Östl. Sachsen-Anhalt/Fläming

Schloß Plötzkau
Schloß Plötzkau

Die Kulturlandschaft in Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg ist verbunden mit wichtigen Namen und Ereignissen. In der Universitätsstadt Wittenberg schrieb der Reformator Martin Luther Geschichte. Das Renaissance-Schloss der Askanier-Fürsten in Bernburg hoch über der Saale zeugt von dem kulturellen Reichtum der Region, genauso wie das Stadtbild der einstigen anhaltischen Residenzstadt Zerbst. Die Stadt Köthen ist bekannt geworden als Wirkungsstätte des Komponisten Johann Sebastian Bach.

Über Jahrhunderte hinweg hat die Region Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg kulturelle, soziale und technologische Innovationen hervorgebracht, die sie zu einer der bedeutendsten Kulturregionen Europas werden ließen. In den letzten zehn Jahren wurden die Lutherstätten in Wittenberg, das Gartenreich Dessau-Wörlitz und die Bauhausstätten in Dessau in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Bereits 1979 wurde das 3.000 ha große Biosphärenreservat "Mittlere Elbe" als erstes in Deutschland überhaupt von der UNESCO als bedeutende Natur- und Kulturlandschaft anerkannt.

Am Vorabend eines vereinigten Europas kann man sagen, dass hier bereits vor tausend Jahren internationale Politik gemacht wurde, die das Bild Deutschlands und seine Rolle in Europa unter der Hand des ersten deutschen Königs, Heinrich des Voglers, und seiner Nachfahren nachhaltig prägte. Steinerne Zeugnisse der umwälzenden Entwicklungen sind die Bauwerke jener Zeit: Klöster, Dome, Burgen. All diese Bauwerke, erbaut zur Ehre Gottes und zur Festigung und Ausdehnung weltlicher Macht, haben  die Jahrhunderte überdauert. Nirgendwo sonst, das Rheinland ausgenommen, trifft man romanische Baukunst in Deutschland in solcher Dichte und Kostbarkeit an. Genau hier in Sachsen-Anhalt liegen die Wurzeln einer nicht mehr abreißenden Entwicklung in deren Verlauf immer wieder bedeutende Söhne des Landes Geschichte machten, allen voran der Reformator Martin Luther.

Wer dem steinernen Kalender deutscher Geschichte aus der Zeit zwischen 950 und 1250 mit seinen rund 70 exemplarischen Objekten entlang der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt folgt, wird diesen Spuren begegnen.

Man schreibt den Palmsonntag des Jahres 973. Kaiser Otto I. trifft von Italien kommend in Magdeburg ein. Dort betet der Herrscher zusammen mit seiner zweiten Frau Adelheid, seinem frischvermählten Sohn Otto II. und dessen junger Frau Theophanu, einer Nichte des Kaisers von Byzanz, am Grab seiner ersten Frau Editha, Tochter König Edwards von England. - Dies will heißen, dass es heute kaum internationaler zugeht wie seinerzeit.

Der Weg entlang der Straße der Romanik öffnet jedem, der ihr folgt, einen faszinierenden Einblick in ein fernes Zeitalter und man erlebt auf vergleichsweise kleinem Raum eine Fülle unterschiedlichster Landschaften voll von Naturschönheiten, dazu reich an idyllischen Dörfern und Städten, in denen der Gast König ist. Außergewöhnliche Ideen haben hier seit  Jahrhunderten Tradition.

Deshalb lädt die östlichste Reiseregion Sachsen-Anhalts ihre Gäste zu einem Besuch ins Reich der Ideen und dessen historisch authentischen Schauplätzen ein. Von Martin Luther, der mit seinem Thesenanschlag an die Schlosskirche zu Wittenberg die christliche Welt reformierte über Johann Sebastian Bach, der in Köthen seine Brandenburgischen Konzerte schuf oder den anhaltischen Fürsten Franz, der im Sinne der Aufklärung sein gesamtes Fürstentum zum "Dessau-Wörlitzer Gartenreich" umgestaltete bis hin zur Künstleravantgarde am Dessauer Bauhaus, die mit ihren bahnbrechenden Ideen die Kunst des 20. Jh. prägten. Diese und noch eine Vielzahl anderer Schauplätze großer Ideen und kulturhistorischer Besonderheiten sind in dieser Region bis heute im Original zu sehen.

"Ferropolis", die Stadt aus Eisen (150 Jahre Braunkohlenförderung) oder das Filmmuseum in Wolfen gehören ebenso zu den Anziehungspunkten wie die Naturparke "Dübener Heide", "Fläming", "Unteres Saaletal" oder das Biosphärenreservat "Mittlere Elbe". Äußerst ideenreich gestalten sich  die touristischen Angebote dazu. So kann man diese herrliche Landschaft beispielsweise bei einer Trabi-Safari mit dem original Kultmobil oder bei einer Kanufahrt durch die urwüchsigen Flussauen von Elbe und Saale sowie per Drahtesel entlang der zahlreichen Radwege erkunden. Traditionelle Feste vom Pflaumenkuchenmarkt in Plötzkau über Luthers Hochzeit in Wittenberg bis hin zum Spargelfest in Zerbst erwarten jährlich  Besucher aus nah und fern.

Der Fläming ist ein Höhenzug in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg, der sich östlich der Elbe bis zur Dahme hinzieht. Der westliche Teil wird Hoher Fläming, der südöstliche Teil Niederer Fläming genannt. Im Norden wird die Landschaft des Fläming durch das Baruther Urstromtal begrenzt. Die Städte Ziesar, Belzig, Treuenbrietzen, Jüterbog, Baruther/Mark, Dahme/Mark, die Lutherstadt Wittenberg und Zerbst sowie die Gemeinde Wiesenburg/Mark liegen im oder am Rande des Fläming. Die höchste Erhebung des Flämings ist mit 200 m der Hagelberg. Der Begriff Fläming erinnert an die Besiedlung der Mark Brandenburg kurz nach ihrer Gründung im Jahr 1157 durch Albrecht den Bären mit Zuwanderern aus Flandern.

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Tourist-Information

Tourismusregion
Anhalt-Dessau-Wittenberg e.V.

Neustraße 13
06886 Lutherstadt Wittenberg
Telefon: 03491-402610
Telefax: 03491-405857

E-Mail: info@anhalt-dessau-wittenberg.de
Homepage: www.anhalt-dessau-wittenberg.de

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