Apulien – wunderschöner Stiefelabsatz Italiens

Der malerischste Küstenort Polignano a Mare in Apulien
Der malerischste Küstenort Polignano a Mare in Apulien

Apulien, auf italienisch Puglia genannt, liegt in Südostitalien und zählt rund 4,1 Millionen Einwohner. In der ummauerten Hauptstadt Bari mit ihren 325.000 Einwohnern herrscht geschäftiges, reges Treiben und sie befindet sich auf einer Halbinsel. Apulien zieht sich sowohl am Adriatischen als auch am Ionischen Meer entlang. Die adriatische Küste verfügt überwiegend über Kieselstrände und ist felsig beschaffen während die ionische Küste sandig und flacher ist. Im Norden finden sich herrliche Sandstrände an den Küstenabschnitten des „Fersensporns“ Gargano am oberen Ende des Stiefelabsatzes. Dem Sporn vorgelagert sind die touristisch vielbesuchten Tremiti-Inseln. Feinsandig ist es auch in Trani und Barletta, ruhige Felsenbuchten finden sich bei Polignano a Mare und viel Rummel gibt es an den Sandstränden bei Monopoli.

Daten, Zahlen & Fakten Apuliens

Apulien besteht aus den Provinzen Bari, Foggia, Tarent, Brindisi, Barletta-Andria-Trani und Lecce. Apulien ist, wie bereits erwähnt, die Region mit dem Absatz des berühmten „italienischen Stiefels“, der im Süden mit der Halbinsel Salento abschließt. Die Region erstreckt sich auf einer Fläche von knapp 19.366 Quadratkilometern und besteht über 50 % aus Ebenen. Die andere Hälfte bildet sanftes Hügelland und 1,5 % Apuliens besteht aus gebirgigen Flächen. Es handelt sich um die flachste italienische Region mit heißen Sommern und milden Wintern. Die drei größten Städte sind die Hauptstadt Bari sowie Tarent und Foggia. Eine weitere bekannte Metropole ist Brindisi, deren Hafenanlagen zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Die beiden hauptsächlichen Flughäfen des Landes liegen in Bari und Brindisi-Casale. Daneben gibt es regionale Flughäfen in Foggia und Tarent. Ein Flug nach Apulien stellt die schnellste Anreisevariante von Deutschland dar. Mit dem Auto, Bus oder Zug muss ganz Italien durchquert werden, um den Stiefelabsatz zu erreichen. Bedeutende Fährhäfen für Auto- und Personenfähren befinden sich in Bari und Brindisi. Während der Woche sind alle Küstenstädte Apuliens gut mit dem Zug zu erreichen. Am Wochenende ist die Fahrt ausschließlich mit dem Auto problemlos möglich, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht ausreichend verkehren.

Die apulische Landwirtschaft

Apulien ist ein Jahrhunderte altes Ackerland und bedeutendes Weinanbaugebiet Italiens, vorwiegend für gehaltvolle Rotweine. Die Anbaufläche beträgt 107.571 Hektar worauf die Winzer alljährlich rund 7,6 Hektoliter Wein erzeugen. Namhafte Weinanbaugebiete sind Manduria, Canosa di Puglia, Foggia, die Halbinsel Salento, Locorotondo und der Landstrich um das Castel del Monte. Die fruchtbaren Küstenstreifen sind ideal für den Anbau von Oliven, Tomaten, Mandeln, Getreide, Trauben, Zitrusfrüchten, Feigen und Kaktusfeigen. In den milden Wintern gedeiht in Apulien der Stängelkohl, der dem wilden Brokkoli ähnlich ist. Der Stängelkohl bildet in Apulien die Grundzutat für das berühmte Nationalgericht „Orecchiette“, eine hutförmige Nudelart von 2-3 Zentimetern Durchmesser. Diese von Hand geformten Nudelhütchen reichen die Apulier entweder mit gekochtem Stängelkohl oder einer fruchtigen Tomatensoße.

Besonderheiten in Apulien

Aus der Gegend um Tarent stammt der süditalienische Volkstanz „Tarantella“, der sich durch schnelle Musiktakte auszeichnet, auf die der wilde Tanz folgt. Dieser Trance-Tanz soll eine Art Gegentherapie für den Biss einer Tarantel-Spinne darstellen. Der Gebissene tanzt bis zur völligen Erschöpfung, was das Spinnengift aus dem Körper treiben soll.

Videos zur Region

Die zehn schönsten Sehenswürdigkeiten Apuliens

Apulien ist ein uraltes Kulturland, gespickt mit Sehenswertem aller Art. Das Land lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen, es ergeht sich in einem beschaulich langsamen Tempo. Den Besuchern mutet es in diesen hektischen, schnellebigen Zeiten an, als wären hier die Uhren stehen geblieben. Viele geheimnisvolle Völker wie den Griechen, Messapier, Römer und Byzantiner beherrschten einst Apulien.

Die besterhaltene Stauferburg Italiens liegt nordwestlich der Landeshauptstadt Bari und nennt sich „Castel del Monte“. Während der Regierungszeit Kaiser Friedrichs II. ließ er im 13. Jahrhundert diese „Steinerne Krone Apuliens“ in oktonaler Symmetrie mit achteckigen Türmen erbauen. 1996 nahm die UNESCO das Schloss in die Weltkultur-Erbeliste auf. In der Abenddämmerung wirkt das Schloss als würde es in zartrosé Farbtönen schimmern. 

Eine der schönsten Höhlen Italiens ist die Grotte de Castellana in Bari. Faszinierende Kalkablagerungen, kuriose Gebilde, mächtige Schluchten und fossile Formen, die teilweise in grellen Farben erstrahlen, machen die Höhle zu etwas Besonderem.

Gargano - der Stiefelsporn Italiens, ist der größte Nationalpark des Landes und versteht es eindrucksvoll eine üppige Fauna und Flora mit spirituellen Wirkungsstätten zu verbinden. Die Michaelsgrotte zählt zum Welterbe der UNESCO. In den Wäldern des Gargano leben die letzten hundert „Garganischen Rehböcke“ weltweit. Die Halbinsel ist voll von zauberhaften Fischerdörfern, feinsandigen Stränden, schroffen Klippen und idyllischen Buchten. Das Mittelalterdorf Vieste sollte ebenso auf der Agenda stehen wie der Strand von Mattinata mit seinen berühmten Felsenklippen Baia delle Zagare. Im Fischerdorf Trabucchi genießen die Gäste köstlichen, fangfrischen Fisch.

Ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe sind die sogenannten „Trulli“ von Alberobello, nahe der Hauptstadt Bari gelegen. Diese rund 1.500 schneeweißen Kegelbauten sind nach dem Vorbild von apulischen Hirtenhütten aus Stein nachgebaut und besitzen konisch verlaufende Dächer. Sie besitzen winzige Fenster und bieten anhaltenden Schutz gegen die große Sommerhitze, im Winter speichern sie über offene Kamine die Wärme für lange Zeit.   

In Lecce auf der Halbinsel Salento besticht die Basilika Santa Croce, mit deren Bau im Jahre 1353 begonnen wurde. Vollendet wurde sie 1699, nach dieser endlosen Bauphase von 346 Jahren erstrahlt sie heutzutage eindrucksvoll mit einer prächtigen Barockfassade und korinthischen Säulen. Im Inneren der Basilika befinden sich siebzehn Altäre! Weiterhin sehenswert ist der Palazzo die Celesini und Lecce nennt sich selbst das „Florenz des Südens“. Zudem ist die Halbinsel geprägt von Olivenhainen und einzigartigen Trockenmauern. Den faszinierenden Pescoluse Strand nennen die Einheimischen die „Malediven von Salento“.  Am Strand Porto Cesareo bestechen die Punta Prosciutto Dünen.

Die Stadt Ostuni liegt in der Provinz Brindisi und erstreckt sich mit ihren weithin sichtbaren, weiß gekalkten Häusern auf einem Hügel. Ihr enges, pittoreskes Labyrinth von Gassen und Treppen ist zum verirren. Das Rathaus mit der barocken Oronzo-Säule und die zauberhafte Barockkirche Santa Maria Maddalena begeistern alle Besucher.

Im Nationalpark Gargano befindet sich die Grottenkirche San Michele, das älteste Michaelsheiligtum im gesamten Abendland! Der Sage nach erschien hier der Erzengel Michael am 8. Mai 492. Die Grottenkirche liegt teilweise unterirdisch und wird durch das Portal der „Vergebung aller Sünden“ betreten. Sie zählt zum Welterbe der UNESCO. Im Inneren des Berges erwartet die Besucher ein beeindruckender Ort der inneren Einkehr und Ruhe.

In Tarent wartet die Festung Castello Aragonese mit ihren vielen Türmen, Ecken, Gartenanlagen und einem Labyrinth auf. Sie beheimatet ein übersichtliches Marinemuseum.

Otranto ist eine der schönsten Städte Italiens. Sie beherbergt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise die Kathedrale Santa Annunziata von 1088 mit ihren prächtigen Bodenmosaiken und der Krypta. Auch Polignano a Mare ist einer der malerischsten Küstenorte Apuliens und liegt am Rande einer stark zerklüfteten Schlucht.

Im äußersten Süden des Stiefelabsatzes, auf einer Felseninsel dem Festland vorgelagert, befindet sich die sehenswerte Altstadt von Gallipoli. Die engen Gässchen laden zum Schlendern und Verweilen ein, der Geruch feinster Köstlichkeiten weht durch alle Straßenecken. Ein mächtiges Kastell, schmucke Souvenirläden und hübsche Kirchen bezaubern ebenso wie der Fischmarkt mit seinem frischen Fischfang. 


Tourist-Information

PUGLIAPROMOZIONE DIREZIONE GENERALE
Fiera del Levante PAD. 172, Lungomare Starita,
IT-70132 BARI
Telefon: (+39) - 80-5821427
Telefax: (+39) - 80-5821429

E-Mail: direzione.generale@viaggiareinpuglia.it
Homepage: www.agenziapugliapromozione.it

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Apulien
ohne Gewähr

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