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Niedersachsen
Bauernhofurlaub in der Lüneburger Heide
Die Lüneburger Heide mit ihren lila Heideflächen und dunkelgrünem Wacholder ist ein Klassiker für Urlaub in der Heide und Lüneburger Heide – zu jeder Jahreszeit. Besonders beliebt ist der Heidschnuckenweg, weil man dort die Landschaft direkt erlaufen kann. Für Familienurlaub passt das sehr gut: kurze Etappen, viele Pausenplätze, danach zurück zum Bauernhof als Basis.
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Themenübersicht
- Urlaub in der Lüneburger Heide: Wann passt es am besten?
- Lüneburg und Lüneburger Heide: nicht dasselbe
- Familienurlaub in der Lüneburger Heide: kurzer Radius, viel draußen
- Fahrradfahren in der Lüneburger Heide
- Die Lüneburger Heide Damals und heute
- Landwirtschaft, Heidschnucken und Imkerei als Teil der Heidegeschichte
- Aufforstung und Naturparks. Heide heute
- Ein Urlaub in der Region Lüneburger Heide
- Der Vogelpark Walsrode
- Weitere Ausflugsziele
- Häufig gestellte Fragen
Urlaub in der Lüneburger Heide: Wann passt es am besten?
Die Lüneburger Heide liegt in Niedersachsen, grob zwischen Hamburg, Bremen und Hannover. Für viele ist der Spätsommer der wichtigste Zeitraum, weil dann die Heideflächen ihr bekanntes Gesicht zeigen. Die Blüte liegt meist im August und reicht oft bis in den frühen September. Das schwankt, je nach Wetter.
Beliebte Aussichtspunkte und Heideflächen tauchen in Gesprächen immer wieder auf: Wilseder Berg, Totengrund, Schneverdingen als praktischer Startpunkt. Früh loszugehen hilft, wenn man es ruhiger mag.
Lüneburg und Lüneburger Heide: nicht dasselbe
Lüneburg ist die Stadt. Die Lüneburger Heide ist die Region mit Heideflächen, Wald und den typischen Geestlandschaften. Als Ausgangspunkt funktioniert Lüneburg trotzdem, weil man schnell draußen ist und abends wieder "Stadt" hat. Wer wirklich mitten in die Heide will, wohnt oft lieber näher an den großen Heideflächen.
Familienurlaub in der Lüneburger Heide: kurzer Radius, viel draußen
Mit Kindern läuft ein Heide-Urlaub oft über kurze Etappen. Ein Rundweg am Vormittag, später Tiere am Hof, zwischendurch Spielplatz oder Picknickbank. Große Höhenmeter sind selten das Thema, eher Wege, die auch mit kleinen Beinen funktionieren. Für geprüfte Familienfreundlichkeit gibt es als getrennte Info-Seite das Qualitätssiegel KinderFerienLand Niedersachsen.
Für den "einmal was anderes"-Tag landen bei Familien häufig der Vogelpark Walsrode oder der Heide Park auf dem Zettel. Nicht jeden Tag, aber gut zu wissen, dass es das gibt.
Fahrradfahren in der Lüneburger Heide
Radfahren passt hier sehr gut, weil viele Strecken ohne große Steigungen starten und sich als Runde fahren lassen. Das Radwegenetz ist groß, und es gibt viele Tagestouren, die nicht nach Sport aussehen müssen. In der Blütezeit wirkt die Heide auf dem Rad oft entspannter, wenn der Start früh ist.
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Landschaft mit Wacholder in der Lüneburger Heide. Foto: © Thorsten Schier - stock.adobe.com
Die Lüneburger Heide Damals und heute
Die höchste Erhebung in der Lüneburger Heide ist der "Wilseder Berg" mit sage und schreibe 169 Metern! Durch intensive Rodung der ehemaligen Waldlandschaft wurde das geschlagene Holz im späten Mittelalter zum Aufbau der Städte, zum Schiffsbau, zum Bau von Backöfen und Ziegeleien, aber v.a. für die Lüneburger Saline verwendet, wo Tag und Nacht das salzhaltige Grundwasser zu Speisesalz (das weiße Gold aus Lüneburg) über Holzfeuern verkocht wurde.
Lüneburg, Salz und Hansehandel
Lüneburg liegt über einem Salzstock, hatte jahrhundertelang eine Monopolstellung inne, war früh Mitglied der "Hanse". Das hiesige Salz war wichtig, um die Heringe - u.a. aus der Ostsee - einzupökeln, also haltbar zu machen, z.B. für die Fastenzeit. Die Stadt entwickelte sich zusammen mit den Städten "Bergen" (Mittelnorwegen) und "Visby" (Südschweden) als Fischlieferanten sowie Lübeck als Handelsknotenpunkt zu einer der betuchtesten und bedeutsamsten Städte der Hanse im Mittelalter.
Der Wald - weit ringsrum - blieb durch die Zeiten auf der Strecke. Das kahle Land bedeckte sich mit Besen- und Glockenheiden, wobei das eigentliche Wort Heide soviel wie "wüste Hochfläche" bedeutet.
Auf Bauernhofurlaub.de ist die Lüneburger Heide als Region in Niedersachsen geführt; gemeint sind dort buchbare Ferienhöfe mit Orientierung über Lage und Umfeld (Heide, Rad- und Wanderwege).
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Landwirtschaft, Heidschnucken und Imkerei als Teil der Heidegeschichte
Die Bauern nutzten das Gewächs als Ersatz für die Streu im Stall, wobei sie die Heidepflanzen mit besonderen Hacken abschlugen (plaggten), zur Düngung, außerdem bedeckten sie die Dachfirste ihrer Häuser und Hütten damit.
Plaggen, Dachfirste und die Rolle der Heidschnucken
Das Kraut konnte sich so immer wieder regenerieren, die weidenden Schafe - die sehr genügsamen Heidschnucken - taten ein übriges, halfen auch den Bienen, da sie die klebrigen Spinnweben vernichteten, die Bienen dadurch frei fliegen und ihren Honig einsammeln konnten.
Honig, Wachs und ein alter Erwerbszweig
Denn die Pflege der Bienenvölker, Imkerei, Honig- und Wachsherstellung waren und sind für die Landbevölkerung bis heute ein wichtiger Erwerbszweig.
Herkunft der Heidschnucken
Kurz noch mal zur einheimischen Schafsrasse: Diese kleinste deutsche Schafsrasse ist die älteste hierzulande und stammt vom europäischen Wildschaf, dem "Mufflon", ab.
Aufforstung und Naturparks. Heide heute
Die Heide wurde mit Kiefern und Fichten teilweise wieder aufgeforstet, die landschaftlichen Gebiete wurden ausgeweitet.
Naturpark Lüneburger Heide und Südheide
Dazu wurden Naturparks wie der "Naturpark Lüneburger Heide" im Nordwesten und "Südheide" nördlich von Celle (Herzogschloss) mit Heidekraut, Ginster und Wacholder, aber auch Gräser, Flechten und Moose, als typische Vegetation eingerichtet.
Ein Urlaub in der Region Lüneburger Heide
Wandern und Natur
Die Naturparke in der Lüneburger Heide sind wunderbar zu begehen und zu erwandern (auch Führungen) und bieten einer Familie viel Spaß sowie ein tolles Naturerlebnis. Seltsam geformte Wacholderbüsche, umsäumte, verborgene Moore, von Birken umrandete Sandwege, unter Eichen versteckte ziegelrote, so genannte "Heidjerhöfe" vervollständigen diese eigentümliche eigenwillige Landschaft.
Der Vogelpark Walsrode
Mitten in der Lüneburger Heide befindet sich der "Vogelpark Walsrode", seines Zeichens der größte Vogelpark dieser Art in der Welt.
Eine einzigartige Park- und Gartenlandschaft lädt den Besucher zu jeder Jahreszeit ein, die Vogelwelt zu erleben. Die Tropenwaldhalle stellt die einmalige Vogelwelt Indonesiens mit den Paradiesvögeln, dem "Wolo" (Baumkänguru) und den Flughunden vor, ähnlich die Paradieshalle. Dazu gesellt sich ein Streichelzoo, Flugschauen der Wildvögel, Papageien umschwirren den Besucher, sie fressen sogar aus der Hand, und eine Aufzuchtstation für Vogelbabys gibt es auch.
All dies kann der Besucher wunderbar mitverfolgen, miterleben. Für Kinder und Junggebliebene ein absoluter Genuss. In Walsrode ist übrigens auch der berühmte Heidedichter "Hermann Löns" begraben.
Weitere Ausflugsziele
Weitere interessante Ausflüge sind z.B. das "Kloster Ebsdorf" mit seiner Weltkarte - eine farbige Radkarte, 3,5 Meter Durchmesser. Sie ist die größte und farbigste Weltkarte des Mittelalters, lag quasi 600 Jahre in der Ecke, wurde erst 1830 zufällig entdeckt.
Dann der Tierpark "Otterzentrum Hankensbüttel", wo man auf ca. 60.000 Quadratmetern Freifläche nicht nur das Leben rund um den Otter beobachten kann, sondern auch Dachs, Iltis, Baum- und Steinmarder, Hermelin sowie die Otterhunde, die bei uns fast ausgestorben sind.
Den ultimativen Adrenalin-Kick und Spaß für die ganze Familie bietet auch der Heide Park Resort, Norddeutschlands größter Erlebnis- und Freizeitpark. Der Park bietet viele Attraktionen und Shows und somit erlebt jeder Gast sein ganz persönliches Abenteuer.
FAQ: urlaub in der Lüneburger Heide
Am schönsten ist es meist im August und bis in den frühen September, wenn die Heide blüht. Das hängt ein bisschen vom Wetter ab, mal kommt es früher, mal später. Wer es ruhiger will, geht früh los. Wilseder Berg und Totengrund sind dann schnell erklärt, und Schneverdingen ist oft der Startpunkt, wenn man nicht lange rumfahren möchte.
Weil hier vieles im kurzen Radius funktioniert. Vormittags eine Runde, später zurück zum Hof, zwischendurch Spielplatz oder Picknickbank. Für den "heute mal was anderes"-Tag nehmen viele den Vogelpark Walsrode oder den Heide Park. Und fürs Rad ist die Heide sowieso dankbar. Kaum Steigungen, viele Runden, und in der Blütezeit ist es früh am schönsten, bevor es voll wird.
Weil Heidschnucken und Imkerei seit jeher zur Pflege der Heide gehören. Früher haben Bauern die Heide als Stallstreu und Dünger genutzt und sogar Dachfirste damit gedeckt. Die Schnucken halten die Flächen offen, und die Bienen liefern Honig und Wachs. Das ist kein Deko-Thema, das war und ist für viele hier oben einfach ein Stück Alltag.
Ja, der Park funktioniert für Familien ziemlich gut, weil ständig etwas passiert. Du läufst durch die Hallen, stehst plötzlich zwischen tropischen Vögeln, und draußen kommt dann Streichelzoo oder Flugshow, je nachdem, was gerade läuft. Manche Kinder reden hinterher nur noch davon, dass Papageien aus der Hand fressen. Und wer eh in Walsrode ist, stolpert fast nebenbei darüber, dass Hermann Löns hier begraben liegt.
Dann nimmt man sich einen Ausflug, der schnell zieht. Kloster Ebstorf mit dieser riesigen mittelalterlichen Weltkarte ist so ein Ding, da steht man davor und denkt erst mal. Aha. Und im Otterzentrum Hankensbüttel läuft man durch die Anlage und schaut plötzlich nicht nur Ottern zu, sondern auch Dachs und Marder, wenn man Glück hat. Für den lauten Tag gibt es den Heide Park. Da ist der Kopf danach leer, im guten Sinne.
Tourist-Information
Lüneburger Heide GmbH
Wallstraße 4
21335 Lüneburg
Telefon: (+49) - 4131-298980801
Telefax: (+49) - 4131-309810
E-Mail: info@lueneburger-heide.de
Homepage: www.lueneburger-heide.de
Beliebte Ferienhöfe in Niedersachsen
Alle bei Bauernhofurlaub.de gelisteten Ferienhöfe betreiben echte, aktive Landwirtschaft – das garantieren wir.
Unser PLUS-Siegel zeichnet zusätzlich jene Höfe aus, auf denen Gäste den Bauernhofalltag besonders intensiv und erlebbar miterleben können.
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