Wendland

Elbtalaue
Elbtalaue

Das Wendland im Norden der Altmark entspricht dem Kreis Lüchow-Dannenberg mit dem mittelalterlichen Städtchen Hitzacker, Dannenberg und Schnackenburg. Ein touristischer Anziehungspunkt ist die Elbuferstraße, die östlich von Hamburg beginnt und einen besonders schönen Abschnitt im Wendland zwischen Jasebeck und Damnatz hat. Im 9. Jh. wurde das heutige Wendland von den Wenden, einer slawischen Volksgruppe, besiedelt. Deren Sprachen, Sitten und Gebräuche hielten sich hier länger als in anderen im Mittelalter von Wenden bewohnten Gebieten, nämlich bis ins 18. Jh., als schließlich auch die Namensgebung der Landschaft erfolgte. Im Wendland finden sich noch zahlreiche Beispiele der Siedlungsform des Rundlingsdorfes, bei der alle Höfe mit den Stirnseiten einen großen Dorfplatz umschließen. Ein touristisch Vorzeige-Rundling ist Lübeln mit einem Multimedia-Museum.

Fachwerkbauten mit Ziegelmauerwerk bestimmen das hübsche Ortsbild von Hitzacker, einer 1203 erstmals urkundlich genannten Kleinstadt mit einem kleinen Hafen an der Elbe. Am Markt ist im bemerkenswerten Amtshaus, einem Fachwerkbau von 1718, das Wasser- und Schifffahrtsmuseum untergebracht. Ein schöner Spaziergang führt auf den nahen Weinberg mit genau 99 Weinstöcken (!), von dem aus man eine wunderbare Fernsicht hat.

Das Wendland ist eine recht dünn besiedelte Gegend, welche nach wie vor überwiegend von der Landwirtschaft sowie vom Handwerk geprägt ist. Großindustrie gibt es nicht, wohl aber sehr viel unberührte Natur; hier sei z.B. das unberührte Elbufer, die Gegend um das Flüsschen Jeetzel oder der Naturpark Drawehn erwähnt.

Siedlungen existieren überwiegend in Form kleinerer Dörfer. Größere Orte sind neben den beiden Namensgebern Lüchow und Dannenberg noch Hitzacker und Dahlenburg. In den überwiegend landwirtschaftlich geprägten Orten findet man noch sehr viele traditionelle, in rotem Backstein erbaute Höfe. Die Orte tragen seltsam klingende Namen wie z.B. Meuchefitz, Tosterglope, Pommoissel oder Penkefitz... Seinen Namen hat das Wendland von den Wenden, einem den Westslawen zugehörigen Volksstamm. Verwandtschaftliche Beziehungen dieses Stammes bestehen insbesondere zu den unweit von Berlin, im Spreewald, lebenden Sorben.

Dass das Wendland schon sehr früh besiedelt war, kann man u.a. im Archäologischen Zentrum Hitzacker erleben. Mittelpunkt des Archäologischen Zentrums sind rekonstruierte Langhäuser, um die herum verschiedene begehbare Stationen gruppiert sind, an denen das Leben und die Umwelt der Menschen der Stein- und Bronzezeit erprobt und nachvollzogen werden können. Über die Jahrhunderte hinweg war das Wendland überwiegend von Bauern bevölkert. Da sie immer wieder Angriffen von außen ausgesetzt waren, zeigt die typische Form der wendländischen Dörfer. Während man im Norden Deutschlands überwiegend Streusiedlungen findet, bei denen die einzelnen Gehöfte eines Ortes weit verstreut liegen, überwiegen im Wendland die sogenannten "Rundlinge", eine Dorfform, bei der alle Gehöfte eng beieinander liegen, sodass sie im Falle eines Angriffes leichter verteidigt werden konnten.

Aufgrund der flachen Landschaft bietet sich das Wendland gerade für Radtouren förmlich an. Ein gut ausgebautes Radwegenetz erleichtert solche Touren. Sehr gut kann man eine Radtour mit einer Bahnfahrt verbinden, um z.B. auch weiter entfernte Ziele zu "erradeln" - z. B. auf der Bahnstrecke von Lüneburg nach Dannenberg und zurück kann man ohne Probleme sein Fahrrad mitnehmen.

Für Naturliebhaber sind besonders die Elbtalauen sowie das Gebiet der Göhrde von Interesse. Vom Frühling bis zum Herbst bevölkern Tausende von Zugvögeln das Urstromtal der Elbe, ehe sie von hier aus gen Süden starten. Anfang April tauchen häufig Störche auf, welche hier ihre Nester wieder besiedeln. In der warmen Jahreszeit sind vor allem die Qualmwässer, bei länger anhaltenden hohen Wasserständen dringt Wasser im sandigen Boden unter den Deichen durch, sowie das Deichvorland in der Dannenberger Marsch interessant.

Biologen und Botaniker bieten Führungen an, weisen auf selten gewordene Pflanzen- und Tierarten hin und erklären, warum und wie sie geschützt werden. Im Waldgebiet der Göhrde ist freilebendes Wild zu beobachten, während der Brunftzeit kann dies ein sehr sehenswertes Erlebnis sein.

Für Leute, die im Urlaub gern sportlich aktiv sind, bietet das Wendland viele Möglichkeiten. Neben den schon erwähnten Radtouren ist das Wendland ein Paradies für Reiter. Viele Reiterhöfe bieten Ausritte an um die Gegend hoch zu Ross zu erkunden. Wassersport ist an Elbe oder Jeetzel möglich, Liebhaber des Segelsports kommen hier auf ihre Kosten, auch Rudern, Paddeln oder Surfen wird dem Urlauber angeboten.

Interessant ist das Vorhandensein von vielen kleineren, alternativen Betrieben. Hier seien insbesondere die vielen Bio-Bauernhöfe sowie einige hervorragende Töpfereien genannt. Der Einkauf in diesen kleinen, meistens mit viel Liebe geführten Betrieben, kann zu einem echten Vergnügen werden.

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Tourist-Information

Tourist-Info Lüchow (Wendland)
Amtshof 1
29439 Lüchow (Wendland)
Telefon: 05841-126450
Telefax: 05841-126451

E-Mail: info@region-wendland.de
Homepage: www.region-wendland.de

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