Harz

Quedlinburg

Der waldreiche Harz liegt in der Mitte Deutschlands zwischen dem Leinetal im Westen, dem Mittellandkanal im Norden, dem Saaletal im Osten und dem Eichsfeld im Süden. Er ist 95 km lang und 35 km breit. Kaum ein anderes Gebirge ist so von Sagen und Geschichten umgeben wie der Harz. Er ist das nördlichste deutsche Mittelgebirge, der legendenumwobene Brocken erhebt sich mit 1142 Metern über die altertümlichen Städte und Dörfer mit ihren liebevoll gestalteten Fachwerkhäusern, Kirchen und Schlössern.

Das Gebiet des Harzes teilen sich drei Bundesländer: Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen. Vor allem Fichtenwälder, in höheren Lagen durchsetzt von Hochmooren, bestimmen sein Landschaftsbild.

Ein dichtes Netz kleiner Flüsse, Seen und Teiche gliedert ihn in eine Reihe von romantischen Tälern und sanften bis schroff aufragenden Bergrücken. Enge, felsige Täler wie das Oker- und Bodetal greifen besonders vom Nordrand her tief in das Gebirge ein.

Der Unterharz fällt nach Südosten allmählich von 500 m auf 350 m ab. Zahlreich Bäche schlängeln sich durch Wiesentäler, die in einer sanften Hügellandschaft eingebettet sind. Laub- und Mischwälder prägen sein Bild. Das östliche Harzvorland ist mit seiner Lößdecke sehr fruchtbar.

Am Fuße des Brocken entspringen die Ilse, Bode, Ecker und Oder. Einen der letzten Urwälder Europas findet man im Harz.

In der Harzregion befindet sich das vermutlich älteste Fachwerkhaus Deutschlands (1350) in Quedlinburg. Fachwerkhäuser prägen das Bild vieler Harzstädte wie Goslar, Osterode, Stolberg und Wernigerode.

Um 1900 wurde die Brockenbahn eröffnet. Schon damals erreichten etwa 100.000 Besucher den Gipfel, die Hälfte mit der Bahn. Nach Gründung der DDR war das Brockener Gebiet Sperrzone, die Natur konnte sich erholen.

Anfang des 10. Jhds. nahmen die sächsischen Könige das bis dahin herrenlose Gebirge in Besitz als Jagdrevier. Später entdeckte man bedeutende Vorkommen von Silber. Ein Aufschwung erfolgte, die Erzlagerstätten wurden als Lehen an Klöster, Städte und Verbände vergeben. Wohlstand kehrte ein. So auch die Stadt Goslar, die mit einer Kaiserpfalz "gekrönt" wurde. Die mittelalterliche Altstadt wurde 1992 zum Weltkulturerbe erklärt, man nennt die Stadt auch das "Nordische Rom" mit seinen 47 Kirchen und Kapellen. Noch heute ist ihr Anblick mit den Türmen der fünf großen Pfarrkirchen beeindruckend, den man von der hoch gelegenen Kaiserpfalz genießen kann.

Unter Kaiser Heinrich I. wurde Quedlinburg gegründet, der Harz wurde zum Mittelpunkt des Reiches. Während der Jahre der großen Königs- und Kaisergeschlechter galt er als Reichsbannforst. Es durfte zwar Holz gesammelt, doch weder geschlagen noch gejagt werden!

Im nördlichen Vorland gelegen, wurde Halberstadt 804 als Bistum von Karl dem Großen gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Stadt unter den Einflüssen Gleims, Lessings und Klopstock zum kulturellen Zentrum der Region. Zu besichtigen ist der Dom St. Stephanus mit seinem Domschatz sowie das "Heineanum" mit Bibliothek und das Gleimhaus.

Bad Grund ist die älteste der sieben Oberharzer Bergstädte und seit über 100 Jahren ein Moorheilbad. Mit der Schließung der letzten Grube 1992 endete der über tausendjährige Bergbau.

In Sangerhausen gibt es etwas ganz Besonderes: Den größten Rosengarten der Welt! Das sogenannte "Rosarium" wurde 1903 gegründet, mit 6.500 Rosensorten und -arten. 55.000 Rosenstöcke mit über einer Million Blüten bilden ein duftendes Blütenmeer auf einer Fläche von 15 ha. Attraktionen wie die "Schwarze", die "Grüne" Rose, Moosrose und sogar eine "Ölrose(!)" sowie seltene Pflanzen und Bäume wie Urwald-Mammutbaum, Gingkobaum umrahmen die gepflegten Beete.

Eisleben. Die Lutherstadt. Hier wurde er geboren, hier starb er. Auch diese Stadt gehört zum Weltkulturerbe. Die historischen Bauten und Kirchen sind eng mit dem großen Reformator verbunden.

Die Rappodetalsperre ist die größte Deutschlands, liegt zwischen Trautenstein und Wendefurth. Sie hat eine Höhe von 106 Metern, kann 110 Mill. Kubikmeter Wasser stauen und besteht aus 2,1 Mill. Tonnen Beton.

Es gibt zwei Nationalparks im Harz, rund 10% der Harzfläche. Ein Rarität sind die alten Bäume. Viele Dichter rühmten sie. Es sind die stärksten und höchsten Fichten in deutschen Wäldern (am Hang des Wolfbachtales).

Im Naturschutzgebiet "Dicke Tannen" haben diese alten Bäume eine so dicke Rinde, dass kein Borkenkäfer sie angreifen kann, auch übliche Sägeblätter nicht. So blieben sie trotz Verjüngung des Bestandes stehen. 1893 wurde alles vermessen: 114 Riesenbäume, damals schon bis 50 m hoch, Durchschnittsalter 260 Jahre, größter Durchmesser 1,2 m. Heute haben diese Naturwunder schon mal einen Umfang von über 5 m...

Die Schmalspurbahnen im Harz haben eine Spurweite von 1.000 mm und sind schnaufend auf Europas größtem Schmalspurnetz (131 km) mit alten Loks unterwegs. Über 400 Brücken überqueren sie dabei. Die bekanntesten sind die Brocken-, Selketal- und natürlich die Harzquerbahn.

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Tourist-Information

Harzer Verkehrsverband
Marktstraße 45
38640 Goslar
Telefon: 05321-3404-0
Telefax: 05321-3404-66

E-Mail: info@harzinfo.de
Homepage: www.harzinfo.de

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