Nationalpark Kalkalpen

Ein Wanderparadies für Naturschützer: Der Nationalpark Kalkalpen garantiert sanften Tourismus inmitten eines artenreichen Landschaftsidylls.

Im Einklang mit der Natur: Urlaub im Nationalpark Kalkalpen

Wanderer und Bergsteiger genießen die unberührte Natur des Nationalparks Kalkalpen in Oberösterreich. Das große Areal fasziniert mit zahlreichen Höhlen, vielen Wasserläufen und hohen Gebirgsgipfeln. Die sagenhafte verschiedenartige Vogelwelt ist in den baumhohen Wäldern des Gebietes zu finden, während in den Berghöhen Wildkatzen bei einer Wandertour entdeckt werden können. Im Naturschutzgebiet, das in den 1970er Jahren eröffnet wurde, setzt man auf sanften Tourismus: So haben Besucher und Familien einerseits dank zahlreicher Wanderwege und Zeltplätze vielfältige Möglichkeiten, um die Landschaft auf originelle Weise zu entdecken. Auf der anderen Seite wird das ursprüngliche Naturbild nur durch wenige fremdenverkehrsnützliche Einrichtungen, wie Almen und Hütten, unterbrochen.

Wandern in Österreich

Der Nationalpark Kalkalpen ist ein großes Gebiet in Oberösterreich, das von dem Sengsengebirge bis zum Reichraminger Hintergebirge reicht. Das heute 20.856 ha weite Areal, das erst im Jahr 2003 um mehr als 3.800 ha erweitert wurde, ist bis zu 90 % als Naturzone ausgewiesen und liegt überwiegend im Besitz der Österreichischen Bundesforste. Den Gipfel des Hohen Nock erreichen Bergsteiger auf 1.963 m Höhe. Unterhalb der Berggrenze verfügt der Nationalpark über einen hohen Baumbestand aus Fichten, Tannen und Buchen, die viel Schatten spenden. Sicherlich kreuzen Wanderer und Bergsteiger einen der vielen Bachläufe des Nationalparks. Auch an einer der mehr als 800 Quellen können Besucher eine Rast am Wasser einlegen. Anhand gut markierter Wanderwege findet man sich gut im Park zurecht. Diese führen früher oder später zu den Almhütten, von denen aus Gründen des sanften Tourismus nur einige wenige bewirtschaftet sind. Für Geologen sind die Gesteinsarten Wettersteinkalk und Hauptdolomit interessant. Zudem bietet das Gelände mehr als 70 Höhlen zur Besichtigung, einige davon sind aus Eis und nur mit einem Geo-Höhlenforscher zu erkunden. Das Besucherzentrum des Nationalparks Kalkalpen liegt in Molln, wobei man auch in Reichraming und Windischgarsten infrakstrukturell gut erschlossene Gastzentren findet.

Intakte Natur- und Kulturlandschaft

Das Erlebniswandern für Kinder und Erwachsene beginnt mit der Sichtung von rund 30 Säugetieren sowie etwa 1.500 Schmetterlingsarten. Zu den rund 80 unterschiedlichen Vogelarten zählen unter anderem Auerhuhn, Uhu, Steinadler, Habicht, Hohltaube und Ziegenmelker. Diese halten sich meist versteckt oder fliegen in einer famosen Pflanzenwelt umher. Die über 1.000 unterschiedlichen Blütenexemplare, Farne und Moose, die ungezähmt vor sich hinwachsen, unterstreichen die Wildnis des Geländes. Besonders schutzwürdig ist der Lebensraum für zahlreiche Fledermausarten, Fischotter und Siebenschläfer. Zu finden sind diese putzigen Säugetierarten überwiegend in den Höhlen sowie an Quellen und Bachläufen des Nationalparks. Im Winter zeigt sich der Eurasische Luchs auf bergigen Höhen, während sich zwischen den Bäumen Reptilien ihren Weg durch das große Areal bahnen: Dazu zählen die Äskulapnatter, Bergeidechsen, Blindschleichen und Kreuzottern.

Kulturzentren rund um den Park

Wer trotz eindrucksvoller Fauna und Flora ein wenig Kultur und Kunst nicht missen möchte, besucht die Umgebung rund um den Nationalpark Kalkalpen. Besucher erreichen den Park in den meisten Fällen über das Zentrum in Molln. Hier finden Sie neben wertvollen Informationen über das große Areal auch Ausstellungen und Veranstaltungen. Im eigenen Nationalparklabor werden Trinkwasseruntersuchungen und Gewässerdokumentationen mit Quellmonitoring durchgeführt.

Ein Ausflug nach Trattenbach in nördlicher Richtung führt ins Tal der Feitelmacher und in das gleichnamige Museumsdorf, das teilweise auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste steht. Das Mitmachmuseum ist für kleine und große Gäste ein Erlebnis, wenn sie an den mit Wasserkraft betriebenen Maschinen Hand anlegen dürfen.

In die Gemeinde Losenstein geht es in den Nagelschmiedweg zum Brandstätter Hammer. Hier, wo einst der gleichnamige Hammermeister vor Ort gearbeitet hat, ist im renovierten Originalgebäude ein Nagelschmiedmuseum entstanden. Besucher können sich am Amboss als Schmiedmeister betätigen.

Höhlenzauber mit Eis

2004 wurde im Nationalpark Kalkalpen die Klarahöhle entdeckt, die als größtes System ihrer Art auf dem Gelände gilt. Als tiefste Höhle kann man bei einer Wanderung den Krestenbergschacht entdecken: Besucher wagen sich hier von 1.160 m Höhe 412 m tief hinunter. Ein beeindruckendes Naturphänomen, die von den Einheimischen getaufte Teufelskapelle, findet man in den Wintermonaten im Sengsengebirge. Die Eishalle ist ein 60 m x 30 m breiter Raum, der bis 6 m in die Höhe reicht. Mit etwas Glück ist mittig eine Eissäule zu besichtigen.

Dass der Nationalpark zu Beginn der Steinzeit auch Lebensort für Menschen war, belegen die Werkzeuge der Moustérien-Levalloistechnik aus der Zeit von 65.000-30.000 v. Chr. Die Fundstücke wurden in der Rameschhöhle gefunden, in der Archäologen auch Hinweise auf Bären, Löwen und Wölfe entdeckten. In den umliegenden Gemeinden Windischgarsten und Losenstein wurden unter anderem Beile und Lanzenspitzen aus dem Jahr 1000 v. Chr. gefunden.

Videos zur Region

Mit dem Fachmann durch den Nationalpark

Da im Nationalpark der sanfte Tourismus praktiziert wird und der Besucher nicht vom Weg abkommen soll, werden verschiedene geführte Touren angeboten. Für Familien mit Kindern ist beispielsweise eine Kanufahrt über die Enns in der Ferienzeit zwischen Juli und August ein besonderes Erlebnis. Bei der dreistündigen Fahrt erfährt man mehr über das Gewässer und die dortige Tierwelt. Auf Tour mit Gabi, Viktor, Felix und Fridolin geht es rund um den Windischgarten. Die Namen gehören zu den vier österreichisch-ungarischen Weißen Eseln, die nur noch im Nationalpark Kalkalpen zuhause sind. Das hellgelbe Fell lädt zum Streicheln ein. Kletterer wollen hingegen hoch hinaus und nehmen an einer Rangertour ins Gamsrevier teil. Dabei wird die Sprungkraft der Tiere in der Felsregion bewundert, die mit Fernglas und Spektiv genauer beobachtet werden.

Besonderheiten im Park

Nahezu das gesamte Gelände kann über gut ausgeschilderte Wanderwege erschlossen werden. Für eine Rast stehen dem Besucher etwa 20 Almhütten zur Verfügung, die aber nicht alle bewirtschaften sind. Wer mit seiner Familie die Natur gewissermaßen zu jeder Stunde erleben will, reserviert sich einen Zeltplatz innerhalb des Nationalparks Kalkalpen: So entdecken Sie man am besten die Frühaufsteher oder Langschläfer unter den Tieren und können den Park erkunden, wenn alles noch schläft. Mit der PP-Card, der Pyhrn-Priel-Erlebniscard, können viele Touren günstiger gebucht werden. Für Schüler ab 12 Jahren gibt es Ermäßigungen.


Tourist-Information

Nationalpark Oö Kalkalpen GmbH
Nationalpark Allee 1
A-4591 Molln
Telefon 1: (+ 43) - 75843651
Telefon 2: (+ 43) - 75843951
Telefax: (+ 43) - 75843654

E-Mail: nationalpark@kalkalpen.at
Homepage: www.kalkalpen.at

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