Westmecklenburg

Schloss Schwerin Westmecklenburg
Schloss Schwerin Westmecklenburg

Diese Region umfasst sowohl Anteile des ehemaligen Territoriums Mecklenburg-Schwerins, als auch das vormalige Land von Mecklenburg-Strelitz (um die Stadt Schönberg). Das Gebiet besteht aus den Landkreisen Nordwestmecklenburg, Parchim und Ludwigslust sowie den Städten Schwerin und Wismar an der Ostseeküste.

Geprägt wurde Westmecklenburg durch sanfte, hügelige Moränen (Gesteinsschutt), verbunden mit eingestreuten Seenplatten. Einst war das ganze Land mit Mischwald bedeckt, den die niedersächsischen Siedler rodeten. Sie legten dann sogenannte Hagendörfer an und lebten Seite an Seite mit der slawischen Urbevölkerung, bis allmählich ein Gemisch beider Völker entstand.

Der Dichter Fritz Reuter, geb. in Stavenhagen, schrieb seinerzeit: "Über die Lage des Paradieses ist schon früher viel gestritten worden, aber nach bestimmten Nachrichten über meinen Urgroßvater Noah und nach Meinung... unserer ganzen Sippe war das Paradies in Mecklenburg und ist noch heute noch da..."

Westmecklenburg ist eine Landschaft, die sich wie kaum eine andere ihre Vielfalt und damit ihre Ursprünglichkeit erhalten hat. Nur selten gibt es wie hier noch so viele Schutzgebiete, Unberührtheit und einen außergewöhnlichen  Artenreichtum an Flora und Fauna.

Das Schweriner Land wird vorrangig durch seine Seen und den Buchenwäldern geprägt. Eine besondere Attraktion hierbei ist das Naturschutzgebiet "Insel Kaninchenwerder", auf dem u.a. Seeadler nisten. Anfang des 19. Jhs. war der gesamte Baumbestand durch eine Ziegelei gefällt worden. Das parkartige Aussehen erhielt Kaninchenwerder dann durch Anpflanzungen von Rosskastanie, Kornelkirsche, Sumpfzypresse und vielen Sträuchern; die alten Buchen und Eichen wurden freigestellt. Während der Zugvögelzeit konnten bisher über hundert verschiedene Vogelarten nachgewiesen werden. Der Besucher kann alles auf Wanderwegen sehr schön beobachten und sich an dem Artenreichtum erfreuen. Im Naturschutzgebiet  "Döpe" am Nordende des Schweriner Sees brüten viele Enten und Haubentaucher.

Der teils hügelige, teils flache Südwesten erhält seinen Reiz aus dem Wechsel von Kiefern- und Mischwäldern, von Auen und Feldern, von Kanälen und Flüssen. Hier ist eine harmonische Natur- und Kulturlandschaft erhalten, u.a. durch den Naturpark "Elbetal", der durch den großen Strom und seine Landschaft - Weichholzauen und Bracks (Flussteile, die aus Salz- und Süßwasser bestehen) geprägt ist. Dazu gibt es Feuchtgrüngebiete, Moore, aktive (!) Binnendünen und naturnahe Wälder. Auch hier ist dieses Schutzgebiet Durchzugs- und Überwinterungsort für Zugvögel wie Tausenden von Kranichen, dazu Zwerg-, Singschwäne und natürlich jede Menge Gänse.

In der östlichen Lewitz, die mehrere Naturschutzgebiete vereint, herrschen feuchte Niederungen, Fließe (natürliche Wasserläufe - urspr. im Spreewald) und Fischteiche vor. In der Gegend von Griesen gibt es eher karge Sandböden und Kiefernwälder. Das daneben befindliche Naturschutzgebiet  "Bretziner Heide" zeigt sich in der ursprünglichen Landschaftsform des 19. Jhs. mit einer im Frühjahr wunderschön rosaviolett blühenden Heide. Neben den typischen Mecklenburger Bauernhöfen findet man besonders viele Reiterhöfe, denn die Pferdezucht hat hier wie auf Gestüt Redelin eine jahrhundertelange Tradition.

Die Hauptstadt Schwerin von Meck-Pom zeichnet sich durch eine großartige historische Bausubstanz und aufgrund ihrer Lage zwischen sieben Seen durch eine ganz besondere "Wasserstimmung" aus. In der überschaubaren Innenstadt hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan, es lohnt sich, die Schönheiten der Stadt wie den Dom, die Prachtbauten am Markt und das vieltürmige Märchenschloss kennenzulernen - am besten zu Fuß. Aber nicht nur Schwerin selbst, auch die Umgebung hat eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ob man einen Ausflug rund um den Schweriner See macht, oder ins Westmecklenburgische zum reetgedeckten Denkmalhof "Rauchhaus Möllin" fährt. Rauchhäuser haben keinen Kamin, der Rauch des offenen Feuer zieht durchs ganze Haus, trocknet dabei Getreide, räuchert Wurst und Schinken. Er vernichtet dabei Ungeziefer und konserviert das Gebälk, um schließlich durch das Reetdach und offene Fenster zu entweichen.

Eine Visite wert ist auch die Barockstadt Ludwigslust mit der feudalen Residenz der (Groß-) Herzöge von Mecklenburg. Von da aus spaziert man am besten in die "Griese Gegend" (grau, karge Gegend) an der Elbe, denn hier findet man das klassische, urwüchsige Mecklenburg mit dichten Baumalleen, Schlössern, Amtssitzen und kleineren Landstädten. Es ist hier ein beschauliches, friedliches Leben.

Sehr sehenswert ist der Naturpark Schaalsee, den sich früher BRD und DDR teilten. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten blieben durch vierzig Jahre "Ruhe" erhalten. Schöne Naturerlebnisse erfährt der Wanderer oder Radfahrer, der das mit Rotbuchen bestandene und von ausgetorften Mooren durchzogene Land durchstreift, besonders im Frühling, wenn sich ganze Teppiche blühender Anemonen über die Wiesen breiten.

Weiter erwähnenswert sind die Stadt Parchim mit alten Fachwerkhäusern, Boizenburg mit mittelalterlichen Wallanlagen und Hagenow mit einem schönem Altstadtkern.

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Tourist-Information

Tourismusverband
Mecklenburg-Schwerin e.V.
Alexandrinenplatz 7
19288 Ludwigslust
Telefon: 03874-666922
Telefax: 03874-666920

E-Mail: info@mecklenburg-schwerin.de
Homepage: www.mecklenburg-schwerin.de

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