Lüneburger Heide

Lüneburger Heidelandschaft

Eines der beliebtesten Urlaubs- und Ausflugsziele in Norddeutschland ist die Lüneburger Heide, die sich zwischen der Aller und der unteren Weser im Südwesten und der Elbe im Nordosten mit rd. 7.200 Quadratkilometern erstreckt. Die höchste Erhebung ist der "Wilseder Berg" mit sage und schreibe 169 Metern!

Durch intensive Rodung der ehemaligen Waldlandschaft wurde das geschlagene Holz im späten Mittelalter zum Aufbau der Städte, zum Schiffsbau, zum Bau von Backöfen und Ziegeleien, aber v.a. für die Lüneburger Saline verwendet, wo Tag und Nacht das salzhaltige Grundwasser zu Speisesalz (das weiße Gold aus Lüneburg) über Holzfeuern verkocht wurde...

Lüneburg liegt über einem Salzstock, hatte jahrhundertelang eine Monopolstellung inne, war früh Mitglied der "Hanse". Das hiesige Salz war wichtig, um die Heringe - u.a. aus der Ostsee - einzupökeln, also haltbar zu machen, z.B. für die Fastenzeit. Die Stadt entwickelte sich zusammen mit den Städten "Bergen" (Mittelnorwegen) und "Visby" (Südschweden) als Fischlieferanten sowie Lübeck als Handelsknotenpunkt zu einer der betuchtesten und bedeutsamsten Städte der Hanse im Mittelalter.

Der Wald - weit ringsrum - blieb durch die Zeiten auf der Strecke. Das kahle Land bedeckte sich mit Besen- und Glockenheiden, wobei das eigentliche Wort Heide soviel wie "wüste Hochfläche" bedeutet.

Die Bauern nutzten das Gewächs als Ersatz für die Streu im Stall, wobei sie die Heidepflanzen mit besonderen Hacken abschlugen (plaggten), zur Düngung, außerdem bedeckten sie die Dachfirste ihrer Häuser und Hütten damit.

Das Kraut konnte sich so immer wieder regenerieren, die weidenden Schafe - die sehr genügsamen "Heidschnucken" - taten ein übriges, halfen auch den Bienen, da sie die klebrigen Spinnweben vernichteten, die Bienen dadurch frei fliegen und ihren Honig einsammeln konnten.

Denn die Pflege der Bienenvölker, Imkerei, Honig- und Wachsherstellung waren und sind für die Landbevölkerung bis heute ein wichtiger Erwerbszweig.

Kurz noch mal zur einheimischen Schafsrasse: Diese kleinste deutsche Schafsrasse ist die älteste hierzulande und stammt vom europäischen Wildschaf, dem "Mufflon", ab.

Die Heide wurde mit Kiefern und Fichten teilweise wieder aufgeforstet, die landschaftlichen Gebiete wurden ausgeweitet. Dazu wurden Naturparks wie der "Naturpark Lüneburger Heide" im Nordwesten und "Südheide" nördlich von Celle (Herzogschloss) mit Heidekraut, Ginster und Wacholder, aber auch Gräser, Flechten und Moose, als typische Vegetation eingerichtet.

Diese Naturparke sind wunderbar zu begehen und zu erwandern (auch Führungen) und bieten einer Familie viel Spaß sowie ein tolles Naturerlebnis.

Seltsam geformte Wacholderbüsche, umsäumte, verborgene Moore, von Birken umrandete Sandwege, unter Eichen versteckte ziegelrote, so genannte "Heidjerhöfe" vervollständigen diese eigentümliche eigenwillige Landschaft.

Mitten in der Lüneburger Heide befindet sich der "Vogelpark Walsrode", seines Zeichens der größte Vogelpark dieser Art in der Welt.

Eine einzigartige Park- und Gartenlandschaft lädt den Besucher zu jeder Jahreszeit ein, die Vogelwelt zu erleben. Die Tropenwaldhalle stellt die einmalige Vogelwelt Indonesiens mit den Paradiesvögeln, dem "Wolo" (Baumkänguru) und den Flughunden vor, ähnlich die Paradieshalle. Dazu gesellt sich ein Streichelzoo, Flugschauen der Wildvögel, Papageien umschwirren den Besucher, sie fressen sogar aus der Hand, und eine Aufzuchtstation für Vogelbabys gibt es auch.

All dies kann der Besucher wunderbar mitverfolgen, miterleben. Für Kinder und Junggebliebene ein absoluter Genuss.

In Walsrode ist übrigens auch der berühmte Heidedichter "Hermann Löns" begraben.

Weitere interessante Ausflüge sind z.B. das "Kloster Ebsdorf" mit seiner Weltkarte - eine farbige Radkarte, 3,5 Meter Durchmesser. Sie ist die größte und farbigste Weltkarte des Mittelalters, lag quasi 600 Jahre in der Ecke, wurde erst 1830 zufällig entdeckt.

Dann der Tierpark "Otterzentrum Hankensbüttel", wo man auf ca. 60.000 Quadratmetern Freifläche nicht nur das Leben rund um den Otter beobachten kann, sondern auch Dachs, Iltis, Baum- und Steinmarder, Hermelin sowie die Otterhunde, die bei uns fast ausgestorben sind.

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Tourist-Information

Lüneburger Heide GmbH
Wallstraße 4
21335 Lüneburg
Telefon: 04131-298980801
Telefax: 04131-309810

E-Mail:  info@lueneburger-heide.de
Homepage: www.lueneburger-heide.de

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