Fläming

Im hohen Fläming
Im hohen Fläming

Der Fläming, benannt nach flämischen Kolonisten, die hier im 12. Jh. angesiedelt wurden, bildet den mittleren Teil des südlichen Landrückens, der von der Altmark im Nordwesten bis zum Lausitzer Höhenzug im Südosten reicht. Im Norden wird der über 100 km lange und 30 bis 50 km breite Fläming durch das Baruther Urstromtal begrenzt, im Westen und Süden durch Elbe und Schwarze Elster sowie im Osten durch die Dahme. Der Westteil des Fläming, der zu 90 % als Naturpark ausgewiesene Hohe Fläming, erreicht mit dem "Hagelberg" 201 m Höhe; der Ostteil, der Niedere Fläming, hat im "Golmberg" mit 178 m seine höchste Erhebung.

Er ist weithin mit Kiefernwäldern bedeckt, Buchenmischwald gibt es nur im zentralen Bereich. Zahlreich sind die sogenannten "Rummeln" (Trockentäler, die es hier zuhauf gibt). Rund 70 Ortschaften liegen im Naturpark, der mit etwa 30 Einwohner pro qkm sehr gering besiedelt ist und dadurch ein Paradies für "Stillesucher" ist.

Sehenswerte Reiseziele im Hohen Fläming sind neben dem Hagelsberg mit einem Denkmal zur Erinnerung an ein Gefecht 1813 gegen Napoleon die Städte Belzig und Wiesenburg. In Belzig, dessen Zentrum von Bauten des 17./18. Jh. geprägt wird, erhebt sich die aus dem 13. Jh. stammende Burg Eisenhardt. Wiesenburg bietet ein Schloss aus dem 12. Jh., das im 17. Jh. zerstört und bis ins 19. Jh. hinein wieder aufgebaut wurde. Es besitzt einen sehr sehenswerten Schlosspark. In der Nähe liegt auch die Burg Rabenstein (13. Jh.) mit vollständig erhaltener mittelalterlichen Burganlage, die ehemalige Falknerei wird z.Zt. wieder aufgebaut.

Im Niederen Fläming empfiehlt sich als Reiseziel Jüterbog, wo vor allem die Kirche St. Nikolai (13. Jh.), die Mönchenkirche und die drei historischen Stadttore herausragen. Eine echte touristische Attraktion stellt das frühere Zisterzienserkloster Zinna in der Nähe von Jüterbog dar. Die in diesem 1170 gestifteten Kloster bei Restaurierungsarbeiten freigelegten Fresken werden zu den schönsten gotischen Wandgemälden in Deutschland gerechnet. Alle diese liebevoll restaurierten Städtchen und Dörfer illustrieren Geschichte und Gegenwart der Region.

Die alte Kunst der Glasbläserei kann im Museumsdorf Glashütte erlebt werden und die zahlreichen Mühlen in der Landschaft weisen auf das ehemals weitverbreitete Müllerhandwerk hin. Im Schloss Wiepersdorf, die Schriftstellerin Bettina von Arnim lebte lange Zeit dort,  wirken seit 1992 Kunststipendiaten aus aller Welt.

Jahrzehnte war die B 96 nahe bei Berlin gesperrt. Es musste ein kilometerlanger Umweg über Mellensee und Klausdorf genommen werde, weil die östliche Siegermacht des II. Weltkrieges den Ort Wünsdorf bis 1994 besetzt hielt. Aber die militärische Geschichte begann schon 1906 und zur Zeit des III. Reiches entstanden zahlreiche Kasernen, das damalige Oberkommando des deutschen Heeres befand sich dort, dessen riesige Bunkeranlagen mittlerweile zu besichtigen sind.

1945 besetzten die Sowjets das Militärgelände (590 ha), ihnen fiel die "Nachrichtenzentrale Zeppelin" mit modernstem Gerät in die Hände und machten ihrerseits den Standort zum Mittelpunkt ihrer Truppen, erweiterten alles erheblich. Die Militär-Turnanstalt, in deren modernen Schwimmhalle sich schon 1936 deutsche Sportler auf die Olympischen Spiele vorbereiteten, nutzten die Sowjets als Haus der Offiziere. Es war das kulturelle Zentrum der Garnison, die zuletzt etwa 900 Bauten für ca. 30.000 Armeeangehörige umfasste. Ein Garnisonmuseum beschäftigt sich jetzt mit dem damaligen Leben der Soldaten und Zivilisten. Heute hat sich Wünsdorf von einem ehemaligen Militärstandort hin zur ersten "Bücherstadt" in Deutschland mit z.Zt. fünfzehn Antiquariaten gewandelt, dreißig sollen es einmal werden.

Schon der Dichter Theodor Fontane wusste die Schönheit der Landschaft zu rühmen und beschrieb sie als märchenhaft. Herrliche Wälder, versteckt gelegene Bauerndörfer mit teils eigenen interessanten Geschichten, saftige Wiesen und unberührte Gebiete in bunten Wechsel laden den Besucher zu ausgedehnten Spaziergängen oder zu Kutsch- und Kremserfahrten (d.i. ein offener, vielsitziger Wagen mit Verdeck, 1825 vom Berliner Fuhrunternehmer Max Kremser übernommen) ein.

Geo Pfad bei Sperenberg
Geo Pfad bei Sperenberg

Durch Radtouren mit Familie oder Freunden lässt sich die Region am schönsten erkunden, da die Steigungen gemächlich und die ausdehnten Wege abseits vom Autoverkehr gut befahrbar sind. Alle Strecken und Touren sind bestens ausgeschildert, sodass sich niemand verirren kann.

Fern von Abgasen lädt die längste "Inline-Skaterbahn" Deutschlands seit fünf Jahren zur aktiven Erholung ein, sie ist für jedermann geeignet. Der "Flaeming-Skate" führt ein Kilometer südlich an Gräfendorf vorbei und erstreckt sich über 170 km (!) Rad- und Skateweg. Ob sportlich oder ruhig, jedes Tempo ist möglich und macht das Radeln oder Skaten zum ausgesprochenen Erlebnis.

 

Bilder: © Tourismusverband Fläming e.V.

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Tourist-Information

Tourismusverband Fläming e.V.
Küstergasse 4
14547 Beelitz
Telefon: 033204-62870
Telefax: 033204-628761

E-Mail: info@reiseregion-flaeming.de
Homepage: www.reiseregion-flaeming.de

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