten Bio-Lebensmittel. Das bedeutet, dass sämtliche in Europa erzeugten Bioprodukte mit diesem EU-Logo gekennzeichnet sein müssen und natürlich auch den Richtlinien der EU-Verordnung unterliegen. Diese beinhalten im Wesentlichen, dass mindestens 95 % der Inhaltsstoffe ökologisch angebaut sind und allerhöchstens 0,9 % gentechnisch veränderte Zutaten enthalten sein dürfen. Viele andere deutsche Bio-Verbände haben da allerdings wesentlich striktere Bedingungen als die EU-Verordnung es vorschreibt. Dennoch gelten EU-Bio-Siegel-Produkte als Waren mit einem hohen gesetzlich geschützten und überprüften Standard und sichern dem Verbraucher dadurch eine hochwertige und konstante Qualität zu. Es handelt sich bei dem EU-Bio-Siegel um ein rechteckiges Gütezeichen, darauf befinden sich zwölf weiße Sterne auf hellgrünem Hintergrund. Einer der Sterne trägt einen langen, weißen Schweif. Damit setzt man auf einen hohen Wiedererkennungswert. Neben dem Logo gibt es noch einen Kontroll-Code und eine Auflistung des Herkunftsortes der einzelnen Rohstoffe. Man kann somit reine EU-Produkte unterscheiden von Produkten, deren Herstellungsorte nicht in der EU liegen und es gibt auch gemischte Varianten aus beidem. Den Herstellern ist es erlaubt, neben dem EU-Bio-Siegel auch mit anderen nationalen Biosiegeln auf den Produkten zu werben.  

Demeter

Demeter ist die älteste, ökologische Landbewirtschaftungsform und arbeitet auf der Basis wissenschaftlicher und anthroposophischer Natur- und Menschenkenntnis in biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise. Damit bildet Demeter einen Unterschied zu anderen Bio-Anbauverbänden und gilt als die nachhaltigste Form. Beispielsweise ist Demeter der einzige Öko-Anbauverband, welcher selbst die Tierhaltung, Tierfütterung und tierärztliche Behandlung mit Naturheilverfahren gezielt vorschreibt, auf die schmerzhafte Enthornung der Kühe verzichtet und die Einhaltung aller Tierschutzauflagen als Selbstverständlichkeit voraussetzt. Die 100%ige Biofütterung der Rinder führt natürlich zu einem Tiermist, der für die Landwirtschaft ein wertvolles Bio-Düngemittel darstellt. Es werden ohnehin nur natürliche Präparate aus Kuhdung, Kieseln, Kräutern und Mineralien zur Bodendüngung eingesetzt. Dabei legt man Wert darauf, dass die Humusschicht in den Böden stetig anwächst, da sich darin große Mengen an Kohlendioxid befinden, welche dem Treibhauseffekt entgegenwirken. Demeter-Bauern produzieren zudem mit Herzblut eine Vielfalt an  Heilpflanzenpräparaten für Mensch und Tier. Die Bioverordnung der EU sieht weiterhin noch 47 nicht unumstrittene Zusatzstoffe vor, die jedoch bei Demeter-Bauern tabu sind, beispielsweise natürliche Aromen, Nitritpökelsalz und die Verwendung von Jod. Demeter Betriebe leisten also weit mehr, als die EU-Bioverordnung vorschreibt und werden hierzu alljährlich auch  strengstens kontrolliert.     

Naturland

Naturland wurde im Jahre 1982 gegründet. Der Ökoverband stellt hohe Ansprüche und Anforderungen in Bezug auf die ökologische Lebensmittelherstellung an seine Mitglieder. Weiterhin ist der Ökoverband aber auch in der Herstellung von Kosmetik und Textilien, in der Aquakultur und in der ökologischen Waldnutzung sehr engagiert. Strenge Standards, die weit über die EG-Öko-Verordnung hinausgehen, Transparenz in den Arbeitsabläufen sowie eine garantiert gleichbleibende Qualität zeichnen die Naturland-Produkte aus. Die Richtlinien des Verbandes gründen sich auf einer ganzheitlich-systemorientierten Betrachtungsweise und müssen von allen Herstellern und Verarbeitern zwingend eingehalten werden, damit es für den Verbraucher vom Erzeuger bis zum Ladenverkauf transparent bleibt. Mit ganzheitlichem Ansatz, Nachhaltigkeit, in die Praxis umgesetztem Umwelt- und Naturschutz sowie sozialer Verantwortung arbeiten Naturland-Mitgliedsbetriebe nun schon weit über 30 Jahre. Der naturgemäße Erhalt von Böden, das Sauberhalten von Gewässern und Luft ist ebenso in den Statuten von Naturland verankert wie der Umstand, dass der Einsatz von Gentechnik verboten ist. 

Fazit
Beim Kauf von Bioprodukten kann man von einer gleichbleibend guten Qualität ausgehen und davon, dass man ein wirklich gesundes Produkt erworben hat. 

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