„Klein aber oho“ - lautet die treffliche Beschreibung für das zauberhafte Aostatal!

Das Aostatal, auf italienisch „Valle d´Aosta“ genannt, ist eine autonome Region Italiens, die einen Sonderstatus genießt, zwischen Turin und dem Gebirgsmassiv des Mont Blanc liegt. Es besitzt keine Provinzen, wie die übrigen italienischen Regionen. Ihre 74 Gemeinden sind in acht „Unionen“ unterteilt, worunter die Hauptstadt Aosta als Einzige nicht fällt. Das Aostatal verteilt sich auf einer Fläche von 3.263 km², auf der rund 129.000 Einwohner leben. Es handelt sich sowohl bevölkerungs- als auch flächenmäßig um die kleinste italienische Region. Da das Haus Savoyen über viele Jahre das Aostatal beherrschte, ist die Region bis heute zweisprachig geblieben. Es gibt offiziell zwei Amtssprachen, das sind Italienisch und Französisch. Ein Teil der Einheimischen spricht einen frankoprovenzalischen Dialekt, der sich „Patois“ nennt. Das Aostatal zählt zu den wohlhabendsten Regionen Italiens. Die Landwirtschaft spielt eine ebenso gewichtige Rolle wie der Tourismus, hier produzieren die Bauern den markengeschützten Käse „Fontina“. Die Region ist weiterhin ein bedeutendes Weinanbaugebiet in Italien, beispielsweise das Gressoneytal unterhält beachtliche Weingärten und wunderschöne Kastanienhaine. Die erstklassigen Skiregionen rund um den Mont Blanc und das Monte Rosa Massiv genießen Weltruf.

Die geografische Lage des Aostatals und seine Bergwelten

Die Region grenzt im Norden an den Schweizer Kanton Wallis, im Westen an das zu Frankreich gehörende Auvergne-Rhône-Alpes, im Süden und Osten an das Piemont. Im Westen schließt sich der höchste Berg der Alpen, der 4.810 Meter hohe Mont Blanc an. Im Norden das weitläufige Gebirgsmassiv Monte Rosa mit der 4.634 Meter hohen Dufourspitze. Im Aostatal liegen das Tal der Dora Baltea, ein Teil des Nationalparks Gran Paradiso, der Parco Naturale del Mont-Avic, kleine Naturschutzgebiete sowie Skiregionen.

Alle Wege führen ins Aostatal: Das gut ausgebaute Verkehrsnetz

Die aus Turin kommende Autobahn A5 durchschneidet das gesamte Tal und ist über die A40 und den Mont-Blanc-Tunnel an das Autobahnnetz Frankreichs angebunden. Auch über die Alpenpässe Kleiner und Großer Sankt Bernhard ist das Aostatal mit der Schweiz und Frankreich verbunden. Das Tal ist durch die Eisenbahnstrecke von Chivasso im Piemont über die Hauptstadt Aosta bis nach Pré-Saint-Didier gut erschlossen.

Die „Top 10“ der Sehenswürdigkeiten

An der Grenze des Piemont, des Aostatals und Frankreich befindet sich der erste Nationalpark von Italien, der 1922 gegründete Nationalpark Grand Paradiso. Er besitzt eine Fläche von 70.318 Hektar und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem der prachtvollsten Gebiete Italiens. Hier leben die letzten Alpensteinböcke und mächtige Gipfel dominieren den Park, der höchste von ihnen ist der 4.061 Meter hohe Gran Paradiso. Geführte Wandertouren führen durch diese faszinierende Landschaft, das Wandern ist im Nationalpark ein beliebter Freizeitsport.

Aosta, die Hauptstadt der Region liegt 583 Meter über dem Meeresspiegel und zählt rund 35.000 Einwohner. Sehenswert sind Türme, Stadttore, der Triumphbogen Arco d´Augusto sowie die Brücken Pont de Pierre und Pont-Saint-Martin. Vom einst vierstöckigen, römischen Theater blieb eine eindrucksvolle, 22 Meter hohe Bühnenwand übrig. Vor diesem Bühnenbild und den Überresten des Forums finden heutzutage Theater und Konzerte statt. Reste römischer Thermen, eines Marktplatzes und eines Amphittheaters sind ebenfalls zu sehen. Die Kathedrale aus dem elften Jahrhundert sowie die Krypta und der Kreuzgang von Sankt Ursus sind ebenfalls einen Abstecher wert. Aosta besitzt einen Regionalflughafen, der rund zwei Kilometer außerhalb und östlich der Stadt liegt.

Von der Gemeinde Lillaz führt ein zehn Minuten andauernder Spaziergang zu einer Felsformation, über die eindrucksvoll Wassermassen in die Tiefe stürzen. Diese Wasserfälle haben eine Höhe von 150 Metern und rauschen urgewaltig und in drei Stufen ins Tal.

Für seine Frau Margarethe ließ der italienische König Umberto I. im Aostatal die prachtvolle Villa Castel Savoia bauen, die für ihren Stilmix bekannt ist. Sie besitzt fünf neogotische Türme, die in unterschiedlichen Formen und Höhen konzipiert sind. Ringsum befindet sich ein ausgedehnter Schlosspark mit Pinienwald und Felsengarten, der einen Blick auf die umliegenden Gletscher frei gibt.

In einem der schönsten Dörfer Italiens, in Bard, befindet sich auf einem Felssporn die gleichnamige Festung von Bard oberhalb des Flusses Dora Baltea. Die eindrucksvolle Festungslage mit ihrer traumhaften Aussicht konkurriert mit diversen Ausstellungen und Museen in ihrem Inneren. Von den „schönsten Dörfern Italiens“ besitzt das Aostatal gleich zwei, das nächste heißt Étroubles und besticht durch seine Pfarrkirche aus dem zwölften Jahrhundert.

Mittelalterliche Burg von Fénis im Aostatal
Mittelalterliche Burg von Fénis im Aostatal

Wer Lust auf eine Reise ins Mittelalter verspürt, der sollte sich die Burg von Fénis nicht entgehen lassen. Hierbei handelt es sich um eine erstmals im Jahre 1242 urkundlich erwähnte fünfeckige Festungsanlage mit unzähligen Türmen und Zinnen. Sie besitzt einen großen Innenhof mit eindrucksvollem Fresko aus dem 15. Jahrhundert, Kapelle, Dienerquartier, Waffenraum und Burgküche.

Im Dorf Aymavilles erhebt sich auf einem Moränenhügel eindrucksvoll die gleichnamige Burg aus dem 13. Jahrhundert. Sie besitzt vier mächtige runde und mit Zinnen bewehrte Barocktürme sowie einen kleinen Schlosspark. Hier finden in den Sommermonaten zahlreiche kulturelle Events statt.

Zwischen Frankreich und Italien befindet sich der höchste Berg der Alpen und der gesamten Europäischen Union. Dabei handelt es sich um den 4.810 Meter hohen Mont Blanc, den nicht nur Skifahrer und Bergsteiger zu schätzen wissen. Das berühmte Skigebiet Courmayeur liegt zu seinen Füßen. Es gibt herrliche Aussichtspunkte, mehrere Schutzhütten, ein kleines Observatorium, eine Seilbahn sowie schwierig begehbare Eiskletter- und Felsrouten. 

Die winzige Gemeinde Chamois im Aostatal zählt knapp 100 Einwohner, hat eine Größe von 14 Quadratkilometer und liegt auf einer Höhenlage von 1.818 Metern. Die Pfarrkirche, der kristallklare Bergsee Lod und die Seilbahn im Ortsteil Buisson zählen zu den Hauptattraktionen. Der Ort ist ausschließlich über diese Seilbahn oder per Flugzeug zu erreichen, liegt demzufolge absolut verkehrsberuhigt und bietet eine malerische Stille und Idylle.

Im Nordosten des Mont Blanc und des beliebten Wintersportortes Courmayeur liegt ein zauberhaftes Alpental namens Val Ferret. Es ist auf rund zehn Kilometern mit dem Auto befahrbar sonst wandern hier die Besucher, kehren in Berghütten ein und übernachten in Biwakschachteln. Eine abwechslungsreiche Flora entlang des Baches Dora di Ferret konkurriert mit traumhaften Berggipfeln, die sich links und rechts des Baches erheben. Malerische Dörfer mit architektonischer Vielfalt und frühgeschichtliche Stätten faszinieren auf der Wegstrecke durch das Val Ferret.

Eine Wintersportregion erster Klasse!

Die Wintersportorte Courmayeur und Breuil-Cervinia sind wichtige Wintersportorte. Eine Skischaukel verbindet Zermatt in der Schweiz mit dem italienischen Breuil-Cervinia. Weitere Skigebiete befinden sich am Monte-Rosa Massiv. Vor dieser traumhaften Kulisse liegen die Wintersportorte Gressoney, Ayas und Valsesia. Es stehen dort rund 880 Kilometer an Abfahrtspisten für die Wintersportfans bereit. 

Videos zur Region


Tourist-Information

Tourist Office - Region Valle d'Aosta
Piazza Porta Praetoria, 3
IT-11100 AOSTA (AO)
Telefon: (+39) - 0165-236627
Telefax: (+39) - 0165-235462

E-Mail: aosta@turismo.vda.it
Homepage: www.lovevda.it

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