Altes Land

Die Lühe im Alten Land

Das Alte Land ist Teil der so genannten Elbmarsch südlich der Elbe in Hamburg und damit im Bundesland Niedersachsen gelegen. Zum Alten Land gehören die Gemeinde Jork, die Samtgemeinde Lühe, den Neu Wulmstorfer Ortsteil Rübke sowie die Hamburger Stadtteile Neuenfelde, Cranz und Francop.

Mit einer Gesamtfläche von rund 14.300 Hektar Baumobst ist das Alte Land das größte Obstanbaugebiet in Mitteleuropa, davon sind rund 77 % der Obstbäume Apfel- und rund 13 % Kirschbäume. Eine Besonderheit dieser Region sind die extra niedrig gezüchteten Apfelbäume, die das Pflücken erleichtern, man pflückt die Äpfel direkt in spezielle Schürzen hinein und entleert das Obst dann sehr vorsichtig in Kisten. An dieser Ernteart, die mit großer Hingabe und Sorgfalt praktiziert wird, hat sich seit dem 14. Jahrhundert nichts verändert.

Das Alte Land lockt deshalb insbesondere zur Obstblüte im Frühjahr und zur Ernte im Herbst zahlreiche Besucher aus aller Welt an. Der Tourismus ist mittlerweile auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und deshalb nicht mehr wegzudenken. Man kann hier durch prächtige Obstgärten spazieren um in einem Meer von zart rosa Blüten zu baden. Am Ende dieser Gärten stehen dann wunderschöne alte Fachwerkhäuser und kleine Gaststuben, die zum Einkehren einladen. Man atmet hier tief durch und spürt, dass die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, zumindest vergeht sie hier irgendwie langsamer... Willkommen im Alten Land!

Das Alte Land ist nur einen Katzensprung von Hamburg entfernt, dieses außergewöhnliche Naturparadies liegt an der Elbe zwischen Buxtehude und Stade, es lädt zum Wandern und Radfahren ein, aber auch zum Baden, auch die Kultur- und Geschichtsbegeisterten unter den Urlaubern werden auch auf ihre Kosten kommen. Der bekannteste Besucher des Altländer Ortes Jork war Gotthold Ephraim Lessing, der in Jork im Jahre 1776 die aus Hamburg stammende Eva König heiratete. Der Dichter Lessing ist auch der Namensgeber der Veranstaltung Lessing-Gespräche, die alljährlich im Herbst in Jork stattfindet und immer  viele Besucher anzieht.

Eine angenehme Möglichkeit, das Alte Land kennenzulernen, auch ohne dabei ins Schwitzen zu geraten, ist per Ausflugsdampfer auf den Nebenflüssen der Elbe zu schippern, beispielsweise die Este hinauf bis Buxtehude oder über die Elbe nach Hamburg, um dort nach so viel Natur ein wenig Großstadtluft zu schnuppern oder einen ausgiebigen Einkaufsbummel zu unternehmen.

Auch Radfahrer und Inline-Skater haben die endlos langen asphaltierten Wege für sich entdeckt, auf rund 113 Kilometern Deichstrecke stellen sie eine Herausforderung an alle dar, die sich auf Rollen und Rädern bewegen möchten.
Auf der Elbe  finden Segler fast immer eine entsprechende Brise vor und dazu gleich einen geschützten Liegeplatz, um über Nacht vor Anker zu gehen. Wer sich das Wasser lieber trockenen Fußes vom Land aus betrachten möchte, der macht es sich an einem der vielen Sandstrände oder am Elbdeich gemütlich und schaut dabei verträumt den riesigen Schiffen aus aller Herren Länder hinterher. Für Wasserliebhaber gibt es zudem ein beheiztes Freibad.

Die Altländer verstehen es meisterlich die Feste zu feiern wie sie fallen, da gibt es Apfeltage, Mühlenfeste, Schützenbälle und natürlich das alljährliche Blütenfest am ersten Maiwochenende, welches Besucher aus nach und fern anzieht. Der Höhepunkt des Blütenfestes ist immer die Wahl der Blütenkönigin und der bekannte Festumzug in den wunderschönen Altländer Trachten. Im Herbst, immer am zweiten September-Wochenende laden dann die Obstbauern zum "Tag des offenen Hofes" ein. Man bestaunt hier die Jahrhunderte alten Höfe und Häuser, dem interessierten Besucher wird ausgiebig erläutert, wie und was man hier anbaut und es finden Verkostungen mit den knackigen Altländer Apfelsorten statt, auf die man hier so stolz ist.

Eine ganz besondere Attraktion sind im Alten Land auch die "Gästeführungen", die nach individueller Vereinbarung und auf alle Fälle an jedem Sonntag stattfinden. Hierbei führt eine in traditioneller Tracht gekleidete Altländerin in einer rund zweistündigen Tour die Gäste durch die Geschichte des Marschlandes und vermittelt Einblicke in das einstige und heutige Leben dieser Region.

Wer einen noch weiter reichenden Bedarf an Informationen über das Alte Land hat, dem sei das kleine, aber exzellente Museum "Altes Land" in Jork empfohlen, welches zudem wechselnde Ausstellungen bekannter und junger Künstler in seinen vielen Galerien beherbergt.

Die hübschen und sehr gepflegten, oft jahrhundertealten Fachwerkhäuser- und höfe des Alten Landes weisen so manche architektonische Besonderheiten auf, die auch stets gepflegt werden und um deren Erhalt man hier sehr bemüht ist. Das sind kleine Details und Symbole, die im Mauerwerk der Häuser eingelassen sind oder auf kunstvoll geschnitzten Giebeln thronen. Sie dienten dazu, Wohlstand, Schutz oder Fruchtbarkeit zu bringen.

Man denkt hier auch oft an Holland, wenn man durch das Alte Land streift und richtig, die kleine weiße Zugbrücke, die schnurgeraden Gräben und die Windmühlen erinnern auch stark an Holland. Da denkt und liegt man auch gar nicht so verkehrt, denn es waren die holländischen Siedler, vor allem der berühmte Priester "Henricus", die das Alte Land bereits ab dem 12. Jahrhundert besiedelt haben. Mit ihrem fachkundigen Wissen über den Deichbau schützten sie den wertvollen Boden vor den regelmäßigen Sturmfluten, entwässerten die Moore und verteilten das Land unter den Bauern. So entstanden schon früh beeindruckende Bauten, die bis heute erhalten geblieben sind und noch rege genutzt werden, wie zum Beispiel die Fachwerkkirche in Grünendeich, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Viele von diesen prachtvollen Kirchen können besichtigt werden und haben sich heutzutage als beliebte Hochzeitskirchen etabliert.

Ganz besonders stolz sind die Altländer auf ihre wertvollen Kirchen-Orgeln, zwei der bekanntesten Exemplare stehen in Neuenfelde und Steinkirchen und sind vom Neuenfelder Orgelbauer Arp Schnitger gefertigt worden. Wer ihrem einzigartigen Klang lauschen möchte, kann dies bei einem der Gottesdienste tun oder eines der regelmäßig stattfindenden Orgelkonzerte besuchen.

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Tourist-Information

Touristik-Zentrale
Gemeinde Jork
Am Gräfengericht 2
21635 Jork
Telefon:  04162-91470
Telefax:  04162-5461

E-Mail: gemeinde@jork.de
Homepage: www.jork.de

 

 

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