Vorpommern

Ostseestrand bei Ahrenshoop v2
Ostseestrand bei Ahrenshoop v2

Vorpommern ist der östliche Teil des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Er umfasst etwa ein Drittel des Bundeslandes und ist der strukturschwächere der beiden Landesteile. Die einst zur Hansezeit wichtig gewesene Hansestadt Stralsund ist die größte Stadt in Vorpommern und ist auch heute noch die wirtschaftlich bedeutendste Stadt. Geistiges Zentrum ist die Universitätsstadt Greifswald, ca. 35 km von Stralsund entfernt. Vorpommern wird vor allem durch seine lange Küste geprägt, wobei eine "Doppelküste" hier typisch ist, bei der die vorgelagerten Inseln sogenannte "Bodden" (flacher Strandsee, seichte Bucht) vom offenen Meer trennen. Sie sind einmalig und es gibt sie nur hier.


Den Besuchern bietet Vorpommern vor allem viel Ruhe und Abgeschiedenheit. In den Flusslandschaften mit den flachen Feldern, Wiesen und Wäldern scheint überall die Zeit stehen geblieben zu sein. Viele unberührte Stellen findet man hier, an denen sich z.B. Störche und Seeadler wohl fühlen.Ein idealer Ort zum Wandern, Reiten, Radfahren oder um Ausflüge auf dem Wasser zu unternehmen, das alles kann wunderbar entspannen und schafft gute Laune. In den Flussniederungen von Peene, Recknitz, Trebel und Tollense gibt es für Angler vielerlei Möglichkeiten, ihrem Hobby zu frönen.

Die Strände des Greifswalder Boddens und des Stettiner Haffs sind natürlich weitaus belebter und bieten vielerlei Bade- und Wassersportmöglichkeiten.

In den Hansestädten Stralsund, Greifswald, Demmin und Anklam (Geburtsstadt des Flugpioniers Otto Lilienthal) sowie in der Hafenstadt Wolgast findet sich eine große Anzahl von wunderschönen alten Patrizierhäusern, Domen, Kirchen, Klöster und Rathäuser. Kleinere Städte wie Gützkow, Loitz oder Tribsees haben sich den etwas behäbigen Charme der vergangenen Jahrhunderte bewahrt, als wenn die Zeit stillgestanden wäre.

Derjenige, der alte Bauern- und Fischerdörfer mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten: Freest, Lassan, Mönkebude und das Seebad Ueckermünde am Stettiner Haff laden den Besucher mit ihren Kirchen, Gutshäusern und den reichlichen Parkanlagen zum Verweilen, Schauen und Rasten ein.

Neben diesen sehenswerten Besucherzielen im Inneren Vorpommerns müssen natürlich die vorgelagerten Inseln Rügen, Hiddensee und Usedom sowie die Halbinselgruppe Fischland-Darß-Zingst genannt werden, die auf einer anderen Regionalseite ausführlich beschrieben werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdient der "Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft", der sich zwischen der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, den Inseln Hiddensee und Rügen sowie den dazugehörigen Bodden- und Festlandküstengebieten erstreckt. Hier befindet sich eine der wenigen noch naturnahen Großlandschaften Mitteleuropas. Das Landschaftsbild ist das Ergebnis einer natürlichen Küstenentwicklung im Laufe der Jahrhunderte mit einer beeindruckenden Eigendynamik.

Die Abtragungs- und Anlagerungsprozesse der Zeit haben Steilküsten, Landschaften mit Strandwällen, sogenannte "Windwatte", das sind durch starken Wind oder Sturm freigelegte Strandseeflächen, die sich erst wieder mit Ostseewasser füllen, wenn der Wind sich dreht, geschaffen. An den Steilküsten dieser Region findet man bizarre, verwachsene Bäume, sogenannte Windflüchter, die durch die vorherrschenden Westwinde im Laufe der Zeit entstanden sind.

Ein unvergleichliches Erlebnis für jedermann ist der Zug der ca. 60.000 Kraniche, die hier zweimal jährlich einfallen, und diese Landschaft als Rast- und Fressplatz nutzen.

Die altehrwürdige Hansestadt Stralsund ist die größte Stadt Vorpommerns und liegt am Strelasund, der Meerenge zwischen der Insel Rügen und dem Festland. Die Stadt, die eine wechselvolle Geschichte durchlebte, hat durch ihr historisches intaktes Stadtbild, die Altstadt ist fast vollständig von Wasser umgeben, für den Besucher einen besonderen Reiz. Sie wurde von der UNESCO unter Denkmalsschutz gestellt und verfügt über Bauten, die vom Mittelalter bis hin zum Klassizismus reichen.

Eine der schönsten Städte an der Ostseeküste ist Greifswald, 1250 nach lübischen Recht gegründet. Zahlreiche Gebäude der Gotik, der Renaissance und des Barocks zeigen die geschichtliche Stadtentwicklung auf, die durch die Hanse (Gründungsmitglied 1299) und die schwedische Besatzungszeit (1648-1815) geprägt wurde. Sehenswert sind der Dom St. Nikolai, die Marienkirche, der historische Marktplatz und die Gebäude der zweitältesten Universität Norddeutschlands. In der Galerie des Pommerschen Landesmuseums sind die weltbekannten Gemälde des Malers Caspar David Friedrich ausgestellt.

Von reichhaltigen Naturschutzgebieten umgeben, liegt die Hansestadt Anklam direkt an der Peene. Auch sie kann mit vielen alten unversehrten Häusern aufwarten. Für Naturfreunde ist Anklam und seine Umgebung ein hervorragender Ausgangspunkt für die Entdeckung der vorpommerschen Landschaft zu Fuß und mit dem Rad. Die nächste sehenswerte Stadt ist Pasewalk, im Südosten Pommerns. Sie wurde leider im II. Weltkrieg zu achtzig Prozent zerstört, trotzdem wirkt die Stadt ansehnlich, da sie liebevoll restauriert sowie mit vielen Grünflächen versehen wurde. Das Prenzlauer Tor mit Heimatmuseum, der 28 m hohe Pulverturm und ein weiterer Turm mit dem schönen Namen "Kiek in de Mark" - es gibt ein wunderschöne Sage um diesen Turm - sind beachtenswerte Zeugnisse des mittelalterlichen Pasewalk.

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Tourist-Information

Tourismusverband Vorpommern e.V.
Fischstraße 11
17489 Greifswald
Telefon: 03834-8910
Telefax: 03834-891555

E-Mail: info@vorpommern.de
Homepage: www.vorpommern.de

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