Ruppiner Land

Schloss Rheinsberg
Schloss Rheinsberg

Der Große Stechlinsee und Rheinsberg stehen für die überwältigende Schönheit einer ganzen Region: für die faszinierende Wald- und Seenlandschaft im "Naturpark Stechlin-Ruppiner Land". Zwei Schauplätze, die in die Literatur eingingen. Theodor Fontane schrieb einen seiner wichtigsten Romane nach dem großen glasklaren See: "Der Stechlin", 1899 erschienen. Schloss, Park, Kirche und Rheinsberg selbst widmete Fontane fast sechzig Seiten in seinem Buch "Wanderungen durch die Mark Brandenburg".

Das märkische Schlossstädtchen ist ebenfalls Schauplatz von Kurt Tucholskys Buch "Rheinsberg - ein Bilderbuch für Verliebte", das auch erfolgreich verfilmt wurde. Dabei verleben "Wölfchen" und Claire aus Berlin drei wundervolle Tage in dieser Gegend. Mit Witz, Poesie und Charme setzt Tucholsky diesem Schauplatz ein bezauberndes literarisches Denkmal. Heute gehört Rheinsberg mit seinen Theater- und Musikinszenierungen wie der "Rheinsberger Kammeroper" zu den kulturellen Zentren Brandenburgs. Die Landschaft im Naturpark wird von klaren Seen und alten Wäldern geprägt. Wer seine Seele baumeln lassen will, findet dafür kaum eine bessere Umgebung. Der Große Stechlin mit 425 ha und ca. 68 m Tiefe ist der größte und bedeutendste Klarwassersee in der norddeutschen Tiefebene. Über hundert weitere Seen liegen im Naturpark, davon die Hälfte aller Klarwasserseen Brandenburgs. Zur typischen regionalen Küche gehört u.a. die schmackhafte kleine Maräne, eine auf diese Art von Seen spezialisierte Fischart.

Mehr als zwei Drittel des Gebietes sind bewaldet und in den großen Buchenwäldern mit abgestorbenen und altem Holz finden sich scheue Höhlen- und Baumbrüter wie die Hohltaube, den Schwarzspecht, den Schwarzstorch, sowie den Schreiadler und die Schellente. Die Schellente ist das Wappentier des Naturparks und ist auf diesen Lebensraum mit den höhlenreichen Altbuchenwäldern  und Klarwasserseen angewiesen. Die ebenfalls im Naturpark angesiedelte europäische Sumpfschildkröte bekommt kaum jemand zu Gesicht. Bei Gefahr taucht sie blitzschnell ins Wasser ab, sie flieht vor uns Menschen schon in 200 m Entfernung. Auch Fischadler (die Hälfte Deutschlands brütet hier) und Seeadler fühlen sich hier wohl.

1744 bekam Prinz Heinrich von Preußen das verschlafene Bauerndorf Rheinsberg von seinem Bruder Friedrich dem Großen geschenkt. Er kümmerte sich intensiv um die Entwicklung des Ortes, indem er Architekten, Künstler, Literaten und Schauspieler hierher holte, was zu seinem Ruf als der "geistreiche Heinrich" beitrug. Sein Grab im Schlosspark mit altem Baumbestand und dem fließenden Übergang in die Natur sind immer einen Spaziergang wert.

Das südliche Tor zum Naturpark ist die Fontanestadt Neuruppin, der Dichter wurde hier wie der berühmte Baumeister Karl Friedrich Schinkel geboren. Die historische Altstadt gilt als ein 200 Jahre altes Gesamtkunstwerk des Frühklassizismus. Die Kaufmannsfamilie Gentz verlieh dem "Tempelgarten" im 19. Jh. einen maurischen Charakter und versah ihn mit barocken Figuren und exotischen Gehölzen.

Außerhalb des Naturparks lohnt sich ein Besuch des Ortes Gransee, wo man das späte Mittelalter pur erleben kann. Hier auf halben Weg zwischen Oranienburg und Rheinsberg erzählen Feldsteinmauern, Pulverturm und Wiekhäuser (Teile der Befestigungsmauer, sie dienten Verteitigungszwecken) der Befestigungsanlage aus dem 13. Jh. ihre eigene Geschichte.

Fast überall kann der Besucher wandern, Rad- und Bootfahren, Natur und Geschichte hautnah erleben.

Kremmen, 1216 schon erwähnt, entstand nahe einer Burg am Kremmener Damm, dem jahrhundertelang einzigen Verbindungsweg durch eine von zahllosen Gewässern und Feuchtgebieten geprägten Landschaft. Der Ort entwickelte sich zu einer "Ackerbürgerstadt". Typisch für den Ort sind zweigeschossige Traufenhäuser. Die drei ältesten, im 17. Jh. erbaut, stehen in der Dammstraße Nr. 16, 18 und 20. Der Ruppiner Kanal  nördlich der Stadt durchfließt den Kremmener See, er verbindet die Havel mit dem Rhin und somit die Berliner Wasserwege mit der Mecklenburgischen Seenplatte. Westlich erstreckt sich das Kremmener Luch, eine feuchte Moorniederung mit Schilf, Wäldern, Feldern und Heideflächen. Im Herbst rasten hier bis zu 10.000 Kraniche, deren "schmetternde" Rufe oft kilometerweit zu hören sind.

Scheunenviertel Kremmen
Scheunenviertel Kremmen

Am Rande des Rhinluchs, einer ebenen Landschaft mit ausgedehnten Flachmooren und sumpfigen Wiesen liegt das Storchendorf Linum. Der Ort kann im Jahr bis zu zwanzig besetzte Storchenhorste aufweisen. Hier ist ein Ort, wo man so richtig relaxen und neue Kraft schöpfen kann. Die Natur lädt zu ausgedehnten Wanderungen und Radtouren ein, auf denen man seltene Vogelarten beobachten kann.

Die Stadt Fürstenberg/Havel ist für Wassersportler ein Muss. Die Wasserstadt liegt auf drei Inseln zwischen Röblin-, Baalen- und Schwedtsee und ist das Herz eines ausgedehnten Seengebietes mit ihrem bis heute erhaltenen historischen Stadtkern, den Quartieren am Wasser und den vielfältigen Uferzonen. Das "Fürstenberger Seenland" gehört zu der Region, die die besten Umweltwerte in Deutschland vorweisen kann, das spricht für sich. 

Bilder © Tourismusverband  Ruppiner Land e. V.

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Tourist-Information

Tourismusverband Ruppiner Seenland e. V.
Fischbänkenstraße 8
16816 Neuruppin
Telefon: 03391-659630
Telefax: 03391-357907

E-Mail: info@ruppiner-reiseland.de
Homepage: www.ruppiner-reiseland.de

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Neuruppin
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