Südliches Schleswig Holstein

Möllner Stadtsee
Möllner Stadtsee

Eine idyllische Landschaft erstreckt sich südlich von Lübeck bis Lauenburg am Ufer der Elbe. Dazwischen liegen mehr als 80 Seen, eingebettet in eine abwechslungsreiche, sanfthügelige und waldreiche Region. Immer wieder ragen Kirchtürme inmitten malerischer alter Dörfer auf, und entlang uralter Handelsstraßen locken historische Städte wie Ratzeburg, Mölln und Lauenburg zu einem stimmungsvollen Stadtbummel. Der gesamte Kreis Lauenburg ist ein Paradies für Wanderer und Radfahrer, die zahlreiche Routen in einem Netz von insgesamt 800 km markierten Wegen wählen können. Besonders der Naturpark Lauenburg sowie der ausgedehnte Sachsenwald östlich von Hamburg ziehen Besucher und Naturfreunde an.

Längst hat sich das Stadtgebiet von Ratzeburg über die schmale Landbrücke zwischen dem Ratzeburger See und dem kleineren Küchensee ausgebreitet. Die Altstadt auf der Insel wird von dem auf einem Hügel aufragenden Ratzeburger Dom beherrscht. An den Stifter, Heinrich den Löwen, erinnert rechts vom Eingang zum Domgelände ein bronzener Löwe. Nur wenige Schritte entfernt ist seit 1956 das Ernst-Barlach-Museum eingerichtet. Eine Ausstellung zeigt Zeichnungen, Plastiken und Holzschnitte des vielseitigen Künstlers. Im Sommer ist auf dem von Wäldern und Parks gesäumten Ratzeburger See viel Betrieb, es wird gebadet, gesegelt und gesurft. Auf dem etwas kleineren Küchensee sind zudem 2.000 m als Regattastrecke für Ruderer ausgewiesen, wo auch die Sportler der Nationalmannschaft trainieren.

Kajakfahren
Kajakfahren

Aus Geldmangel verpfändeten die Herzöge von Sachsen-Lauenburg Mölln 1359 an Lübeck. In dessen Besitz blieb die Stadt auf einer südöstlich in den Möllner See hineinragenden Halbinsel bis 1683. Zwei wichtige Handelsrouten verliefen damals über Mölln zur "Königin der Hanse": die Alte Salzstraße und der 1398 fertiggestellte Stecknitzkanal. Auf beiden Wegen mussten die Kaufleute nun im aufblühenden Mölln Zoll entrichten. Am kopfsteingepflasterten Marktplatz liegt das einzige erhaltene gotische Rathaus Schleswig-Holsteins. 1373 erbaut und knapp 100 Jahre später mit einer offenen Gerichtslaube ergänzt, fügt sich der mehrfach umgestaltete Backsteinbau harmonisch in die Ansammlung historischer Fachwerkhäuser ein. Nebenan sitzt auf dem Eulenspiegelbrunnen mit verschmitztem Lächeln eine Bronzefigur des bekanntesten Einwohners der Stadt, des Possenreißers und Schelms Till Eulenspiegel. Er soll 1350 in Mölln gestorben sein. Wander- und Fahrradwege führen durch die Mischwälder der hügeligen, gewässerreichen Landschaft.

Bernhard von Askanien gründete 1182 auf einer Anhöhe über dem Nordufer der Elbe die Feste Lavenburg, gerade da, wo die Alte Salzstraße kreuzte. Parallel zu letzterer wurde im Mittelalter mit dem Stecknitzkanal eine der ersten künstlichen Wasserstraßen Nordeuropas geschaffen. Auf dem 1398 fertiggestellten Kanal wurden um 1600 nahezu 1.000 Schiffe pro Jahr getreidelt! Lauenburg profitierte ab dem 15. Jh. wirtschaftlich von dem regen Schiffsverkehr. An diese Blütezeit erinnert die Palmschleuse östlich der Stadt aus dem Jahre 1725, die als eine der ältesten gemauerten Kammerschleusen Europas gilt. Seit über 100 Jahren verbindet der überwiegend im Bett des Stecknitzkanals verlegte Elbe-Lübeck-Kanal Lauenburg mit der Ostseemetropole im Norden. Seine Bedeutung als Handelsweg wird jedoch längst von der als Wasserstraße für Freizeitboote übertroffen.

Naturpark Lauenburgische Seen
Naturpark Lauenburgische Seen

1960 wurde der "Naturpark Lauenburgische Seen" eingerichtet, der heute rund 452 qkm zwischen Ratzeburger, Möllner und Schaalsee umfasst. Einige Gewässer sind erst seit 1989, nach Wegfall der innerdeutschen Grenze, wieder frei zugänglich. Neben großen Teilen des Schaalsees gehören auch Goldensee oder Dutzower See zu diesen Naturidyllen. An ihren weitgehend bewaldeten oder von Schilfgürteln bewachsenen Ufern locken gemütliche Badeplätze zum Verweilen ein.

Der 15 km lange und bis zu 6 km breite Schaalsee bedeckt eine Fläche von 23 qkm, und an seiner tiefsten Stelle sind es 72 m. Seine bis zu 25 m hohen Steilufer wechseln sich mit sandigen Buchten oder flachen Schilfgürteln, in denen Fischotter, Kormorane, Seeadler und Kraniche zu Hause sind, ab. Zu den wenigen öffentlichen Badestränden am See gehört neben dem mecklenburgischen Zarrentin auch das schleswig-holsteinische Seedorf.

Das unter Naturschutz gestellte Tal des Flüsschens Bille begrenzt mit Wiesen, Feuchtgebieten und herrlichem Baumbestand den Sachsenwald nach Westen, im Osten reicht er bis Schwarzenbek. Dieses mit 70 qkm Ausdehnung größte zusammenhängende Waldgebiet Norddeutschlands gehört der Familie Bismarck, seit Preußenkönig Wilhelm I. es Otto Fürst von Bismarck - dem Eisernen Kanzler - 1871 für dessen politische Verdienste geschenkt hatte. Nach seiner Entlassung als Reichskanzler 1890 durch Wilhelm II. lebte Bismarck bis zu seinem Tod 1898 im Sachsenwalder Schloss bei Friedrichsruh. Das Herrenhaus ist nicht zu besichtigen, wohl aber die letzte Ruhestätte des Politikers, das pompöse Bismarck-Mausoleum im nahen Aumühle. Als andere Attraktion von Friedrichsruh zieht der sorgfältig gepflegte Garten der Schmetterlinge im Sommerhalbjahr viele Besucher an. Unter den Kuppeln zweier Glashäuser wurde ein feuchtwarmes Klima geschaffen, in dem Hunderte tropischer und einheimischer Falter zu Hause sind.

 

Bilder © Thomas Ebelt

Video zur Region


Tourist-Information

Städtische Kurverwaltung Mölln
im historischen Rathaus
Am Markt 12
23879 Mölln
Telefon: 04542-7090 
Telefax: 04542-837353

E-Mail: ferien@moelln.de
Homepage: www.moelln-tourismus.de

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