Chiemgau / Chiemsee

Segelboote am Chiemsee
Segelboote am Chiemsee

Der Chiemsee, der auch Bayerisches Meer genannt wird, ist der größte See des bayrischen Voralpenlandes und ist von der Wasserfläche her größer als der Bodensee. Er ist 80 qkm groß und bis zu 74 m tief. Er besitzt drei Inseln: Herren- und Frauenchiemsee sowie die Krautinsel. In den Chiemsee fließen die Tiroler Ache und die Prien, aus dem See heraus die Alz. Auf der bewaldeten Herreninsel befinden sich zwei Schlösser. Im alten Schloss fanden 1948 die Vorbesprechungen für unser Grundgesetz statt, das sog. "Herrenchiemseer Konvent". Hier ist ein kleines Museum entstanden, wo man nicht nur etwas zu dem Ursprung unseres Grundgesetzes erfährt, sondern auch zur Geschichte der Insel. Da dies kaum jemand weiß, laufen die Massen zum Königsschloss, das sich baulich an Versailles anlehnt. Prunkstücke des Schlosses sind der Spiegelsaal und die Badewanne von König Ludwig II., die eher einem kleinen Pool gleicht. Die kleinere Insel bietet insbesondere Romantikern fiel. Das Kloster, in dem Seminare abgehalten werden, nachdem das Internat geschlossen wurde, ist der Mittelpunkt mit seinem sehenswerten Münster. Viele Fischer bieten ihre Fänge zum Kauf an. Als "Alternative" zum Hamburger gibt es hier Chiemseerenke mit Meerrettich im Brötchen (Semmel). Der Geheimtipp: Abends auf die Insel fahren und beim Sonnenuntergang und Blick auf den See ein Essen beim Inselwirt einnehmen. Die Krautinsel ist die kleinste Insel und ohne Bewohner zwischen Frauen- und Herreninsel gelegen. Überfahrten, von denen man zu den Inseln kommt, sind von Prien, Gstadt, Seebruck, Übersee und Felden bei Bernau möglich.

Die Ostseite der Schafwaschener Bucht zwischen Aiterbach und Kailbach beherbergt viele Vogelarten. Mit etwas Glück lassen sich Blau- und Schwarzkehlchen, Bekassine, Tüpfelsumpfhuhn, Rohr- und Feldschwirl, verschiedene Rohrsänger und Braune Sichler beobachten. Vom Steg aus kann man Schwarz- und Rothalstaucher, Trauerseeschwalben, Zwergmöwen, Kolbenenten und Lachmöwen sehen. Man braucht allerdings ein wenig Geduld.

Hausberge des Chiemsees sind die Kampenwand (Seilbahn von Aschau), die Hochplatte, der Hochgern und der Hochfelln (Seilbahn von Bergen). Von diesen Gipfeln genießt man einen tollen Seeblick. "Wann i mit meiner Wamp´n kannt, dann gang i auf die Kampenwand" ("Wamp´n" = Bauch). Dieser Satz besagt, dass beleibte Menschen den Berg meiden und ihn als eine Art Rechtfertigung benützen.

Typischer Bauernhof im Chiemgau

Prien ist touristisches Zentrum des Chiemsees. Die Ortsteile Osternach, Stock und Harras liegen direkt am See. Für den Gast empfiehlt sich z.B. eine Partie Minigolf, ein Promenieren am Strand bis zum Prienavera (Freizeitbad) oder ein Kneipenbesuch. Tagsüber bringt die Chiemsee-Bahn (Dampflok) die Besucher laut schnaubend vom Anlegesteg in Stock bis zum Bahnhof der DB. Ein Erlebnis für Kinder und Junggebliebene.

Zurück nach Stock, wo der Uferweg in nördlicher Richtung über Osternach nach Schafwaschen führt. An der Prienmündung ist ein schattiger Badeplatz. Weiter geht es nach Urfahrn, wo das wohl schönste Strandbad liegt. Über Breitbrunn gelangt man weiter nach Gstadt, dem nächstgelegenen Ort zur Fraueninsel. Der Uferweg führt ab hier kurz an der Autostraße entlang, ehe man über Gollenshausen (Segelschule) und dem Malerwinkel nach Seebruck gelangt. In Seebruck fließt die Alz aus dem See, die durch ihre Strömung sehr interessant für Wassersportler ist.

Nördlich des Chiemsees endete während der letzten Eiszeit der Chiemseegletscher und deponierte dort mitgeführtes Geröll und Schutt. Durch diesen Endmoränenwall arbeitete sich die Alz als Abfluss des Chiemsees hindurch. Zwischen Seebruck und Altenmarkt verläuft sie noch in den jahrtausendealten Mäandern, bildet teilweise Altwasserarme und Inseln, gleicht dadurch etwas einem Urwald.

Die Strände von Seebruck sind zwar steinig, aber ideal für Familien mit kleinen Kindern, da der See sehr flach ist und auch Kleinkinder einige Meter in den See waten können, ohne dass sich die Eltern Sorgen machen müssen.

Nach der Überquerung der Tiroler Ache kommt man nach Übersee/Grabenstätt. Die Tiroler Ache gehört zu den letzten naturnahen Landschaften in Deutschland. Bedeutsam sind die großflächigen Wiesen, die unverbauten Uferbereiche mit ausgedehnten Flachwasserzonen und Schilffeldern, artenreiche Auenwälder und der weitgehend naturbelassene Mündungsbereich der Tiroler Ache. Es gibt Möwen, Kormorane, Reiher, Enten, Fisch- und Seeadler. Insgesamt brüten etwa 80 Vogelarten im Mündungsdelta und den angrenzenden Auenwäldern. 30 Arten kommen nur innerhalb des Schutzgebietes vor oder sind in anderen Regionen extrem selten. Dazu gehören Uferläufer und Flussseeschwalben. Auch die Pflanzenwelt ist im Achedelta einzigartig. Seine beinahe unberührten Auen aus Weiden und artenreichen Hartholzgebieten mit Ulmen, Eschen und Eichen stehen unter strengstem Schutz. Im Egerndacher Filz, einem Hochmoor, wölbt sich ein dickes Polster aus Torfmoosen uhrglasförmig immer weiter in die Höhe. Die zarten Pflänzchen haben die Verbindung zum Grundwasser verloren und versorgen sich über Niederschläge mit dem kostbaren Nass. Von Übersee/Grabenstätt geht der Uferweg direkt an der Autobahn entlang nach Felden/Bernau. Von dort geht ein schöner Uferweg direkt nach Prien, der im Ortsteil Harras Priener Gebiet erreicht und weiter bis nach Stock führt.

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Tourist-Informationen

Chiemgau Tourismus e.V.
Leonrodstraße 7
83278 Traunstein
Telefon: 08 61-90 95 90-0
Telefax: 08 61-90 95 90-20

E-Mail: info@chiemgau-tourismus.de
Homepage: www.chiemgau-tourismus.de


Chiemsee-Alpenland Tourismus GmbH & Co. KG
Felden 10
D-83233 Bernau am Chiemsee
Telefon 0 80 51 - 9 65 55-0
Telefax 0 80 51 - 9 65 55-30

E-Mail: info@chiemsee-alpenland.de
Homepage: www.chiemsee-alpenland.de

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