Wellness und Gesundheit im Bauernhofurlaub

Spezialisierte Bauernhöfe: Wellness und Gesundheit

Barfußpark
Barfußpark

Bei Urlaubsbauernhöfen gibt es deutschlandweit die unterschiedlichsten Spezialisierungen, manche habe sich auf Tierhaltung, andere auf Pferde wieder andere auf Obst oder Wein spezialisiert. Und natürlich dürfen dabei auch die Gesundheits- und Wellnesshöfe nicht fehlen, zu denen auch das Kneippen, gesunde Ernährung, Kräuterkunde und vieles mehr gehört.

Sie besitzen meist wunderschöne Wellnessoasen, in denen man sich von den unterschiedlichsten Wohlfühlangeboten verwöhnen lassen kann. Auch auf die mentale Entspannung legt man auf solchen Höfen großen Wert. Hierfür werden diverse Methoden wie Autogenes Training, Meditationen, progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder ähnliches angeboten.

Meist sind zudem Fitnessräume mit modernen Fitnessgeräten angeschlossen, so dass man auch für die körperliche Gesundheit mit aktiver Bewegung einiges tun kann. Nach einem Sauna- oder Dampfbadgang im Ruheraum auf einer gemütlichen Liege relaxen, sich dabei vom Aroma der Duftlampen und von leisen, meditativen Klängen verführen lassen, das ist Entschleunigung vom Alltag pur.

Das ist nicht nur Balsam für die Seele sondern auch für den gestressten Geist und Körper. Auch eine klimamäßige Auszeit in gesunder, würziger Meeresluft auf Gesundheitshöfen an der deutschen Nord- und Ostseeküste kann manchmal Wunder wirken. Auf solchen Wellnessbauernhöfen, ganz gleich wo auch immer in deutschen Landen gelegen, kommt man sehr schnell zur Ruhe und kann mal so richtig abschalten.

Der Begriff Wellness entstammt der englischen Sprache und bedeutet so viel wie Wohlbefinden oder Wohlfühlen. Er tauchte erstmals im Jahre 1654 in England auf. Seit den 50er Jahren steht er vor allem in den USA als Oberbegriff für eine ganz neuartige Art der Gesundheitsbewegung.

Tolle Wellnessangebote auf Gesundheitshöfen

In den weitläufigen Wellnessbereichen solcher Höfe finden sich umfassende Einrichtungen, die von der Sauna über das Dampfbad und den Whirlpool bis hin zu Wärmekabinen, Solarien und Meditationsgrotten reichen.

Nicht nur klassische Kopf-, Fuß-, Teil- oder Ganzkörpermassagen werden hier angeboten sondern beispielsweise auch solche, die mit heißen Steinen, Aromaölen, warmer Schokolade, Peelings, Klangschalen, nach ayurvedischer oder hawaiianischer Art durchgeführt werden.

Vielerorts befinden sich außerdem Kosmetik-, Beauty- und Fußpflegebehandlungen im breit gefächerten Wellnessangebot des Hofes oder man lässt sich gesundheitsfördernde Kneipp-Anwendungen verabreichen. Maniküre und Pediküre sind ebenso häufig anzutreffende Angebote wie Duft- und Ölbäder, Heupackungen und Wärmebehandlungen.

Nicht selten bieten die Gesundheitshöfe sogar Physiotherapie in all ihren Erscheinungsformen an, man kann sich dabei auf Rezept behandeln lassen und damit sozusagen "kurlauben". Die fachkompetenten Masseure und Physiotherapeuten sind hierzu entweder auf dem Hof fest angestellt oder sie reisen aus der nahen Umgebung auf Wunsch des Gastes für die Behandlungen an. Manchmal hat auch die Bäuerin selbst eine entsprechende Ausbildung absolviert und lässt den Gästen ihre Zauberhände oder auch ihr Kräuterwissen angedeihen.

Eine weitere vielbesuchte Einrichtung solcher Gesundheitsferienhöfe sind hauseigene Schwimmbäder. Wie angenehm ist es, vor dem reichhaltigen Frühstück am Morgen noch ein paar Runden im eigenen Schwimmbad zu drehen, ohne dazu das Haus verlassen zu müssen. Kneipp-Tretbecken und kneippsche Armguss-Becken sowie Barfußpfade runden das Angebot solcher Höfe perfekt ab.

Gesundheit fängt bei der Ernährung an

Bewusste Ernährung ist elementar wichtig
Bewusste Ernährung ist elementar wichtig

Es gibt den weisen alten Spruch: "Du bist, was Du isst" und dieses Motto haben sich insbesondere Gesundheitshöfe zu eigen gemacht und setzen schon gleich mal beim Thema Ernährung an. Meist kommen dort nur selbstangebaute, gezüchtete und hausgemachte Hofprodukte auf den Tisch.

Das fängt bei der frischen Kuhmilch und den Eiern aus dem Hühnerstall an, geht weiter über den Honig aus der Hofimkerei und den selbstgekochten Fruchtaufstrichen bis hin zu Fleisch und Wurst der eigenen Hoftiere.

Natürlich werden weitgehend  auch nur Gemüse, Obst und Kräuter aus dem eigenen Bauerngarten verwendet. Bei einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, oftmals noch mit hausgebackenen Brötchen, Bauernbrot und Hefezöpfen fängt der Morgen schon gut an und frisch gestärkt kann der Tag beginnen.

Nicht selten kocht die Bäuerin auf solchen Höfen noch selbst und man kann deshalb auch Halb- oder Vollpension dazu buchen, um sich durch den bunten Reigen ihrer bäuerlichen Spezialitätenküche zu probieren. Sie verwendet dabei eine große Kräutervielfalt, mit der sie sich bestens auskennt.

Bewegung ist Leben

Wer diesen Satz verinnerlicht hat, der wird auch im Urlaub nicht auf aktive Bewegung verzichten wollen und baut deshalb gerade auf solchen Gesundheitshöfen auf ein weites Feld an sportlichen Aktivitäten. Neben dem Fitnessraum, in dem man täglich selbst etwas für seine Gesundheit tun kann, gibt es noch diverse Kursangebote die von Nordic-Walking über Aerobic bis hin zu leichter Gymnastik für Senioren reichen.

Hält der Hof auch Pferde, dann ist es oftmals möglich, von einem versierten Reitlehrer das Reiten zu erlernen. Im Sommer geht man vielleicht an einem hofnahen See zum Baden, es werden geführte Kräuter- oder Themenwanderungen angeboten, meist gibt es einen hauseigenen Fahrradverleih, so dass der ausgedehnten Radtour nichts mehr im Wege steht.

Auch das Inlineskaten ist in solchen verkehrsberuhigt gelegenen Höfen vielerorts sehr gefragt. Man kann vielleicht sogar den neuen Trendsport "Bauern- oder Ackergolf" erlernen, zum Joggen gehen, Spaziergänge durch umliegende Wiesen, Felder und Wälder unternehmen oder die sportiven Einrichtungen des Hofes selbst nutzen. Von der Tischtennisplatte und dem Tischkicker über das Volleyballnetz und den Basketballkorb bis hin zum Fußballplatz ist hier alles vertreten, was die aktive Bewegung fordert und fördert.

Manchmal kann man auch Billard oder Darts spielen und mit dem Bogen schießen. Selbst hausinterne Kegel- oder Bowlingbahnen sind keine Seltenheit. Natürlich ist es zudem möglich, bei der täglich anfallenden Hof- und Stallarbeit oder beim Einbringen der Ernte mitzuhelfen. 

Genussreiche Einrichtungen des Hofes

Da Wohlgefühle aller Art bekanntlich durch den Magen gehen, so ist es nicht verwunderlich, dass Gesundheitshöfe auch hierfür vorgesorgt haben. Da gibt es vielleicht eine Saftbar, an der man sich einen frisch gepressten Apfelsaft aus Äpfeln der eigenen Streuobstwiesen holen kann oder man trifft sich in der Kräuterstube auf eine leckere Kräuterlimonade. Dort kann man sicherlich auch hausgemachte Cremes, Öle, Salben und Tinkturen erwerben oder gar lernen, wie man diese selbst herstellt. Teestuben, in denen die Kräuter als duftende Teemischungen gereicht werden, sind keine Seltenheit.

Am alten Holz- oder Steinbackofen ist man hautnah mit dabei, wenn das feine Bauernbrot in der knisternden Glut knusprig ausgebacken wird. Die frische Kuhmilch wird in der Bauernküche oft zu Köstlichkeiten wie Joghurt, Quark, Frischkäse und anderen Käsespezialitäten weiterverarbeitet. Nach der Obsternte dürfen die Gäste auch gerne mitmachen, wenn aus den vollreifen Früchten köstliche Marmeladen und Kompotte hergestellt werden und dabei wird ausgiebig genascht. Haben die Bauernhöfe eigene Wasserquellen, dann ist vielerorts frisches Quellwasser im täglichen Ausschank für die Urlauber.

Anwendungen nach Kneipp auf zertifizierten Kneipp-Wellnesshöfen

Am 17. Mai 1821 wurde im bayerischen Wörishofen der spätere Priester und weltbekannte Hydrotherapeut Sebastian Anton Kneipp geboren. Er ist auch der Namensgeber der so genannten "Kneipp-Medizin", denn durch ihn wurden Wasserkuren, Wasseranwendungen und Wassertreten erst richtig bekannt.

Im Jahre 1849 erkrankte Pfarrer Kneipp selbst an Tuberkulose und heilte sich davon nur mit dem Element Wasser. Er schrieb Bücher und wirkte noch lange Zeit in seiner bayerischen Heimatstadt Wörishofen, die zur Kurstadt erklärt wurde. Am 17. Juli 1897 verstarb er im stolzen Alter von 76 Jahren an einem Unterleibstumor, an dem er sich nicht operieren lassen wollte.

Der daraufhin im August 1897 gegründete Kneipp-Bund wirkt bis heute in seinem Sinne, zählt rund 160.000 Mitglieder und deutschlandweit gibt es rund 600 Kneipp-Vereine. Heute trifft man in der Kurstadt auch eine wunderschöne Therme an.

Zu den Anwendungsmethoden nach Pfarrer Kneipp zählen heutzutage vor allem das Wassertreten oder auch "kneippen" genannt, Arm-, Knie- oder Schenkelgüsse, ein kaltes Armbad, das Barfußgehen und Tautreten, ansteigende Fußbäder oder auch ein Vollbad.

Mehr über Kneipp, seine Lebensphilosophie, Wasseranwendungen und Kräuterkunde kann man nachlesen bei der nach ihm benannten Firma Kneipp GmbH mit Sitz in Würzburg sowie beim Kneippverband in Bad Münstereifel.

Vom Kneippbund e.V. mit Sitz in Bad Wörishofen können sich entsprechend eingerichtete und ausgestattete Gesundheitshöfe zu einem anerkannten Kneipp-Gesundheitshof zertifizieren lassen.

Interessante Portale zum Thema Wellness und Gesundheit

Es gibt einen Fachverband Wellness, Beauty und Gesundheit e.V. mit Sitz in Koblenz, dem inzwischen weit über 500 Mitglieder angehören und der auch eine Wellnesstrainer Ausbildung im Angebot hat.

Nicht zu verwechseln mit dem eher ungesunden Fastfoodriesen McDonalds ist das Gesundheitsportal McGesund.de, welches sich diesen Themenbereichen voll und ganz verschrieben hat.

Auch in der Wohlfühlwelt Wellnessium.de sind solche Themen als Balance für Körper und Seele beheimatet.

Weitere Tipps und Ratschläge findet man zudem auf: Vital.de, Gesundheit.com, Das-Wellness-Lexikon.de

Fazit

Den Urlaub auf einem Wellness- oder Gesundheitsbauernhof könnte man also auch als wohltuende "Ich-Zeit-Reise" bezeichnen und diese Auszeit vom hektischen und stressigen Alltag sollte man sich wohlweislich so oft wie möglich gönnen. Frisch erholt, körperlich und mental gestärkt kann man dem Leben wieder ganz anders begegnen und entgegen treten. 


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