Daten, Zahlen & Fakten über Paraguay

Im südamerikanischen Land Paraguay befinden sich 17 Distrikte, die sich in der spanischen Sprache „Departamentos“ nennen. Weiterhin gibt es den so genannten Distrito Capital mit der paraguayischen Hauptstadt Asunción. Das Land erstreckt sich auf einer gesamten Fläche von 406.752 Quadratkilometern und zählt rund 6,8 Millionen Einwohner. Paraguay hat damit eine Größe wie deutsches und schweizerisches Terrain zusammen.

In der Hauptstadt Asunción leben über 550.000 Menschen und im kompletten Ballungsraum rund um die Metropole sind es knapp zwei Millionen. Das Staatsgebiet Paraguays befindet sich auf der Südhalbkugel der Erde, so dass sich die Jahreszeiten zu denen in Europa verkehren. Wenn bei uns Sommerzeit ist, befindet man sich im paraguayischen Winter und umgedreht. Die Währung ist der Guarani, den man international mit den Buchstaben „PYG“ abkürzt. Der amerikanische Dollar wird vielerorts als Zahlungsmittel akzeptiert. Neben Spanisch heißt die offizielle Amtssprache des Landes ebenfalls Guarani, was einst die Sprache der Ureinwohner Paraguays darstellte. Durch die Vielzahl der deutschen Auswanderer und die Mitglieder der evangelischen Freikirche, der Mennoniten, sind zahlreiche Einwohner Paraguays bis heute der deutschen Sprache mächtig. Aber auch portugiesisch und englisch ist vielerorts zu hören.


Der Binnenstaat grenzt östlich an Brasilien, westlich und südlich an Argentinien sowie nördlich und westlich an Bolivien. Der Landesname Paraguay leitet sich aus der guaranischen Ureinwohnersprache ab und bedeutet so viel wie: „Wasser, das zum Wasser geht!“. Der Río Paraguay unterteilt das Land in zwei unterschiedliche Naturräume. Im Westen nimmt der wenig besiedelte „Gran Chaco“ mit seinen Dornbuschsavannen, Trockenwäldern und dem sumpfigen Grasland rund 60% der Landesfläche ein. Dorthin reisen die meisten Safaritouristen. Im Osten des Landes erstreckt sich das subtropische, fruchtbare Berg- und Tafelland „Oriente“. Dort lebt über 90 Prozent der paraguayischen Bevölkerung. Der 842 Meter hohe Cerro Peró überragt diese hügelige Region als höchster Berg Paraguays. Als der größter Nationalpark des Landes gilt der 55 Quadratkilometer große Parque Nacional Cerro Corá. Bei Asunción liegt der Flughafen Aeropuerto Internacional Silvio Pettirossi und bei Ciudad del Este befindet sich der Aeropuerto Internacional Guaraní. Weitere Inlandsflughäfen sind im Land vorhanden, sie werden jedoch vom Linienverkehr nicht angeflogen.


Paraguay und Bolivien sind die beiden einzigen Länder in Lateinamerika, die keinen direkten Anschluss ans Meer besitzen, es sind reine Binnenländer. Die Atlantikküste liegt rund 1.000 Kilometer vom Landesinneren Paraguays entfernt. Trotzdem fließt viel Wasser durch Paraguay, vor allem über den Hauptfluss und die Lebensader des Landes, den 2.549 Kilometer langen Río Paraguay. Entlang der großen paraguayischen Flüsse gedeiht eine üppige und farbenprächtige Flora und die vielfältige Tierwelt ist ebenso beeindruckend. Ganz im Gegensatz dazu präsentiert sich die endlose Pampa des Gran Chaco mit seinen Trockenwäldern und einer dornigen Savannenlandschaft. Kleine Anteile des größten Feuchtgebietes der Erde, des vorwiegend zu Brasilien gehörenden Pantanal, ziehen sich bis nach Paraguay und Bolivien hinein. Das Pantanal ist der bevorzugte Lebensraum der bekanntesten südamerikanischen Wildkatzen, der bildschönen Jaguare, Pumas und Ozelote. Quer durch das Pantanal lassen sich unvergesslich, erlebnisreiche Safaris buchen. Paraguay in Südamerika ist ein bezaubernd vielfältig-buntes Gastland.
Kurzvorstellung der einzelnen Departamentos in Paraguay


Nachstehend werden die einzelnen Departamentos aufgeführt, wobei die Departamentos Alto Paraguay, Boquerón und Presidente die flächenmäßig größten des Landes sind. Jeder der aufgelisteten Departamentos unterteilt sich weiter in mehrere Distrikte.

Departamento Alto Paraguay

mit der Hauptstadt Fuerte Olimpo, in der rund 5.000 Menschen leben. Es hat eine Fläche von 82.355 Quadratkilometern, zählt rund 25.000 Einwohner und liegt in der wenig besiedelten Chaco-Region, direkt am Río Paraguay und an der Grenze zu Brasilien. Die Hauptstadt Fuerte Olimpo gilt als Eingangstor zum vorwiegend brasilianischen Feuchtgebiet Pantanal, welches das größte Feuchtbiotop der Welt ist und von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.

Departamento Alto Paraná

mit der Hauptstadt Ciudad del Este, in der rund 350.000 Menschen leben. Sie liegt im Dreiländereck zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay und stellt ein international bekanntes Einkaufszentrum dar. Diese Region rund um das Dreiländereck nennt sich „Triple Frontera“, hier liegen die Mündungsgebiete des Río Iguazú und des Río Paraná. Unweit davon befinden sich die berühmten Iguazú-Wasserfälle umgeben von subtropischen Regenwäldern. Eine besondere Sehenswürdigkeit stellen die meterhohen, „Hitos“ genannten Grenzsteine dar. Sie sind in den Farben der jeweiligen Landesflaggen von Paraguay, Brasilien und Argentinien bemalt. Das Departamento erstreckt sich auf einer Fläche von 14.895 Quadratkilometern und zählt über 800.000 Einwohner.

Departamento Amambay

mit der Hauptstadt Pedro Juan Caballero mit rund 70.000 Einwohnern. Die Stadt ist ein Handels- und Einkaufszentrum, vor allem für Textilien und Elektroartikel. Das Departamento zählt über 165.000 Einwohner und besitzt eine Fläche von 12.933 Quadratkilometern.

Distrito Capital

mit der Paraguay Hauptstadt Asunción in welcher rund 600.000 Menschen leben. Asunción liegt linksseitig des Río Paraguay an der gleichnamigen Bucht und ist mit einer Fläche von 117 km² die landesgrößte Stadt.

Departamento Boquerón

mit der Hauptstadt Filadelfia mit ihren rund 20.000 Einwohnern, hohem Bildungsstand und reichem Kulturleben. Vor allem in den Schulen Filadelfias finden das ganze Jahr über zahlreiche Theateraufführungen und Konzerte statt. Die Viehzucht für die Milch- und Fleischproduktion ist neben dem Tourismus und Handel der größte Wirtschaftszweig. Die Stadt ist die Hochburg der Mennoniten, einer evangelischen Freikirche. In Filadelfia befinden sich die Mennonitenkolonien Fernheim, Neuland und Menno. Das Departamento erstreckt sich auf einer Fläche von 91.669 Quadratkilometern und zählt rund 65.000 Einwohner.

Departamento Caaguazú

mit der Hauptstadt Coronel Oviedo mit ihren rund 55.000 Einwohnern. Sehenswert sind das Rathaus, die Missionsstation der Missionsbrüder des Hl. Franziskus und die sonnengelbe katholische Kirche der Stadt. Alljährlich im Frühling findet am Stadtrand von Coronel Oviedo die Knoblauchmesse „Ajo“ auf dem Messegelände statt. Der Anbau von Knoblauch spielt hier bis heute wirtschaftlich eine große Rolle. Das Departamento hat eine Fläche von 82.349 Quadratkilometern und eine Einwohnerzahl von etwa 550.000 Menschen.

Departamento Caazapá

mit der gleichnamigen Hauptstadt und ihren gerade einmal rund 3.500 Einwohnern. Bekannt in Caazapá ist die Felsquelle „Ykua Bolaños“, die sich im heutigen Stadtpark befindet. Das Departamento erstreckt sich auf 9.496 Quadratkilometern und hat rund 190.000 Einwohner.

Departamento Canindeyú

mit der Hauptstadt Salto des Guariá mit ihren rund 15.000 Einwohnern. Hier befand sich einst die früheste Kolonialsiedlung Paraguays. Das  Departamento hat eine Fläche von 14.667 Quadratkilometern auf denen rund 225.000 Menschen leben.

Departamento Central

mit der Hauptstadt Aregúa mit ihren rund 12.000 Einwohnern und in der Nähe des bekannten Sees Ypacaraí gelegen. Die Stadt mit ihren unzähligen Kolonialbauten liegt an einem sanften Hügel mit herrlichen Ausblicken über die Umgebung und bis hin zum idyllischen Ypacaraí See. Sie besitzt eine lange Einkaufsstraße, namhafte Kirchen und zahlreiche malerische Gassen in ihrem Zentrum. Eine Besonderheit stellt die Töpferstraße in Aregúa dar, in der es unzählige Stände mit den schönsten Töpferwaren gibt. Hier decken sich die Touristen gerne mit landestypischen Mitbringseln für die Daheimgebliebenen ein. In diesem Departamento  wird viel Süßgras angebaut, welches inzwischen weltweit als kalorienfreies und naturgesundes Süßungsmittel „Stevia“ bekannt ist. Der größte See des Departamentos ist der Lago Ypoá, der höchste Berg mit grandioser Rundumsicht ist der 250 Meter hohe Cerro Lambaré. Die kolonialen Kirchen in Limpio, Guarambaré, San Lorenzo und Itauguá sind einen Abstecher wert.

Departamento Concepción

mit der gleichnamigen Hauptstadt und ihrem schiffbaren Flusshafen sowie etwa 80.000 Einwohnern. Auf einer Fläche von 2.465 Quadratkilometern leben über 2,1 Millionen Menschen. Von der Stadt Concepción über den Río Paraguay bis hinüber zum Departamento Presidente Hayes spannt sich die beeindruckende Brücke Puente Nanawa. In diesem Departamento gibt es gleich vier ausgewiesene Naturschutzgebiete, die vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Pumas, Jaguare, Anakondas, Tukane, Chako-Pekaris, Flussotter und zwei Ara-Vogelarten beheimaten.

Departamento Cordillera

mit der von sanften Hügeln umgebenen Hauptstadt Caacupé, in der über 20.000 Menschen leben. Auf den 4.948 Quadratkilometern des Departamentos leben über 300.000 Einwohner. Im Zentrum von Caacupé thront mit einer riesigen Kuppel die Basílica de la Virgen de los Milagos. Es handelt sich um die größte Kirche Paraguays, was Caacupé, das religiöse Zentrum des Landes, zu einem international bekannten Wallfahrtsort avancieren lässt. Alljährlich im Dezember huldigen Zehntausende von Pilgern aus aller Welt der Jungfrau Maria, die im Inneren der Basilika durch eine blau gewandete, 60 Zentimeter große Marienstatue dargestellt ist. Den Höhepunkt dieser jährlichen Wallfahrt bildet die abendliche Lichterprozession der Gläubigen.

Departamento Guairá

mit der Hauptstadt Villarrica, in der etwa 60.000 Menschen leben. Die Universitätsstadt, die zugleich ein Luftkurort ist, besitzt ein Kulturzentrum sowie eine große Kathedrale, die Pilger aus allen Teilen der Erde anzieht. Die vorhandene Fläche von 3.846 Quadratkilometern bevölkern rund 230.000 Menschen.

Departamento Itapúa

mit der „Perle des Südens“ genannten Hauptstadt Encarnación, in der etwa 120.000 Einwohner leben. Die Landesfläche beträgt 16.525 Quadratkilometer und rund 595.000 Menschen bevölkern den Departamento Itapúa. Eine Brücke verbindet Encarnación mit der argentinischen Stadt Posadas. Seit 1916 feiert die Bevölkerung Encarnacións rauschende Karnevalsumzüge, weshalb die Stadt als karnevalistisches Zentrum Paraguays gilt. Das beeindruckende Sambadrom bietet Platz für 8.500 Zuschauer. Stadtnah haben sich zwei einstige Jesuitenmissionen angesiedelt, sie heißen Jesús de Tavarangüe und Santísima Trinidad de Paraná. Beide Missionsstationen erklärte die UNESCO im Jahre 1993 zum Weltkulturerbe.

Departamento Misiones

mit der Hauptstadt San Juan Bautista und ihren über 18.000 Einwohnern. Das sandsteinfarbene Gerichtsgebäude ist ebenso interessant wie die Tatsache, dass Johannes der Täufer als Stadtpatron der Hauptstadt gilt. Die rund 125.000 Einwohner des Departamentos verteilen sich auf 9.556 Quadratkilometern.

Departamento Ñeembucú

mit der Hauptstadt Pilar und ihren über 29.000 Einwohnern. Die Universitätsstadt liegt in der Nähe der argentinischen Grenze und besitzt einen eigenen Flugplatz. Das langgezogene Bauwerk der Kathedrale von Pilar mit ihrem kurzen Rundturm ist sehenswert. Die Landesfläche von 12.147 Quadratkilometern bevölkern rund 90.000 Menschen.

Departamento Paraguarí

mit der gleichnamigen Hauptstadt, in der etwa 25.000 Menschen leben. Im Zentrum der in einer flachen Talsenke gelegenen Hauptstadt steht die Kirche des Hl. Thomas. Ganz in der Nähe befindet sich die Felsgrotte „Gruta de Santo Tomás“, in der es Hieroglyphen und Fußspuren eines Apostels zu bestaunen gibt. Im Departamento leben über 255.000 Menschen, die sich auf einer Fläche von 8.705 Quadratkilometern verteilen.

Departamento Presidente Hayes

mit der am Westufer des Río Paraguay gelegenen Hauptstadt Villa Hayes. Dort leben etwa 19.000 Menschen. Das Departamento ist nach dem amerikanischen Präsident Rutherford B. Hayes benannt. Die Fläche von 72.907 Quadratkilometern bevölkern rund 122.000 Einwohner.

Departamento San Pedro

mit der Hauptstadt San Pedro del Ykuamandyju, in der rund 35.000 Menschen wohnen. Dieser Departamento ist vorwiegend von flachem Agrarland geprägt und deshalb einer der Hauptzentren der Bauern- und Landarbeiterbewegung „Campesinos“. Die Landesfläche beträgt 20.002 Quadratkilometer und auf ihr verteilen sich über 420.000 Menschen.

Paraguay begeistert mit seiner Vielfalt eine große Zielgruppe an Reisenden

Wer Camping, Trekking oder naturnahes Backpacking Südamerika im Sinn hat, der ist hier genau richtig und wird alles vorfinden, was das Herz eines Naturfreundes erfreut. Der Bauernhofurlaub ist ebenfalls ein Natur- und Landerlebnis der besonderen Art. In der Landessprache gibt es dafür mehrere Begriffe  wie granja, estancia, Finca rústica, Hacienda, cortijo, rancho und estampa. Gemeint ist der Ferienaufenthalt auf einem Gut mit vielen Tieren, insbesondere mit Pferden und Rindern, wie beispielsweise auf dem Hof Estancia Iparoma.

Viele Freizeitaktivitäten auf dem Anwesen, der hautnahe Kontakt mit den Hoftieren und die köstlichen hofeigene Produkte sind für Bauernhofferien in Paraguay ebenso kennzeichnend wie für ebensolche in Europa. Familien mit Kindern oder Großeltern mit ihren Enkeln sind in Paraguay besonders gut aufgehoben, da die Bevölkerung als überaus kinderfreundlich gilt und Kinder allerorts willkommen sind. Insbesondere auf solchen Ferienhöfen. Ebenso Paare, Gruppen und Rucksacktouristen aller Art sind weitere Zielgruppen, die oft und gerne das südamerikanische Land Paraguay besuchen.

Sich einer organisierten Reisegruppe anzuschließen, die meist mit dem Bus durchgeführt wird, ist eine besonders entspannte Urlaubsoption. Die orts- und fachkundigen Führer kennen sich bestens aus und präsentieren bevorzugt die sehenswertesten Hotspots. Wer den Zauber und Flair dieses Landes verspürt hat, den zieht es immer wieder dorthin! Paraguay besitzt zahlreiche, landschaftlich und städtebaulich verschiedene Departamentos, von denen jedes einzelne seinen ganz eigenen Reiz hat. Es ist möglich ohne Führer im Land zu reisen, es stehen Überlandbusse bereit. Ebenso ist es kein Problem, als Inhaber eines internationalen Führerscheins, einen Mietwagen anzumieten. Weiterhin gibt es regelmäßige Inlandsflüge zwischen Asunción und Ciudad del Este.

Die sehenswerte Hauptstadtperle Paraguays: Asunción

Die Hauptstadt ist von einer Hochhaus-Skyline geprägt und besitzt 70 Stadtteile, die „Barrios“ heißen. Sie ist ebenso geprägt von zahlreichen Gärten und Parks, die Asunción zu einer der weltweit grünsten Metropolen machen. In der Frühjahrszeit blühen die Lapachobäume in zarten Rosétönen und tauchen die Stadt in ein rosafarbenes Blütenmeer. Der eindrucksvolle, schneeweiße Regierungspalast mit seinen vielen Rundbögen, Säulen und Wandelgängen ist sehenswert.

Das Herzstück der Stadt stellt die Plaza de los Héroes mit der Calle Independencia dar. Die meisten Geschäfte, Banken und Souvenirläden befinden sich in der Calle Palma, die sich jeden Samstag in eine stark frequentierte Fußgängerzone verwandelt. Dort finden regelmäßig kostenfreie Konzerte statt.

Die schönsten Bauwerke in Asunción sind der Panteón de los Héroes, die Catedral Metropolitana, der Palacio Legislativo und das Kulturzentrum Cabildo. Sehenswert sind der Hauptbahnhof mit Dampflok und kleinem Museum. Eine ratternde und schnaufende Dampflokfahrt am Río Paraguay entlang bis zum Lago Ypacaraí zählt zu den Highlights einer Stadtbesichtigung.

Sehenswert sind die im Kolonialstil erbauten Häuser Casa de la Independencia, Casa Viola und Casa Castelvi. Beeindruckende Sakralbauten sind die Iglesia de la Encarnación sowie die architektonisch interessant gestaltete, sandsteingelbe Iglesia de la Trinidad.

Der höchste Berg Asuncións ist der Cerro Lambaré mit seinem beeindruckenden Monument. Er bietet einen grandiosen Rundumblick über die Stadt und liegt rund zwölf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Weitere besuchenswerte Highlights in Asunción sind der Botanische Garten Jardín Botánico mit angeschlossenem Zoologischem Garten. Ebenso der Parque Caballero mit dem ehemaligen Wohnhaus des gleichnamigen Generals Bernadino Caballero.

Nahe des Zoologischen Gartens reihen sich die interessantesten Museen aneinander, wie Perlen an einer Schnur. Das paläontologische, ethnografische und archäologische Museum sind in jedem Fall einen Besuch wert. Die Paraguay Hauptstadt ist als exklusive Einkaufsmeile bekannt, sie besitzt mit der Mall Excelsior, den Shoppingarkaden del Sol, Multiplaz und Villa Morra sowie dem Mariscal López Shopping gleich fünf eindrucksvolle Einkaufszentren.

In der Stadt befinden sich mehrere Universitäten, Kulturzentren, Theaterhäuser und Kinos sowie einer der beiden internationalen Flughäfen des Landes. Der alljährlich stattfindende Karneval in Asunción bietet farbenfrohe Tänzer und bunt geschmückte Wagen, die es in kleinerem Stil durchaus mit dem weltbekannten Karneval in Rio de Janeiro aufnehmen können.

Für die kleine Fleischmahlzeit zwischendurch sorgen in der Landeshauptstadt zahlreiche Churrasquerías. Köstliche und ungewöhnliche Eissorten von hervorragender Qualität bieten diverse Eisdielen. Beispielsweise Amandau, Quattro D, Freddo und Sugar, die mit unzähligen Filialen in der gesamten Stadt anzutreffen sind. Ein ausschweifendes Nachtleben mit Bars, Pubs und Discotheken ist hier ebenfalls vertreten.

Die beliebtesten und meistbesuchten Städte Paraguays

Neben der Hauptstadt Asunción ist die zweitgrößte Stadt Paraguays Ciudad del Este. Sie liegt grenznah zu Argentinien und Brasilien und gilt als die bekannteste Shoppingmeile Südamerikas mit zahlreichen Basaren und Straßenmärkten. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Puente de la Amistad, die als Brücke über den Río Paraná bis nach Brasilien führt. Weitere namhafte Städte sind Pedro Juan Caballero, Concepción und Encarnación, welche direkt am Río Paraná liegt. In den Weiten der Chaco-Ebene liegt die Metropole der Mennoniten, die Stadt Filadelfia, was übersetzt „Bruderliebe“ heißt. Im Departamento Cordillera sind die Städte Caacupé, Atyrá und Eusebio Ayala sehenswert. Zu guter Letzt sollte die  Universitätsstadt Villarica im Zentrum Paraguays einen Abstecher wert sein, insbesondere zur Karnevalszeit. Villarica ist für ihren farbenfrohen Karnevalsumzug mit stimmungsvollen Sambatänzern überregional bekannt.

Naherholungsgebiet und beliebtes Ausflugsziel: Lago Ypacaraí

Rund 50 Kilometer von der paraguayischen Hauptstadt Asunción in östlicher Richtung entfernt, liegt der Ypacaraí See. Er befindet sich im kleinsten Verwaltungsbezirk des Landes, im Departamento Central. Die Städte San Bernandino, Aregua, Altos und der gleichnamige Ort Ypacaraí liegen malerisch an den Ufern rund um den See. Er besitzt eine Fläche von 55,9 Quadratkilometern und eine mittlere Tiefe von nur etwas über drei Metern. Da es sich also um einen eher seichten, flachen See handelt, wird er lediglich von kleinen Booten und Schiffen befahren. Es ist möglich Boote auszuleihen oder Schiffstouren zu buchen. Die überregional bekannte Kultstätte Tupárendá der Heiligen Maria von Schönstatt ist ebenfalls am Lago Ypacaraí beheimatet.


Der Paraguayische Chaco – eine Savannenlandschaft die ihresgleichen sucht!

Der so genannte Chaco nimmt den gesamten Norden und Westen Paraguays ein. Die nur schwach besiedelte Region besitzt kaum Infrastruktur und ist ein teilweise landwirtschaftlich genutztes Gebiet mit ursprünglicher Natur. Die Feuchtgebiete des Chacos, die in Richtung des brasilianischen Pantanals liegen, sind touristisch vielbesucht. Drei Departamentos teilen sich den Chaco, das sind Presidente Hayes, Boquerón und Alto Paraguay. Demzufolge befinden sich die namhaften Metropolen Villa Hayes, Pozo Colorado, Filadelfia, Fuerte Olimpo und Mariscal Estigarribia innerhalb der Chaco-Region. Es gibt eine gut ausgebaute und asphaltierte Fernstraße, die sich durch das gesamte Gebiet zieht und sich „Transchaco“ nennt. Das europäische Winterhalbjahr ist die angenehmste Reisezeit mit warmen Tagestemperaturen von bis zu 25° C. Die Sommerzeit Europas ist im Chaco dagegen heiß und nicht selten ziemlich feucht.

Die tosenden Wassermassen der gewaltigen Iguazú-Wasserfälle

Wer kennt sie nicht, die einzigartigen sprühenden Wasserkaskaden der Iguazú-Wasserfälle, die sich im Dreiländereck zwischen Paraguay, Brasilien und Argentinien ergießen. Dieses rauschende Naturwunder stellt die weltweit größten Wasserfälle dar. Sie bestehen aus 20 großen und 270 kleinen Wasserfällen, die sich über eine Länge von 2,7 Kilometern ausdehnen. Sie sind bis zu 90 Meter hoch und nennen sich im Volksmund „Teufelsschlund“.  Die U-förmige Schlucht, in der sie ihre Wassermassen tosend in die Tiefe stürzen lassen, ist 700 Meter lang und 150 Meter breit.

Den spektakulärsten Panoramablick genießt man von brasilianischer Seite aus. Die Wasserfälle liegen im argentinischen und brasilianischen Nationalpark Iguazú, die UNESCO ernannte sie zum Weltnaturerbe. In den beiden Nationalparks leben über 800 unterschiedliche Schmetterlingsarten, die allerorts kunterbunt und federleicht flattern. Eine 17,5 Kilometer lange Straße führt quer durch den Nationalpark und teilt ihn geradewegs in zwei Hälften. Durch die Parks streifen ganze Kolonien von südamerikanischen Nasenbären auf der Suche nach Nahrung und schmackhaften Essensresten der Touristen. Dazu durchwühlen sie nicht selten sämtliche Papierkörbe. Innerhalb der Nationalparks ist es nicht gestattet mit Privatfahrzeugen zu fahren. Allerdings leitet ein gekennzeichnetes Wegesystem die Fahrzeuge an tolle Aussichtspunkte, von denen das feuchte Spektakel aus der Ferne zu betrachten ist.

Weiterhin fährt eine Park-Eisenbahn an einen panoramareichen Aussichtssteg. Die Iguazú-Wasserfälle sind nicht nur von oben, aus der Vogelperspektive oder von weitem eine pure Augenweide, sehr spektakulär sind sie auch von unten anzusehen. Motorisierte Schlauchboote fahren die Stromschnellen aufwärts bis geradewegs unter die Wasserfälle. Dabei erwischt die Besucher nicht selten eine angenehm sprühwarme Dusche, was ein Erlebnis der unvergesslichen Art darstellt. Weiterhin sind geführte Jeep-Touren und Hubschrauberrundflüge über die Wasserfälle im Angebot. Ebenso verkehrt eine Fähre bis zur Insel San Martin. Im brasilianischen Nationalpark ist der Parque das Aves eine weitere, touristische Sehenswürdigkeit. Hier bestaunen die Besucher die südamerikanische Vogelwelt bestehend aus Nandus, Tukanen, Kolibris, handzahmen Papageien und vielen anderen mehr.

Um die Wasserfälle und ihre wunderschöne Umgebung mit allen Sinnen genießen und erkunden zu können, benötigt man ein bis drei Tage. Ist nur ein Tag für die Besichtigung der Iguazú-Fälle vorgesehen, sollte man dies von argentinischer Seite aus tun. In den Nationalparks ist es möglich kleinere Gerichte und Snacks einzunehmen, die allerdings nicht ganz preiswert sind. Unzählige Restaurants zu günstigen Preisen finden die Besucher in den Städten Puerto Iguacú und Foz do Iguacu. Ebenso sind dort jede Menge Hotels in allen Preisklassen vertreten.

Lohnenswerter Abstecher zum Staudamm Itaipú

An der Grenze zwischen Paraguay und Brasilien verläuft der Staudamm Itaipú. Es handelt sich dabei um den weltweit zweitgrößten Damm und er zählt zu den modernen Weltwundern. Hier wird der paraguayische Strom zu 90 % erzeugt. Jede Stunde findet eine Panorama-Tour mit dem Bus über den Staudamm statt, um ihn von außen zu bewundern. Wer sich zudem für sein „technisches Innenleben“ interessiert, der schließt sich dreimal täglich einer entsprechenden Führung an. Rund um den Staudamm befinden sich ein paar Badestrände, um sich bei höheren Temperaturen im feuchten Nass zu erfrischen und abzukühlen.

Staudamm Itaipú an der Grenze Paraguays
Staudamm Itaipú an der Grenze Paraguays

Kostbare Halbedelsteine aus den Minen von Wanda

Auf argentinischer Seite, rund 40 Kilometer von Puerto Iguazú, liegen die Minen von Wanda, in denen die Paraguayer unterschiedlichste Halbedelsteine abbauen. Die geführten Touren in englischer oder spanischer Sprache erzählen Wissenswertes rund um die Entstehung der Minen, diverse Abbaumethoden und natürlich über die edlen Steine selbst.

Was im subtropischen Paradiesgarten Paraguay wächst und gedeiht

Die hauptsächlichen Anbauprodukte in Paraguay sind Sojabohnen, das Süßgras Stevia Rebaudiana, Baumwolle, Maniok, Zuckerrohr und Bitterorangen. Das Öl der Bitterorange nennt sich „Petitgrain“, es handelt sich um einen wichtigen Grundstoff zur Herstellung von Parfum. In den letzten Jahren wurden riesige Titanerzvorkommen entdeckt, welche man bis heute verstärkt abbaut.

Die Vielfalt der paraguayischen Küche

Hauptsächlich reichen die Paraguayer Rindfleisch in gegrillter oder gebratener Form. Das paraguayische Rindfleisch besitzt einen exzellenten Geschmack, was daran liegt, dass sich die Tiere zeitlebends in freier Natur bewegen. Dazu gibt es die kartoffelähnliche Beilage Maniok in Form von Tortillas, Pommes Frites, gebraten oder gekocht wie Brat- oder Salzkartoffeln.  Innereien, die „Parilladas“ heißen, verspeisen die Einheimischen gerne gut gewürzt. Die „Sopa Paraguay“, eine Suppe aus Mais, Käse, Milch und Zwiebeln gilt als Nationalgericht.

Als Zwischenmahlzeit ist das Gebäck Chipa aus Maismehl, Käse und Eiern beliebt. Ebenso wie die Teigtaschen Empanadas, wahlweise gefüllt mit Fleisch, Käse, Fisch oder Mais.

An zahlreichen Straßenständen finden sich die begehrten Lomitos Sandwiches. Sie bestehen aus feinstem Rindfleisch, das mit einer köstlichen Creme bestrichen zwischen zwei Weißbrotscheiben klemmt. Zum Nachtisch reichen die Paraguayer vielerorts Mazamorra, eine Süßspeise aus Mais, Milch und Zucker, garniert mit Pfirsichen oder getrockneten Pflaumen.

In Paraguay wachsen und gedeihen tropische Früchte wie Papayas, Bananen und Ananas. Sie sind auf Straßenmärkten und in Supermärkten zu günstigen Preisen erhältlich. Diese Tropenfrüchte sind vollreif, saftig und süß, eine Geschmacksexplosion der besonderen Art. Paraguay ist zudem die Heimat des grünen Tees „Yerba Mate“, der im Winter heiß und im Sommer eisgekühlt serviert wird.

Die Zeitzone in der das Land Paraguay liegt

Der Zeitunterschied zwischen der Zeit in Paraguay und der Zeit in Deutschland beträgt minus fünf Stunden. Das heißt, wenn es in Deutschland neun Uhr am Morgen ist, dann schlafen die Paraguayer noch, denn dort ist es erst vier Uhr nachts. Die Uhren werden in Paraguay ebenfalls auf Sommerzeit umgestellt, dann vergrößert sich der Zeitunterschied auf minus sechs Stunden.

Die klimatischen Verhältnisse des Landes

Das Thema „Wetter Paraguay“ ist durch die verschiedenen Regionen mit ihren unterschiedlichen Klimazonen vielschichtig. Es reicht von warm und gemäßigt bis hin zu subtropisch. An den großen Flüssen kann es zu Überschwemmungen kommen während im Gran Chaco mit zeitweiligen Dürreperioden zu rechnen ist. Eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille und eine gute Sonnenschutzcreme sind in den heißesten Monaten des Jahres, die von Oktober bis März reichen, unerlässlich. Die verbliebenen Monate April bis September sind im Gegensatz zu Europa die kühlsten und gelten demzufolge als die beste Reisezeit für Europäer.

Souvenirs aus Paraguay erfreuen sich großer Beliebtheit

Lederwaren, Keramikartikel und aus Holz geschnitzte Figuren wie Ikonen und andere Gegenstände des täglichen Gebrauchs finden sich allerorts zu günstigen Preisen. Regionale Besonderheiten sind beispielsweise gewebte Tischdecken und Tücher aus Baumwolle, die sich Ñandutí nennen. Gleichwohl aus Silber, Kuhhörnern und Palisanderholz gefertigte Teréré-Becher mit zugehörigen Trinkröhrchen. Eine weitere Handwerkskunst aus Paraguay stellen die mit traditionellen Mustern bestickten Blusen, Kleider und Hemden aus Baumwolle dar, die „Ao-Poí“ heißen.

Die überglücklichen Paraguayer

Diverse Meinungsforschungsinstitute fanden durch Befragungen über mehrere Jahre hinweg heraus, dass die Paraguayer als das glücklichste Volk der Erde gelten. Ihre herzliche Gastfreundschaft, ungebrochene Lebensfreude und ihr gelebtes Glücksgefühl machen sie, wenn man den Statistiken glauben darf, zu den mit Abstand glücklichsten Erdbewohnern! Eine Reise nach Paraguay zählt demzufolge zu den eindrucksvollsten Urlaubserlebnissen schlechthin und macht einfach nur glücklich!

Fazit

Wer seinen Urlaub im Herzen des südamerikanischen Landes verbringt, sammelt unweigerlich unvergessliche Impressionen. Die Landschaften Paraguays sind atemberaubend schön, naturbelassen und nicht übervölkert.

Quer durch den Gran Chaco getourt, ist oftmals tagelang keine Menschenseele zu sehen. Sich einem erfahrenen Guide und einer Reisegruppe anzuschließend ist die erlebnisreichste und sicherste Variante des Reisens in Paraguay. Dabei lassen sich zauberhafte Kleinode wie die spektakulären Iguazú-Wasserfälle oder die tierreichen Landstriche des wilden Pantanal entdecken.

Die hauptsächlichen paraguayischen Juwele sind die artenreiche Fauna und Flora, eng verwoben mit der magischen Stille, die dieses Naturparadies ausstrahlt. Wer es den Entdeckern von Amerika nachmachen möchte, der lässt sich die Entdeckung Paraguays nicht entgehen.


Mehr Informationen gibt es bei der


Botschaft der Republik Paraguay
Hardenbergstraße 112
10623 Berlin
Telefon: (+49) 030 – 31 99 86 0
Telefax: (+49) 030 – 31 99 86 17

E-Mail: embapar@embapar.de
Homepage: www.botschaft-konsulat.com



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